Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e.V.(DGO)
Leipziger Galvanopreis
Die DGO-Bezirksgruppen Thüringen und Sachsen schreiben wieder den Leipziger Galvanopreis aus, der anlässlich des 32. Leipziger Fachseminars am 4. März 2027 überreicht werden wird. Alle Unternehmen der Galvano- und Oberflächentechnik, also Rohstoff-, Verfahrenschemie-, Anlagen- und Komponentenlieferanten, Galvaniken/Beschichter und sonstige Branchenmitglieder, die innovative Lösungen erfolgreich umgesetzt haben, können sich bewerben beziehungsweise vorgeschlagen werden.
Unternehmen, die innovative anlagentechnische Leistungen, verfahrenschemische Leistungen, materialeffiziente Lösungen, energieeffiziente Lösungen, ökologische Lösungen oder strategische Unternehmens-/Managementkonzepte erfolgreich umsetzen konnten, haben gute Chancen, die nächste Auszeichnung des Leipziger Galvanopreises in Empfang nehmen zu können.
Eine Bewerbung oder ein Vorschlag bedarf einer Mindestformatierungsgrundlage, damit eine objektive und gerechte Bewertung möglich ist. Die Veranstalter erwarten daher eine Beschreibung auf maximal zwei DIN A4-
Seiten als Word-Dokument, in dem der Bewerber beziehungsweise der Vorschlagende in der gebotenen Ausführlichkeit die Innovation mit folgenden Schwerpunkten beziehungsweise Beurteilungskriterien darstellt:
- Neuheit für die Branche
- Wissenschaftlicher Gehalt
- Wert für die Praxis
- Praxiseinführung
- Wirtschaftlichkeit
- Ökologie
- Veröffentlichungen / Patente
Mit dieser Beschreibung kann das unabhängige und neutrale Bewertungsgremium eine solide und tragfähige Entscheidung für den zukünftigen Preisträger treffen. Preisvorschläge für herausragende Persönlichkeiten, die anerkannte Verdienste um die weitere Entwicklung der Galvanotechnik vorweisen können, sind ebenso herzlich willkommen.
Die Bewerbung beziehungsweise der Vorschlag für den nächsten Leipziger Galvanopreis können bis 31. Oktober eines jeden Jahres mit einer aussagekräftigen und ausreichend detaillierten Bewerbung per E-Mail unter bewerbung@galvanopreis.de eingereicht werden.
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DGO-BG München
Am 25. Juni stand für die DGO-BG München wieder eine besondere Exkursion auf dem Programm: Rund 30 Teilnehmer folgten der Einladung zu Airbus nach Taufkirchen und besuchten dort den Bereich Central Research & Technology-Materials.
Dr. Christian Weimar und Dr. René Böttcher eröffneten den Nachmittag mit einem Einblick in die Aufgaben des Forschungsbereichs. Im Mittelpunkt steht das Beherrschen werkstofftechnischer Grundlagen, das Hinterfragen bestehender Lösungen sowie die Entwicklung und Absicherung von neuen Technologien für die Luft- und Raumfahrt. Ziel ist es, Risiken zu reduzieren, die Sicherheit zu erhöhen und neue Kompetenzen und Fähigkeiten aufzubauen. Besonders interessant war ein bei Airbus aufgesetzter Prozess, der innovative Werkstoffentwicklungen beschleunigt und schneller in die Anwendung bringt. Beim darauffolgenden offenen Austausch nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit für zahlreiche Fragen und eine angeregte Diskussion.
Anschließend ging es in den Airbus-Showroom: Zahlreiche Modelle von Flugzeugen, Hubschraubern und Raumfahrtanwendungen machten die Bandbreite des Unternehmens anschaulich. Die lebendige und detailreiche Präsentation führte von den historischen Wurzeln bis zu heutigen Luft- und Raumfahrtprogrammen mit Werkstoffbezug.
Beim Rundgang durch die Werkstofflabore wurde es anschließend besonders konkret. Das umfangreich ausgestattete Technikum bietet zahlreiche Möglichkeiten, mechanische Kennwerte statisch und dynamisch zu ermitteln. Auch die Oberflächentechnik spielt eine wichtige Rolle. Die Gruppe erhielt Einblicke in die Korrosionsprüfung und in verschiedene Verfahren der vertiefenden Oberflächenanalyse. Der Rundgang zeigte eindrucksvoll, wie breit Airbus bei der Prüfung und Bewertung von Werkstoffen aufgestellt ist.
