Die Vorträge auf dem ExpertForum der Surface Technology GERMANY 2026 zeigten, dass die Digitalisierung auch in der Oberflächentechnik in zunehmendem Maße zum Einsatz kommt und für den Nutzer deutliche Vorteile bringt. Zudem ist erkennbar, dass durch künstliche Intelligenz weitere deutliche Steigerungen bei der Effizienz und Qualität der Beschichtungsvorgänge zu erwarten sind. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Zusammenhänge in der Oberflächenbehandlung und -beschichtung relativ komplex sein können. Sowohl mittels galvanischer als auch durch das breite Feld der physikalischen Beschichtungen können und müssen Spezialanforderungen aus der Industrie erfüllt werden. Physikalische Beschichtungen legen den Fokus auf hohe Härte bei guter Haftung und die Verfahrenstechnik strebt abnehmende Beschichtungszeiten an. Innovative galvanische Beschichtungen erfüllen die Anforderungen in der Energieerzeugung und Verwendung in Zusammenhang mit Wasserstoff als Energieträger.
Fortsetzung aus WOMag 6/2026
KI-Unterstützung
KI-gestützte Datenanalyse zur Reduktion der CO2-Emissionen
Tim Straub hat bei der B+T, einem innovativen Unternehmen für die Oberflächenbehandlung und -beschichtung, die Aufgabe, auf Basis der umfangreichen Datenbasis aus der Fertigung, die Reduzierung der CO2 Emissionen zu optimieren. Dabei kommen eigen entwickelte Systeme auf Basis künstlicher Intelligenz zum Einsatz, die den Menschen bei ihren Arbeiten zur Erreichung des Emissionsziels unterstützen sollen. Zu den Kerngeschäften der B+T zählen das Härten von Metallteilen und die galvanische Beschichtung, beides Prozesse mit hohem Energieverbrauch. Die dafür benötigte Energie wird seit 2024 aus grünem Strom bezogen, wodurch die vorgelagerten Emissionen auf Null reduziert werden konnten. Bei den direkten ergeben sich Einsparungsmöglichkeiten durch Optimierung der Logistik und Nutzung von Elektrofahrzeugen beziehungsweise Hybridfahrzeugen einschließlich Kompensation durch Aufforstungen in Deutschland. Diese beiden Bereiche werden nach dem Green House Gas Protocol Scope 1 und Scope 2 zugeordnet. Bei Scope 2 konnten die CO2-Emissionen von 2900