Grenzen der Röntgenfluoreszenzanalyse bei derSchichtdickenmessung galvanischer Überzüge – 

Werkstoffe 08. 08. 2026

Ein Praxisbeispiel zur Vergleichbarkeit von Messergebnissen

Von Oliver Brenscheidt, Dominik West und Alexandra Blume, Sundern

Die Röntgenfluoreszenzanalyse ist ein verbreitetes Verfahren in der galvanotechnischen Praxis für die zerstörungsfreie Bestimmung der Schichtdicke. Die Technologie gilt als sehr präzise, kann allerdings vor allem bei dünnen Schichten und bestimmten Kombinationen aus Grundwerkstoff und Schichtmaterial deutliche Abweichungen der Messwerte bei unterschiedlichen Prüfgeräten und Prüforten aufweisen. Verbesserungen lassen sich durch die Harmonisierung von Mess­bedingungen erreichen, vor allem im Hinblick auf vergleichbare Referenzmaterialien, die Definition reproduzierbarer Messpunkte sowie die Abstimmung von Messzeit, Kollimatorgröße und Kalibrationsstrategie. Durch diese Anpassung erhöht sich die Fähigkeit des eingesetzten Messverfahrens, die geforderte Toleranz sicher zu erreichen.

1 Einleitung

Die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) ist in der Galvanotechnik ein etabliertes Standard­verfahren zur zerstörungsfreien Bestimmung von Schichtdicken. In der praktischen Anwendung entsteht dabei häufig eine implizite Annahme: Ein Bauteil besitzt eine eindeutig definierte Schichtdicke, die durch die Messung reproduzierbar und systemunabhängig bestimmt werden kann. Die numerische Ausgabe dieser Geräte mit mehreren Nachkommastellen verstärkt den Eindruck von Objektivität zusätzlich.

Im industriellen Alltag zeigt sich jedoch oft ein anderes Bild. Messergebnisse unterschiedlicher Systeme, Laboratorien oder Zeitpunkte weichen teilweise signifikant voneinander ab. Selbst wenn identische Bauteile und vergleichbare oder sogar gleiche Messpositionen zugrunde liegen, sind die Ergebnisse nur bedingt vergleichbar. Diese Abweichungen bewegen sich nicht selten in einer Größenordnung, die unmittelbar entscheidungsrelevant werden kann.

Die Ursache hierfür liegt in der Natur des Messverfahrens. RFA-Messwerte sind ­keine direkten physikalischen Messgrößen, sondern das Ergebnis eines modellbasierten Auswerteprozesses. Das angezeigte Resultat beschreibt daher nicht ausschließlich das Bauteil, sondern immer auch das verwendete Messsystem und dessen Randbedingungen.

Im vorliegenden Beitrag werden die systematischen Einflüsse auf die Vergleichbarkeit von RFA-Schichtdickenmessungen anhand eines praxisnahen Beispiels aus der galvanischen Beschichtung dargestellt. Ziel ist es, die Ursachen für beobachtete Abweichungen einzuordnen und daraus belastbare Konsequenzen für den praktischen Umgang mit Messergebnissen abzuleiten.

2 Physikalisch-­methodische Grundlagen der Röntgenfluoreszenzanalyse

Die Röntgenfluoreszenzanalyse basiert auf der Anregung von Atomen durch primäre Röntgenstrahlung und der anschließenden Emission charakteristischer Sekundärstrahlung. Trifft ein energiereicher Röntgenquant auf ein Atom, kann ein Elektron aus einer inneren Schale (z. B. der K- oder L-Schale) herausgelöst werden. Der dabei ­entstehende Elektronenplatz wird durch ein Elektron aus einer höheren Schale aufgefüllt, wobei ein Photon mit elementspezifischer Energie emittiert wird. Diese Fluoreszenzstrahlung bildet die Grundlage der qualitativen und quantitativen Analyse (Abb. 1).

Abb. 1: Prinzip der RFA

 

In der galvanotechnischen Schichtdickenmessung wird in der Regel das energiedispersive Verfahren eingesetzt. Hierbei detektiert ein Halbleiterdetektor die Energie und Intensität der emittierten Röntgenquanten. Aus dem gemessenen Energiespektrum werden die Beiträge der einzelnen Elemente bestimmt und anschließend in Schichtdicken umgerechnet.

Entscheidend ist dabei, dass zwischen der gemessenen Intensität und der tatsächlichen Schichtdicke kein direkter, linearer Zusammenhang besteht. Vielmehr wird das Ergebnis über mathematische Modelle bestimmt, die verschiedene physikalische Effekte berücksichtigen. Dazu zählen unter anderem:

  • Absorption und Sekundäranregung innerhalb des Schichtsystems
  • Überlagerung von Signalen aus mehreren Schichten
  • Einfluss der chemischen Zusammensetzung (Matrixeffekte)
  • Geometrie der Messanordnung

In der Praxis kommen hierfür entweder fundamentalparameterbasierte Modelle oder empirische Kalibrationsansätze zum Einsatz. Beide Verfahren haben gemeinsam, dass sie auf Annahmen über das untersuchte System angewiesen sind. Abweichungen zwischen Modell und realem Bauteil – beispielsweise hinsichtlich Schichtaufbau, Dichte oder Homogenität – wirken sich unmittelbar auf das berechnete Ergebnis aus.