Beim gemeinsamen Abendessen bei einem örtlichen Italiener klang der gelungene Nachmittag aus. Bei angenehmen 30°C auf der Terrasse blieb reichlich Zeit, die Eindrücke des Tages fachlich zu diskutieren.
Das Leitungsteam der BG München, Andreas Bayer und Dr. Harald Schreckenberger, dankt Airbus, insbesondere Dr. René Böttcher und allen beteiligten Mitarbeitern, für den freundlichen Empfang, die offenen Gespräche und die interessanten Einblicke hinter die Kulissen.Dr. Harald Schreckenberger
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DGO-BG Nürnberg
Am 07. Juli öffnete die Semper Berufsfachschule um 19.00 Uhr wieder ihre Pforten für die Mitglieder der DGO-BG Nürnberg, die wie immer zahlreich erschienen, um gemeinsam das traditionelle Sommerfest zu feiern.
Nach offizieller herzlicher Begrüßung im Hörsaal durch BG-Leiter Udo Krüger gab es zunächst einen Vortrag von Nils Menze, Menze Kunststofftechnik GmbH, der die Optimierung von Wartungsarbeiten an Galvanikanlagen mittels einer speziell entwickelten App vorstellte. Die Firma Menze bietet seit über 35 Jahren erstklassige Wartung, Instandhaltung und Montage von Galvanikanlagen und chemieführenden Systemen. Angeboten werden zuverlässige, individuelle Lösungen für Chemieversorgungssysteme und Neutralisationen, um die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit von Galvanikanlagen zu steigern. Die Firma Menze war auch diesjähriger Sponsor des Sommerfests der BG Nürnberg, wofür sich Udo Krüger im Namen der BG bedankte.
Beim anschließenden Sommerfest im Garten des Schulareals mit Schlemmerbuffet mit landestypischen Spezialitäten und gekühlten Getränken ließen es sich die BG-Mitglieder bis in den späten Abend hinein gut gehen. Es wurde wie immer viel gelacht und rege und lebhaft diskutiert.
Höhepunkt des Sommerfests war jedoch die Ehrung von Norbert Distelrath für seine 50-jährige DGO-Mitgliedschaft. Zunächst würdigte Udo Krüger die langjährige Mitgliedschaft mit einer Laudatio. Dann überreichte ihm das BG-Leitungsteam Udo Krüger, Anna Thasler und Florian Ottenbreit eine Ehrenurkunde, ein edles Schreibset, ein Buchgeschenk mit Widmung der BG und eine extra für diesen Anlass angefertigte Plakette von der BG Nürnberg.
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DGO-BG Sachsen
Am 30. Juni 2026 führte die DGO-Bezirksgruppe Sachsen ihre Vortragsveranstaltung im Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. durch. Referentin war Dr. Petra Uhlmann. Sie ist stellvertretende Institutsleiterin und Abteilungsleiterin Nanostrukturierte Materialien Physikalische Chemie und Physik der Polymere.
Im ersten Teil ihrer Ausführungen berichtete sie über ihre Tätigkeit als Leiterin des Gemeinschaftsausschusses Kombinierte Oberflächentechnik von DGO, DFO, Inplas und EFDS. Der Gemeinschaftsausschuss macht es sich durch die Verbindung verschiedener Beschichtungsverfahren (Galvanotechnik, Lackier-, Plasma- und Spritztechnik, Schmelztauchprozesse und Sol-Gel-Technik) zur Aufgabe, die Oberflächentechnik deutlich weiter zu entwickeln. Uhlmann berichtete über Schwerpunktthemen in den Jahren 2024 und 2025. Ein wesentliches Thema der Arbeit des Ausschusses war die Verwendung und der Ersatz von PFAS in der Beschichtungstechnologie sowie Technologien zur PFAS-Substitution. Dabei wurden unter anderem die folgenden Fragen diskutiert:
- PFAS / fluorfreie Konzepte für funktionelle Beschichtungen, anodische Schichten, Plasmaschichten etc.
