Doppelte Herausforderung – Beprobung der besonderen Art
Seit über einem Jahr bereitet sich Professor Fath, der Langstreckenschwimmen erfolgreich als Leistungssport betreibt, intensiv auf das Rheinschwimmen vor. Dabei geht es ihm, wie der Projekttitel Rheines Wasser (www.rheines-wasser.eu) schon deutlich macht, eigentlich gar nicht so sehr um die sportliche Herausforderung. Auf 1231 Flusskilometern wird Prof. Dr. Andreas Fath den Rhein beproben: Eine Analyse, die es in dieser Form noch nie gegeben hat. Gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Furtwangen sowie Partnern aus Wissenschaft und Industrie stellt er den Fluss auf die Probe. Ziel ist, das Bewusstsein für die Kostbarkeit der Ressource Wasser und für einen effektiven Gewässerschutz zu stärken.

Ausdrücklich warnt Andreas Fath jedoch mögliche Nachahmer, die ihn schwimmend begleiten wollen. Der Rhein, so Prof. Fath, ist ein mächtiger Strom, der selbst für geübte Schwimmer voller Gefahren steckt. Er bittet daher alle dringend darum, darauf zu verzichten, mit ihm mitzuschwimmen. Ihm ist deutlich mehr geholfen, wenn er vom Ufer aus angefeuert wird.
Ergebnisse von Schnelltests der Rhein-Vermessung werden Andreas Fath und das Projektteam bereits während des Schwimmens vorlegen. Ausführlich berichten über die Forschungsresultate wird der Chemie-Professor erstmals öffentlich auf dem 7. Hansgrohe Wassersymposium, das die Hansgrohe SE, Hauptunterstützer des Projekts, am 13. November 2014 in Schiltach/Schwarzwald veranstaltet.
Gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Furtwangen sowie Partnern und Forschungsinstituten wird Andreas Fath das Wasser des Rheins unter verschiedenen wissenschaftlichen Fragestellungen analysieren. Die täglich beim Schwimmen gezogenen Wasserproben werden unter anderem auf Industriechemikalien, Hormone, Antidepressiva, Süßstoffe, Antibiotika, Schmerzmittel, Drogen, Krankheitserreger und Mikroplastik untersucht. Zudem misst das Projektteam Fließgeschwindigkeit, pH-Wert, Leitfähigkeit und die Temperatur des Flusswassers.
Die Aktion soll ihm nicht nur die interessanten Wasserproben bringen, sondern auch Sponsoren dazu bewegen, ihn bei der Anschaffung eines Analysengroßgeräts für seinen Fachbereich an der Hochschule Furtwangen. Der Fachbereich, an dem Andreas Fath seit 2011 als Professor für Chemie und Analytik tätig ist, kämpft wie viele andere Hochschulen auch mit einer erheblichen Finanzknappheit. Durch seine Aktion sollen die benötigten 100 000 Euro für das benötigte Gerät zusammenkommen.
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