Besonders relevant wird dies bei Mehrschichtsystemen, wie sie in der Bandgalvanik häufig vorliegen (z. B. Nickel und Zinn auf Kupfer). Hier beeinflussen sich die einzelnen Schichten gegenseitig in der Signalentstehung. Die Fluoreszenzstrahlung der oberen Schicht wird teilweise in darunterliegenden Schichten absorbiert oder durch diese zusätzlich angeregt. Gleichzeitig trägt das Substrat zur Gesamt­intensität bei. Die Auswertung erfordert daher eine modellhafte Entkopplung der einzelnen Beiträge, was die Sensitivität gegenüber systematischen Abweichungen erhöht.

Ein weiterer Aspekt ist die Eindringtiefe der Primärstrahlung sowie die Austrittstiefe der Fluoreszenzstrahlung. Beide sind energieabhängig und führen dazu, dass das gemessene Signal stets ein volumenintegriertes Ergebnis darstellt. Lokale Inhomogenitäten, Rauheiten oder Gradienten im Schichtaufbau werden dadurch nur eingeschränkt erfasst, können aber dennoch das Messergebnis beeinflussen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die RFA kein direktes Messverfahren im klassischen Sinne darstellt, sondern ein indirektes, modellgestütztes Analyseverfahren. Das ermittelte Ergebnis ist somit immer das Resultat aus physikalischer Signalentstehung, gerätespezifischer Detektion und mathematischer Auswertung. Daraus folgt zwangsläufig, dass unterschiedliche Messsysteme – selbst bei identischen Proben – zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen können.

3 Einflussgrößen auf das Messergebnis

Die im vorigen Kapitel dargestellten physikalischen Grundlagen machen deutlich, dass das Ergebnis einer RFA-Messung nicht allein durch das Bauteil bestimmt wird, sondern durch ein Zusammenspiel aus Messsystem, Randbedingungen und Auswertemodell (Abb. 2). In der praktischen Anwendung überlagern sich dabei verschiedene Einflussgrö­ßen, die die Streuung als auch die systematische Abweichung (Bias) eines Messsystems bestimmen. Für eine strukturierte Einordnung lassen sich diese Einflussgrößen in mehrere Kategorien gliedern.

Abb. 2: Einflussgrößen auf die RFA, die erkennen lassen, dass das Ergebnis ein Zusammenspiel vieler Faktoren ist

 

3.1 Gerätespezifische Parameter

Jedes RFA-System besitzt eine charakteristische Messgeometrie, bestehend aus Anre­gungsquelle, Kollimation und Detektion. Unterschiede in Einfalls- und Austrittswinkeln der Strahlung beeinflussen die effektive Wechselwirkungszone im Material und damit die Intensität der detektierten Fluoreszenzstrahlung.

Auch der eingesetzte Detektortyp sowie dessen energetische Auflösung spielen eine Rolle. Insbesondere bei überlappenden Linien oder komplexen Mehrschichtsystemen kann die Fähigkeit zur sauberen Trennung einzelner Peaks die Auswertegenauigkeit maßgeblich beeinflussen.

Ein zentraler Parameter ist die Kollimatorgröße, die den Durchmesser des Messflecks definiert. Ein großer Kollimator erhöht die gemessene Intensität und verbessert damit die statistische Sicherheit der Messung, integriert jedoch gleichzeitig über eine größere Fläche. Lokale Inhomogenitäten oder geometrische Effekte des Bauteils werden dadurch stärker gemittelt. Kleine Kollimatoren ermöglichen eine höhere Ortsauflösung, sind jedoch empfindlicher gegenüber Positionierungsfehlern und weisen aufgrund geringerer Zählraten eine höhere statistische Streuung auf.

3.2 Kalibration und ­Referenzmaterialien

Die quantitative Bestimmung von Schichtdicken setzt eine geeignete Kalibration des Messsystems voraus. Diese erfolgt entweder über fundamentalparameterbasierte Modelle mit hinterlegten Materialdaten oder über empirische Kalibrationen anhand von Referenzmaterialien (Normalen). In beiden ­Fällen ist das Ergebnis stark von der Qualität und Eignung der verwendeten Referenzdaten abhängig. Unterschiede in den eingesetzten Normalen, beispielsweise hinsichtlich Sub­stratmaterial, Schichtaufbau oder Rückführbarkeit, führen zwangsläufig zu systematischen Abweichungen zwischen verschiedenen Messsystemen.

Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass Kalibrationen stets unter bestimmten Annah­men erfolgen. Weicht das reale Bauteil von diesen Annahmen ab, etwa durch unterschiedliche Dichten, Legierungsanteile oder Schichtstrukturen, so überträgt sich diese Abweichung direkt auf das Messergebnis.

3.3 Messstrategie

Neben den gerätespezifischen Parametern hat die gewählte Messstrategie einen unmittelbaren Einfluss auf das Ergebnis. Die Mess­zeit bestimmt die Anzahl der detektierten Röntgenquanten und damit die statistische Sicherheit der Messung. Kurze Messzeiten führen zu einer erhöhten Streuung, während längere Messzeiten die Präzision verbessern, jedoch keinen Einfluss auf systematische Abweichungen haben.

Die Definition des Messpunkts ist insbeson­dere bei galvanischen Schichten von zentraler Bedeutung. Durch geometriebedingte Effekte, wie den sogenannten Hundeknocheneffekt, können bereits geringe Positionsverschiebungen – insbesondere an Substratkanten wie in Abbildung 3 an den Rädern zu erkennen ist – zu messbaren Unterschieden in der Schichtdicke führen. Eine unzureichend definierte oder nicht reproduzierbare Messposition erhöht daher die Streuung und kann zusätzlich scheinbare systematische Unterschiede ­erzeugen.

Abb. 3: Hundeknocheneffekt an Kanten von galvanisch beschichtetem Bandmaterial

 

Auch die Wahl zwischen Einzelpunktmessungen, Mittelwertbildungen oder Rastermessungen beeinflusst das Ergebnis. Während Einzelmessungen lokale Effekte sichtbar machen, führen Mittelwerte zu einer Glättung der Ergebnisse. Rastermessungen ermög­lichen eine flächenhafte Bewertung, sind jedoch mit einem erhöhten Zeitaufwand verbunden und erfordern eine klare Definition der Auswerteparameter.

3.4 Bauteil- und ­Schichteigenschaften

Die Eigenschaften des untersuchten Bauteils stellen eine weitere wesentliche Einflussgröße dar. Oberflächenrauheit, Porosität oder inhomogene Schichtverteilungen beeinflussen die Wechselwirkung der Röntgenstrahlung mit dem Material und damit die resultierende Intensität der Fluoreszenzstrahlung.

Besonders ausgeprägt sind diese Effekte bei Mehrschichtsystemen. Hier überlagern sich die Beiträge der einzelnen Schichten, sodass eine eindeutige Zuordnung der gemessenen Intensitäten zu einzelnen Schichtdicken nur im Rahmen eines geeigneten Modells möglich ist. Bereits geringe Abweichungen im Schichtaufbau oder in den Materialeigenschaften können zu einer veränderten Signalverteilung führen.

Zusätzlich kann das Substrat einen direkten Einfluss auf das Messergebnis haben, insbesondere wenn Elemente des Substrats auch in den Schichten vorkommen (Zinn auf Bronzen wie z. B. CuSn6) oder energetisch benachbarte Linien aufweisen (Nickel auf Messing wie z. B. CuZn37). In solchen Fällen steigt die Abhängigkeit des Ergebnisses vom zugrunde liegenden Auswertemodell deutlich an.

3.5 Bedienereinfluss

Trotz weitgehend automatisierter Messabläufe bleibt der Einfluss des Bedieners ein relevanter Faktor. Die Positionierung des Bauteils, die Auswahl des Messprogramms sowie die Interpretation der Ergebnisse können das Resultat beeinflussen.

Insbesondere bei Grenzfällen oder der Bewertung von Messergebnissen spielt die Erfahrung des Anwenders eine entscheidende Rolle. Unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Auswahl von Messpunkten oder bei der Behandlung auffälliger Werte können zu variierenden Ergebnissen führen, selbst wenn identische Messsysteme eingesetzt werden.

In der Gesamtschau wird deutlich, dass sich die genannten Einflussgrößen nicht ­isoliert betrachten lassen. Vielmehr wirken sie gleichzeitig und teilweise gekoppelt auf das Mess­ergebnis ein. Die beobachtete Abweichung zwischen verschiedenen Messsystemen ist daher in der Regel nicht auf eine einzelne Ursache zurückzuführen, sondern das Resultat eines komplexen Zusammenspiels mehrerer Faktoren.

Diese Zusammenhänge werden besonders deutlich, wenn identische Bauteile unter unterschiedlichen Praxisbedingungen vermessen werden. Nachfolgend wird ein solcher Fall betrachtet und hinsichtlich der auftretenden systematischen Abweichungen analysiert.