- Alternativen zu per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) in Industriebeschichtungen
- Alternativen zu PFAS in der Galvanotechnik
- Silanbasierte Systeme als Ersatz für fluorierte Systeme
- PFAS in der Lackindustrie
- PFAS-Alternativen: Innovative lacktechnische Methoden im Fokus
Ein neues Thema, mit dem sich der Gemeinschaftsausschuss beschäftigt, ist die Beschichtung von Batterieteilen. Vorrangig diskutierte Themenkomplexe sind hier:
- Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Beschichtung von Batteriekästen
- Innovative Beschichtungslösungen für zukünftige Batteriekonzepte
- Oberflächenvorbehandlung von Al-Batteriegehäusen
- Partielle Pulverbeschichtung von Batteriegehäusen und Kühlelementen
Weiteres Thema mit dem sich der Ausschuss befasst, ist die Oberflächenstrukturierung.
Anschließend informierte Uhlmann über ihre Forschungen am Institut. Sie untersucht multifunktionelle Beschichtungen aus Polymerbürsten. Insbesondere besteht das Interesse an der Skalierbarkeit des Designs von Polymerbürstenfilmen, um ihre Herstellung an technische Beschichtungsprozesse anzupassen und ihre Verwendung auf realen, ausgedehnten Oberflächen zu ermöglichen. Das Ziel ist, die Beschichtungen beispielsweise für Vereisungsschutz, Sensorik oder Biosignaling einzusetzen.
Es war ein sehr interessanter Nachmittag für die Teilnehmer mit Themen, mit denen nicht täglich umgegangen wird. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Dr. Petra Uhlmann und an das Team, das die Veranstaltung hervorragend vorbereitet und durchgeführt hat.Marion Regal
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DGO-/ZVO AK Zink-Nickel
Die 37. Sitzung des Arbeitskreises Zink-Nickel fand am 7. Juli 2026 als Webmeeting statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle technische Fragestellungen rund um ZnNi-Oberflächen, Passivierungen, Topcoats sowie Nachhaltigkeitsthemen, berichtet die DGO.
Den Diskussionsschwerpunkt der Sitzung bildete die Frage, ob und wie mit einer möglichen Klassifizierung von Topcoats weiter vorgegangen werden soll. Bereits zu den letzten Sitzungen war diskutiert worden, wie verfügbare Topcoats nach dem jeweiligen Eigenschaftsprofil klassifiziert und potenziellen Anwendungsgebieten zugeordnet werden könnten. Hintergrund ist die enorme Variantenvielfalt von Topcoats, die es Anwendern fast unmöglich macht, den Markt allumfassend zu überblicken. Aus Sicht vieler Fachfirmen sollte eine solche Klassifizierung jedoch nur sehr allgemein gehalten werden, da einerseits von Topcoat-Formulierungen nur bedingt auf spezifische Anwendungsfelder gefolgert werden könne. Andererseits würden spezifischere Produktinformationen auch zunehmend Know-How zu geschützten Produkten enthalten. Aufgrund dieses Interessenskonflikts verständigten sich die AK-
Mitglieder abschließend darauf, das Thema zurückzustellen und zunächst nicht weiter zu verfolgen.
Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt war die Untersuchung von Passivierungen und deren Einfluss auf die Haftung von KTL-Beschichtungen. Passivierungen könnten als Transportschutz dienen, würden jedoch auch den Phosphatierprozess vor der KTL beeinflussen. Zudem richtet sich der Blick der AK-Mitglieder auf mögliche Phosphatalternativen.
Die nächste AK-Sitzung findet voraussichtlich am 12. November 2026 bei WHW in Fröndenberg statt.
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FA Digitrans zu Besuch bei WMV in Windeck
Am 9. Juli 2026 traf sich der DGO-Fachausschuss Digitale Transformation und Innovation (DigiTrans) zu seiner fünften Sitzung bei der WMV GmbH in Windeck.
