Nichteisen-Metallindustrie plädiert für intensiven Austausch zwischen Industrie und Öffentlichkeit
Der Vorsitzende der Initiative „Metalle pro Klima“, Oliver Bell, hat sich für einen intensiven Austausch von Industrie und Öffentlichkeit in Hamburg ausgesprochen. Bell sagte auf einer Diskussionsveranstaltung der Initiative in Hamburg, Transparenz und Dialog dürften nicht nur in Sonntagsreden gepredigt werden. Wer in der Gesellschaft akzeptiert werden möchte, muss den offenen Dialog suchen und Transparenz leben.
Mit der Veranstaltung und den anschließenden Betriebsbesichtigungen bei Hydro, Aurubis und Trimet stelle sich die Initiative in den Dienst des Hamburger Masterplans Industrie. Ziel des Plans ist es unter anderem, das Engagement der Hamburger Industrie für den Umweltschutz transparent zu machen, erinnerte Bell, der zugleich Vorstand der Norsk Hydro ASA ist. An der Veranstaltung nahmen mehr als 70 Gäste aus Industrie, Verbänden und Politik teil.
Peter Willbrandt, Vizepräsident der Initiative und Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG, bekannte sich zum Standort. Aurubis hat in Hamburg hohe Investitionen getätigt und kann den Standort nicht einfach in Kisten verpacken und verlagern. Das Unternehmen verfügt über eine hohe Mitarbeiterproduktivität, gut ausgebildete Fachkräfte und eine gute Infrastruktur – wichtige Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit. Die Rahmenbedingungen für die Industrie in Deutschland und Europa müssen aber wieder mehr Planungssicherheit bieten, um auch zukünftig Investitionen zu rechtfertigen.
Nach Martin Iffert, Vorstandsvorsitzende der Trimet Aluminium SE, muss der Öffentlichkeit ein tatsächliches Bild der Industrie vermittelt werden. Ökonomie und Ökologie sind kein Widerspruch, sondern gehen Hand in Hand – das kann man in den Betrieben vor Ort nachvollziehen.“
Umweltsenatorin Jutta Blankau bestätigte, die Industrie in Hamburg brauche Planungssicherheit. Die Stadt hat einen hohen Industrieanteil und so soll es auch bleiben. Deshalb ist der Hamburger Senat hochinteressiert am Erhalt der industriellen Wertschöpfungsketten.
„Metalle pro Klima“ ist eine Initiative von 21 führenden Unternehmen der Nichteisen-Metallindustrie. Die Initiative informiert bundesweit über Energie- und Ressourceneffizienz sowie Klimaschutz in der Branche.
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