4 ­Vergleichsmessungen in der Praxis

Zur Einordnung der zuvor beschriebenen Einflussgrößen wurden im Rahmen von Reklamationsuntersuchungen Vergleichsmessungen an identischen Bauteilen durchgeführt. Ziel war es, die Schichtdicken an definierten Positionen durch mehrere unabhängige Mess­instanzen zu bestimmen und die Ergebnisse gegenüberzustellen. Die Untersuchungen erfolgten unter praxisüblichen Bedingungen. Die Bauteile haben dabei folgende Vorgänge durchlaufen:

  • produktionsbegleitend beim Beschichter vermessen
  • durch ein weiteres Labor im Auftrag des Kunden analysiert
  • im eigenen Labor des Autors einer Gegenmessung unterzogen

Die untersuchten Bauteile stammen aus einem bandgalvanischen Beschichtungsprozess auf Basis eines Edelstahls. Das vorliegende Schichtsystem wurde in zwei Prozessschritten aufgebaut. Zunächst erfolgte eine vollflächige Abscheidung einer Nickelschicht von 1 µm bis 3 µm. In einem nachgelagerten Prozess wurde darauf eine Zinnschicht selektiv beidseitig entlang einer Bandkante abgeschieden.

Die vorliegende Betrachtung konzentriert sich ausschließlich auf die Bewertung der Dicke der Zinnschicht. Hintergrund hierfür ist die erhöhte Komplexität bei der quantitativen Auswertung der Nickelschicht, da das Substrat selbst relevante Anteile des gleichen Elements enthält. Diese Überlagerung erschwert eine eindeutige Entkopplung der Signale und würde zusätzliche modellabhängige Einflüsse in die Betrachtung einbringen.

Die Messungen wurden an definierten Positionen innerhalb des selektiv beschichteten Bereichs durchgeführt. Der Messpunkt lag jeweils mittig im Streifen, wobei beide Bandseiten separat erfasst wurden.

4.1 Randbedingungen der Messungen

Eine gezielte Harmonisierung der Messbedingungen zwischen den beteiligten Parteien erfolgte nicht. Die Messungen wurden jeweils unter den üblichen, im jeweiligen Umfeld etablierten Bedingungen durchgeführt.

Unterschiede bestanden unter anderem in:

  • eingesetzten Messsystemen
  • Kalibration und verwendeten Referenz­materialien
  • Warmlaufzustand der Geräte
  • Messzeit und Kollimatorgröße
  • Messstrategie und Positionierung

Diese Situation entspricht typischen industriellen Abläufen, in denen Messergebnisse aus unterschiedlichen Quellen miteinander verglichen werden, ohne dass die zugrunde liegenden Messbedingungen vollständig angeglichen sind.

4.2 Ergebnisse der ­Vergleichsmessungen

Die Ergebnisse der drei Messinstanzen zeigen deutliche Unterschiede sowohl in der Lage der Messwerte als auch in deren Streuung (Abb. 4). Zur besseren Vergleichbarkeit sind die wesentlichen Kenngrößen in Tabelle 1 zusammengefasst.

Abb. 4: Vergleich der Messergebnisse

 

 

Die mittleren Schichtdicken unterscheiden sich zwischen den Systemen um bis zu rund 15 %. System A liefert im Mittel deutlich höhere Werte als die beiden anderen Mess­instanzen, während System B und C in vergleichbarer Größenordnung liegen.

Auffällig ist zudem die teilweise erhebliche Streuung innerhalb der einzelnen Messsysteme. Insbesondere System B zeigt mit einer Standardabweichung von 57 % sowie einer deutlich erhöhten Spannweite eine ausgeprägte Variabilität der Messergebnisse.

Zur weiteren Veranschaulichung der systematischen Unterschiede sind die Ergebnisse in Abbildung 5 dargestellt. Die Höhe der Balken entspricht dem jeweiligen Mittelwert, während die Fehlerbalken die Streuung innerhalb der Messsysteme repräsentieren. Die beobachteten Unterschiede treten auf, obwohl identische Bauteile und vergleichbare Messpositionen zugrunde lagen.

Abb. 5: Bias und Fehlerbalken der Messwerte der herangezogenen Messinstanzen

 

4.3 Interpretation der Ergebnisse

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen zwei wesentliche Effekte: eine systematische Verschiebung der Mittelwerte zwischen den Messinstanzen sowie eine zum Teil erhebliche Streuung innerhalb der einzelnen Systeme.

Die Differenz der Mittelwerte von bis zu etwa 0,6 µm ist vor dem Hintergrund typischer Schichtdicken im betrachteten Bereich als ­signifikant einzustufen. Diese Abweichung ist nicht zufällig, sondern deutet auf einen systematischen Bias der jeweiligen Messsysteme hin. Jedes System bildet die Schichtdicke in einer charakteristischen Lage ab, die durch Kalibration, Geräteeigenschaften und Auswertemodell bestimmt wird.

Gleichzeitig zeigt die Streuung innerhalb der Systeme, dass auch unter konstanten Randbedingungen keine punktgenaue Reproduzierbarkeit gegeben ist. Die erhöhte Variabi­lität, insbesondere bei System B, weist darauf hin, dass neben systematischen Einflüssen auch messstrategische oder geometrische Effekte eine Rolle spielen. Dazu zählen zum Beispiel geringfügige Positionsabweichungen innerhalb des Messbereichs, lokale Inhomogenitäten der Schicht oder Unterschiede in der statistischen Qualität der Messung.

