Aufmerksamkeit, die verdient ist und Motivation liefert

Werkstoffe 08. 03. 2026

Ein großer Teil der Verfahrensvarianten für die Oberflä­chenbehandlung oder Beschichtung sind selbst Fachleuten in Bereichen wie Konstruktion oder Fertigungstechnik nur am Rande bekannt. Vor allem Informationen über die Voraussetzungen und Durchführung der Oberflächenbehandlung sind nur spärlich bekannt. Dies gilt insbesondere auch für die Eigenschaften der Beschichtungen beziehungsweise der Kombination aus Grundwerkstoff und Beschichtung. Daraus resultieren falsche Erwartungen an Oberflächenbehandlungen oder häufig wird auch deren Nutzung vermieden.

Besonders erfreulich ist es daher, wenn Hersteller von Beschichtungen und deren Kunden gemeinsam über die Leistungsfähigkeit ihrer Arbeit berichten, wie dies das Unternehmen Eloxalwerk Ludwigsburg mit dem Einsatz der besonders leistungsfähigen und zukunfts­trächtigen Beschichtung in der Form der PEO-Schicht (PEO – plasmaelektrolytische Oxidation) beim weltbekannten Konzern Stihl jetzt tut (Bericht auf Seite 4). Mit diesem Einsatzfall gelingt es zum Beispiel, das Leichtmetall Magnesium so zu schützen, dass es die geforderten besonders hohen Anforderungen an Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit unter Extrembedingungen erreicht. Aber nicht nur bei mechanischer und korrosiver Belastung kann die plasmaelektrolytische Oxidation außerordentliche Eigenschaften erzielen – auch bei den optischen Anforderungen, wiederum auf Leichtmetallen, kann die erzielte Beschichtung überzeugen (Beitrag auf Seite 29 ff.).

Neben der relativ neuen Technologie des plasmaelektrolytischen Oxidierens hat sich auch die klassische galvanotechnische Abscheidung in modernsten Fertigungsbereichen als unentbehrlich erwiesen. Der neue aktivierte DGO-Fachausschuss Galvanoformung bot in seiner ersten Präsenzsitzung den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Verfahren und daraus hergestellte Produkte vorzustellen (Beitrag auf Seite 34 ff.). Selbst erfahrene Fachleute der Galvanotechnik kommen ins Staunen, wenn sie erfahren, dass Hightech-Produkte wie Röntgenspiegel, Ablenkspulen in Rasterelektronenmikroskopen, Prägezylinder für den Druck von Banknoten oder optische Mikrobauteile für die Medizintechnik nur mit hochpräziser galvanischer Nickel- oder Kupferabscheidung herstellbar sind.

Es lohnt sich also nach wie vor, sich mit der Weiterentwicklung klassischer und bewährter Oberflächentechnik zu befassen. Wir werden Sie auch in Zukunft hier auf dem Laufenden halten.

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