Gastgeber und Geschäftsführer Martin Müller stellte zunächst in Form eines mehrsprachigen Avatars das Unternehmen und dessen Tätigkeitsfelder vor, bevor Mitarbeiter Christian Härtel in einem sehr aufschlussreichen Vortrag aufzeigte, wie die WMV GmbH Digitalisierung und künstliche Intelligenz bereits heute erfolgreich einsetzt. Im Mittelpunkt standen dabei die KI-Strategie des Unternehmens, der Einsatz eines digitalen Zwillings zur Produktvisualisierung sowie die intelligente Nutzung von Prozessdaten zur Steigerung von Effizienz, Transparenz und Entscheidungsqualität.
Ein besonderes Highlight war die Besichtigung des neuen WMV-Technikums. Die Versuchsanlage verbindet moderne Verfahrenstechnik mit digitaler Prozessintelligenz und ermöglicht realitätsnahe Tests für Reinigung und Beschichtung. Die Teilnehmenden erhielten damit einen wertvollen Einblick in die Verbindung von Oberflächentechnik, Automatisierung und Digitalisierung.
Am Nachmittag wurde eine Projektinitiative der B+T Oberflächentechnik GmbH und des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST vorgestellt, die auf die Erstellung eines Leitfadens zur Nachhaltigkeitsbewertung für die Galvanikbranche abzielt. Der Leitfaden soll Unternehmen dabei unterstützen, den gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Corporate und Product Carbon Footprint gerecht zu werden. Unternehmen, die an einer Mitwirkung interessiert sind, melden sich gerne bei Rowena Duckstein vom Fraunhofer IST in Braunschweig (E-Mail: rowena.duckstein@ist.fraunhofer.de).
Des Weiteren informierte Olga Meyer vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in einem Online-
Vortrag über die Normungsroadmap Industrie 4.0 sowie die Industrial Digital Twin Association (IDTA). Dabei wurden Aufbau, Arbeitsweise und Beteiligungsmöglichkeiten der Gremien vorgestellt und deren Bedeutung für die zukünftige Digitalisierung von industriellen Prozessen erläutert.
Im Fokus des FA DigiTrans steht allgemein der fachliche Austausch zu aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätzen im Bereich Digitalisierung und die Frage, wie sich diese auf die Galvanotechnik übertragen lassen.
Die DGO bedankt sich herzlich bei der WMV GmbH für die hervorragende Organisation, die Gastfreundschaft und die spannenden Einblicke in die digitale Praxis der Oberflächentechnik.
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DGO zu Gast an Ausbildungsstätten
Auch in diesem Jahr setzte die Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e.V. (DGO) ihre Initiative zur Nachwuchsförderung fort: Am 29. beziehungsweise am 30. Juni 2026 besuchte Dr. Daniel Meyer das Ausbildungszentrum Oberflächentechnik in Nürnberg sowie die Gewerbliche Schule Schwäbisch Gmünd, um jeweils mit den Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs im Berufsbild Oberflächenbeschichter/in sowie mit angehendenden Techniker/innen ins Gespräch zu kommen. Die diesjährigen Termine reihen sich ein in eine Serie von Schulbesuchen, mit denen die DGO gezielt Kontakt zu Berufsschulen und angehenden Fachkräften in der Oberflächentechnik bundesweit intensiviert.
Zentrale Themen des Besuchs waren die grundlegenden Aufgaben und Ziele der DGO sowie die Bedeutung von Interessenvertretungen auf Verbandsebene. Dr. Meyer erklärte, welche Rolle Fachverbände wie die DGO für die Branche spielen, und zeigte auf, welchen persönlichen Nutzen eine DGO-Mitgliedschaft – insbesondere für Nachwuchskräfte – bieten kann. Diese ist kostenfrei und endet zum 28. Lebensjahr automatisch. Mit der DGO-Bezirksgruppe Nürnberg sowie mit der DGO-Bezirksgruppe Stuttgart hat der Branchennachwuchs zudem beste regionale Anknüpfungsmöglichkeiten.
Der Austausch bot den Auszubildenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich über Perspektiven im Beruf sowie über Möglichkeiten zur Mitgestaltung in der Fachwelt zu informieren.
Ein herzlicher Dank gilt den Fachlehrern Ulrich Ludwig und Volker Rogoll für die organisatorische Unterstützung des Besuchs.
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