In der Kombination führen diese Effekte dazu, dass sich die Messergebnisse der verschiedenen Instanzen nicht nur verschieben, sondern sich auch unterschiedlich breit verteilen. Dies erschwert zusätzlich eine direkte Vergleichbarkeit.

Entscheidend ist, dass sich die beobachteten Abweichungen nicht durch reale Unterschiede der Bauteile erklären lassen. Vielmehr handelt es sich um ein typisches Beispiel für die Überlagerung von systematischen und statistischen Einflüssen, wie sie in Abschnitt 3 beschrieben wurden.

Für die praktische Bewertung bedeutet dies, dass identische Bauteile – abhängig vom verwendeten Messsystem – zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können, die im Grenzbereich von Spezifikationen zu abweichenden Entscheidungen führen. Ohne Kenntnis und Berücksichtigung dieser systematischen Effekte besteht die Gefahr, Messergebnisse als objektive Bauteileigenschaft zu interpretieren, obwohl sie in erheblichem Maße durch das Messsystem geprägt sind.

5 Einfluss der ­Messbedingungen – fehlende ­Harmonisierung als Ursache ­systematischer Abweichungen

Die im vorherigen Abschnitt dargestellten Abweichungen sind vor dem Hintergrund der tatsächlich vorliegenden Messbedingungen zu betrachten. In der ersten Messreihe erfolgte keine gezielte Harmonisierung der relevanten Messparameter zwischen den beteiligten Instanzen.

Insbesondere waren folgende Einflussgrößen nicht einheitlich definiert oder abgestimmt:

  • Messzeit
  • Kollimatorgröße
  • Kalibration und verwendete Referenz­materialien
  • exakte Definition der Messposition

Die Messstrategie basierte in allen Fällen auf der allgemeinen Vorgabe, die Messung mittig im Streifen durchzuführen. Eine weitergehende Spezifikation der Messpunkte, beispielsweise durch geometrische Referenzen oder reproduzierbare Positionierhilfen, lag nicht vor.

5.1 Bedeutung der ­Messpunktdefinition

Gerade bei selektiv beschichteten bandgalvanischen Bauteilen ist die exakte Lage des Messpunkts von entscheidender Bedeutung. Bereits geringe Positionsabweichungen innerhalb des beschichteten Bereichs können zu messbaren Unterschieden in der Schichtdicke führen. Die Ursachen hierfür sind unter anderem prozessbedingte Schichtdickenverteilungen entlang der Bandbreite, Übergangsbereiche zwischen selektiv beschichteten und unbeschichteten Zonen und lokale Inhomogenitäten im Abscheidungsprozess.

Die unscharfe Definition mittig im Streifen lässt Interpretationsspielräume zu, die in der praktischen Durchführung zwangsläufig zu leicht unterschiedlichen Messpositionen führen. Diese Unterschiede können sich unmittelbar in den Messergebnissen niederschlagen und tragen zur beobachteten Streuung sowie zu scheinbaren systematischen Abweichungen bei.

5.2 Überlagerung ­mehrerer Einflussgrößen

Neben der Messpunktdefinition wirken sich auch die nicht abgestimmten gerätespezifischen und methodischen Parameter auf das Ergebnis aus. Unterschiede in Messzeit und Kollimatorgröße beeinflussen die statistische Qualität und die räumliche Integration der Messung, während Abweichungen in der Kalibration zu systematischen Verschiebungen der Messwerte führen.

Da diese Parameter nicht isoliert, sondern gleichzeitig variieren, entsteht eine Überlagerung von mehreren Einflussgrößen. Dies erschwert eine eindeutige Zuordnung der beo­bachteten Abweichungen zu den einzelnen Ursachen und verstärkt die Unterschiede zwischen den Messinstanzen zusätzlich.

5.3 Einordnung der ­Ergebnisse der ersten Messreihe

Vor diesem Hintergrund sind die in Abschnitt 4 ermittelten Unterschiede als typische Folge von nicht harmonisierten Messbedingungen zu interpretieren. Die Kombination aus

  • nicht eindeutig definierten Messpunkten
  • unterschiedlichen Messparametern
  • variierenden Kalibrationszuständen

führt zwangsläufig dazu, dass die Messergebnisse der einzelnen Instanzen nicht direkt vergleichbar sind. Die beobachteten Abweichungen stellen somit keine Anomalie dar, sondern sind eine logische Konsequenz der gewählten Rahmenbedingungen. Ohne eine gezielte Abstimmung der Messparameter ist eine belastbare Vergleichbarkeit von RFA-Messergebnissen zwischen unterschiedlichen Systemen grundsätzlich nur eingeschränkt gegeben.

6 Einfluss ­harmonisierter Messbedingungen

Zur weiteren Einordnung der in den vorheri­gen Abschnitten dargestellten Abweichungen wurde eine zweite Messreihe durchgeführt, in der die wesentlichen Messbedingungen zwischen den beteiligten Instanzen gezielt angeglichen wurden. Ziel war es, den Einfluss von systematischen Parametern zu reduzieren und die Vergleichbarkeit der Messergebnisse zu verbessern.

6.1 Vereinheitlichung der Messparameter

Im Rahmen dieser zweiten Messreihe wurden zentrale Einflussgrößen bewusst harmonisiert. Dazu gehörten insbesondere:

  • ähnliche Kollimatorgröße (0,6/0,7 mm Ø)
  • vergleichbare Messzeiten (60 sek)
  • Verwendung abgestimmter Referenzmaterialien für die Kalibration
  • Normierung der Messsysteme auf ein mitgeliefertes, blankes Grundmaterial
  • optische Festlegung der Messpunkte auf den Bauteilen

Durch diese Maßnahmen wurde sichergestellt, dass die wesentlichen geräte- und kalibrationsbedingten Unterschiede zwischen den Messinstanzen reduziert werden.

6.2 Erweiterung der ­statistischen Basis

Parallel zur Harmonisierung der Messparameter wurde die Anzahl der untersuchten Proben signifikant erhöht. Die Auswertung basiert auf mehreren hundert Einzelmessungen je Messinstanz.

Diese erweiterte Datenbasis ermöglicht eine deutlich robustere Bewertung der Streuung und reduziert den Einfluss einzelner Messwerte auf die Gesamtbewertung. Gleichzeitig werden systematische Unterschiede zwischen den Messsystemen klarer sichtbar.

6.3 Ergebnisse nach Harmonisierung

Die Ergebnisse der harmonisierten Messreihe sind in Tabelle 2 zusammengefasst.

 

Die zuvor beobachteten systematischen Abweichungen zwischen den Messinstanzen reduzierten sich deutlich. Die Mittelwerte der Systeme A und B liegen nahezu auf gleichem Niveau, während System C weiterhin eine geringere Schichtdicke ausweist. Die maximale Abweichung zwischen den Systemen beträgt nun rund 0,35 µm und liegt damit signifikant unter den Differenzen der ersten Messreihe.

Zur Visualisierung der Ergebnisse sind in Abbildung 6 die mittleren Abweichungen der Systeme sowie die jeweilige Streuung dargestellt. Die Darstellung zeigt, dass sich die Lage der Messsysteme deutlich angenähert hat, während die Streuung innerhalb der Systeme weiterhin bestehen bleibt.

Abb. 6: Mittelwerte und Standardabweichungen nach Harmonisierung

Abb. 7: Verteilung der Einzelmesswerte aus den vorgenommenen RFA-Messungen, die zu der Mittelung in Abbildung 6 geführt hat

 

Abbildung 7 zeigt ergänzend die Verteilung der Einzelmesswerte über die gesamte Stichprobe. Hier wird deutlich, dass sich die Messwerte der Systeme A und B über weite Bereiche überlagern, während System C weiterhin eine systematische Verschiebung zu niedrigeren Werten aufweist. Gleichzeitig bleibt die unterschiedliche Streuung zwischen den Systemen sichtbar, insbesondere die erhöhte ­Variabilität bei System B.

6.4 Einordnung

Die Gegenüberstellung der beiden Messreihen zeigt deutlich den Einfluss der harmonisierten Messbedingungen auf die Vergleichbarkeit der Ergebnisse (Tab. 3).

 

Während in der ersten Messreihe deutliche systematische Abweichungen zwischen den Messinstanzen zu beobachten waren, nähern sich die Mittelwerte nach Harmonisierung signifikant an. Insbesondere die Systeme A und B, die zuvor eine Differenz von rund 0,6 µm aufwiesen, liegen nach Angleichung der Mess­parameter nahezu auf gleichem Niveau. Die verbleibende Abweichung zwischen den Messsystemen reduziert sich damit deutlich und liegt im Bereich von etwa 0,3 µm bis 0,4 µm. Dies bestätigt, dass ein wesentlicher Anteil der zuvor beobachteten Unterschiede auf nicht harmonisierte Messbedingungen zurückzuführen ist.

Gleichzeitig zeigt die Auswertung, dass die Streuung innerhalb der einzelnen Messsysteme auch nach Harmonisierung weiterhin deutlich ausgeprägt ist. Zwar ist insbesondere bei System B eine Reduktion der Varia­bilität erkennbar, dennoch verbleiben Standardabweichungen im Bereich von 25 % bis 45 %. Diese verbleibende Streuung lässt sich nicht allein durch unzureichend kontrollierte Randbedingungen erklären, sondern ist in der Natur des Messverfahrens begründet. Die Röntgenfluoreszenzanalyse liefert kein direktes Abbild der lokalen Schichtdicke, sondern ein volumenintegriertes, modellbasiertes Ergebnis, das durch statistische Effekte, geometrische Einflüsse und Materialinhomogenitäten geprägt ist.

Vor diesem Hintergrund ist die Streuung nicht als zufälliger Messfehler im engeren Sinne zu verstehen, sondern als verfahrens­immanente Unsicherheit mit sowohl statistischen als auch systematischen Anteilen. Diese Unsicherheit ist auch bei optimal abgestimmten Messbedingungen nicht vollständig eliminierbar, sondern stellt eine grund­legende Eigenschaft des Verfahrens dar.

7 Erweiterte Betrachtung und Grenzen der Methode

Die in den vorherigen Kapiteln dargestellten Ergebnisse zeigen, dass sich die Vergleichbarkeit von RFA-Messwerten durch geeignete Maßnahmen deutlich verbessern lässt. Gleichzeitig wird jedoch auch deutlich, dass grundlegende Grenzen des Verfahrens bestehen, die sich nicht durch die Harmonisierung der Messbedingungen aufheben lassen. Diese Grenzen treten insbesondere bei komplexeren Schichtsystemen und bei ungünstigen Materialkombinationen in den Vordergrund.

7.1 Substrateinfluss bei gleichem Element

Ein besonders kritischer Fall liegt vor, wenn ein Element sowohl im Schichtsystem als auch im Substrat enthalten ist. Dies ist beispielsweise bei der Abscheidung von Nickel auf Edelstählen oder bei der Verkupferung von Messingen gegeben.

In derartigen Systemen überlagern sich die Fluo­reszenzsignale aus Schicht und Substrat. Eine eindeutige Trennung der Beiträge ist nur im Rahmen des verwendeten Auswerte­modells möglich und setzt voraus, dass die Zusammensetzung und Struktur des Substrats hinreichend genau bekannt sind und die Normierung gerätegerecht und auf das Bauteil bezogen durchgeführt werden.

Bereits geringe Abweichungen in der tatsächlichen Materialzusammensetzung oder in den angenommenen Modellparametern können zu signifikanten Fehlern in der berechneten Schichtdicke führen. Die Unsicherheit des Ergebnisses steigt in solchen Fällen deutlich an und ist stark modellabhängig.

Die im vorliegenden Beitrag bewusst vorgenommene Fokussierung auf die Zinnschicht trägt diesem Umstand Rechnung. Für die Nickelschicht würde unter den gegebenen Randbedingungen eine zusätzliche Unsicherheitskomponente auftreten, die eine isolierte Bewertung weiter erschwert.

7.2 Mehrschichtsysteme und Kopplung der Signale

In der galvanotechnischen Praxis treten oft Mehrschichtsysteme auf, beispielsweise bei Kombinationen aus Nickel, Kupfer und Zinn für Bauteile der Elektrotechnik. In solchen Fällen beeinflussen sich die einzelnen Schichten gegenseitig in der Signalentstehung.

Die von einer oberen Schicht emittierte Fluo­reszenzstrahlung wird teilweise in darunterliegenden Schichten absorbiert oder dort sekundär angeregt. Gleichzeitig trägt das Substrat zur Gesamtsignalintensität bei. Die Auswertung erfordert daher eine modellhafte Entkopplung der einzelnen Beiträge.

Diese Kopplung führt dazu, dass Fehler in der Bestimmung einer Schicht unmittelbar Auswirkungen auf die berechneten Dicken der benachbarten Schichten haben können. Die Unsicherheiten der einzelnen Schichten sind somit nicht unabhängig voneinander, sondern miteinander verknüpft.

Mit zunehmender Komplexität des Schichtsystems steigt daher auch die Empfindlichkeit gegenüber Modellabweichungen und Messbedingungen.

7.3 Einfluss von ­Schichtdicke und Eindringtiefe

Ein weiterer relevanter Faktor ist das Verhältnis von Schichtdicke zur Eindringtiefe der primären und sekundären Strahlung. Bei sehr dünnen Schichten wird ein erheblicher Teil des Signals durch das Substrat beeinflusst, während bei dickeren Schichten die Eigen­absorption innerhalb der Schicht selbst an Bedeutung gewinnt.

Dies führt dazu, dass die Sensitivität des Verfahrens nicht über den gesamten Dicken­bereich konstant ist. Insbesondere im unteren Mikrometerbereich kann die Trennschärfe zwischen Schicht und Substrat eingeschränkt sein, was die Genauigkeit der Bestimmung reduziert.

7.4 ­Modellabhängigkeit der Ergebnisse

Allen genannten Fällen ist gemeinsam, dass die RFA-Auswertung auf einem Modell basiert, das die physikalischen Wechselwirkungen im Material beschreibt. Dieses Modell enthält Annahmen über:

  • Schichtaufbau und Reihenfolge
  • Materialzusammensetzung
  • Dichte und Homogenität
  • geometrische Randbedingungen

Weicht das reale Bauteil von diesen Annahmen ab, so wirkt sich diese Abweichung unmittelbar auf das Ergebnis aus. Die Richtigkeit des Messergebnisses ist daher untrennbar mit der Gültigkeit des zugrunde liegenden Modells verknüpft.

In der praktischen Anwendung bedeutet dies, dass die Aussagekraft eines RFA-Messwerts nicht allein von der Messung selbst abhängt, sondern ebenso von der Qualität der Modell­annahmen und deren Übereinstimmung mit der Realität.

7.5 Konsequenzen für die ­Bewertung von Messergebnissen

Die dargestellten Zusammenhänge zeigen, dass RFA-Messwerte grundsätzlich im Kontext des jeweiligen Systems zu interpretieren sind. Eine absolute, systemunabhängige Aussage über die Schichtdicke ist insbesondere bei komplexen Schichtsystemen nur eingeschränkt möglich.

Für die Praxis ergeben sich daraus folgende Konsequenzen:

  • Messergebnisse unterschiedlicher Systeme sind nur unter definierten Bedingungen vergleichbar
  • die Kenntnis des Schichtsystems und des Substrats ist für die Bewertung essenziell
  • die Unsicherheit der Messung ist nicht nur statistisch, sondern auch modellbedingt zu betrachten

Die RFA bleibt ein leistungsfähiges und in vielen Fällen ausreichend genaues Verfahren zur Schichtdickenbestimmung. Ihre Grenzen liegen jedoch dort, wo die zugrunde liegenden Modellannahmen nicht mehr hinreichend erfüllt sind oder sich die Beiträge einzelner Materialien nicht eindeutig trennen lassen.

8 Fazit

Die Röntgenfluoreszenzanalyse ist ein leistungsfähiges und in der galvanotechnischen Praxis unverzichtbares Verfahren zur zerstörungsfreien Schichtdickenbestimmung. Die durchgeführten und hier beschriebenen Untersuchungen zeigen jedoch, dass RFA-Messwerte nicht als absolute und systemunabhängige Größen verstanden werden dürfen.

Bereits bei identischen Bauteilen können unterschiedliche Messsysteme zu signifikant voneinander abweichenden Ergebnissen gelangen. Ein wesentlicher Teil dieser Unterschiede lässt sich durch die Harmonisierung von Messbedingungen reduzieren. Hierzu zählen insbesondere die Verwendung von vergleichbaren Referenzmaterialien, die Definition reproduzierbarer Messpunkte sowie die Abstimmung von Messzeit, Kollimatorgröße und Kalibrationsstrategie.

Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass auch unter weitgehend harmonisierten Bedingungen systematische Abweichungen und verfahrensbedingte Streuungen bestehen bleiben. Diese Unsicherheiten sind keine Fehlanwendung des Verfahrens, sondern eine grundlegende Eigenschaft der Röntgenfluoreszenz­analyse als modellbasiertes Messverfahren.

Für die industrielle Praxis ergibt sich daraus eine wichtige Konsequenz: Die Aussagekraft einer Schichtdickenspezifikation wird nicht allein durch die geforderte Schichtdicke bestimmt, sondern ebenso durch die Fähigkeit des eingesetzten Messverfahrens, die geforderte Toleranz sicher aufzulösen.

Besonders bei dünnen galvanischen Schichten bewegen sich die in Spezifikationen geforderten Arbeitsfenster häufig in einer Größenordnung, die mit der real erzielbaren Messunsicherheit verschiedener RFA-Systeme vergleichbar ist. In solchen Fällen besteht die Gefahr, dass die Unterschiede zwischen Messsystemen größer werden als die zulässigen Toleranzbereiche der Bauteile selbst. Die Frage lautet daher nicht allein, ob eine Schicht innerhalb der Spezifikation liegt, sondern auch, mit welcher Unsicherheit diese Aussage getroffen werden kann.

RFA-Messwerte sollten deshalb stets im Kontext des verwendeten Messsystems, der zugrunde liegenden Modellannahmen und der zu erwartenden Messunsicherheit bewertet werden. Erst die transparente Betrachtung dieser Einflussgrößen ermöglicht eine belastbare technische Bewertung und vermeidet Fehlentscheidungen bei Freigaben, Reklamationen und Spezifikationsdiskussionen.

Oder in der Sprache der Praxis: Nicht die Zahl auf dem Display allein ist entscheidend, sondern die Kenntnis ihrer Entstehung und ihrer Grenzen.

Hinweis zur Erstellung des Beitrags

Der vorliegende Fachbeitrag wurde durch die Autoren erstellt. Für sprachliche Überarbeitung, Strukturierung und redaktionelle Unterstützung wurden Werkzeuge auf Basis künstlicher Intelligenz eingesetzt. Die fachliche Verantwortung für Inhalt, Aussagen, Dateninterpretation und Schlussfolgerungen liegt ausschließlich bei den Autoren.

Dieser Fachbeitrag ist aus Inhalten für den Anwenderkongress Steckverbinder 2026 entstanden.

 

 

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