Die Automobilindustrie bietet aufgrund der zahlreichen unterschiedlichen Fertigungsbereiche und der Tatsache, dass die verschiedensten Werkstoffe miteinander kombiniert werden, gute Ansatzpunkte für den Einsatz des Atmosphärendruckplasmas. Vor allem bei der Erzeugung von Oberflächeneffekten auf den Werkstoffen bietet sich die Plasmatechnik an, da sie die mechanischen Eigenschaften der Grundwerkstoffe nicht verändert. Zudem lässt sie sich sehr gut automatisieren, weist eine hohe Energieeffizienz aus und überzeugt häufig durch kurze Prozessstrecken und Prozesszeiten. Vor allem für die Reinigung oder die Vorbehandlung von Werkstoffen für das Kleben konnten bisher sehr gute Ergebnisse realisiert werden. Interessant ist zudem die Einsatzmöglichkeit in der additiven Fertigung oder bei der Oberflächenbehandlung von Holzwerkstoffen.
Dr. Kerstin Horn, Innovent e. V. Technologieentwicklung Jena, eröffnete den 50. Workshop des Anwenderkreises für Atmosphärendruckplasma im August-Horch-Museum für Automobilbau in Zwickau. Thematischer Schwerpunkt der Veranstaltung war der Einsatz des Atmosphärendruckplasmas in der Fahrzeugtechnik. Bereits seit vielen Jahren präsentiert der ak-adp mit seiner Themenauswahl eine große Zahl an interessanten Industrie- und Technikbereichen, in denen Atmosphärendruckplasma eingesetzt wird. Als Hauptanwendung der Plasmatechnik unter Atmosphärendruck stand dabei die Haftungsverbesserung in nahezu allen Veranstaltungen im Vordergrund. Etwas aus dieser Reihe ausgeschert ist die Anwendung in der Medizin, bei der beispielsweise die Wundbehandlung oder auch die Reaktionstechnik angesprochen wurde und wird. Besonderen Dank sprach Dr. Horn den Sponsoren der Veranstaltung und des im Zweijahresrhythmus vergebenen Preises für die Nachwuchsförderung aus.
Westsächsische Hochschule Zwickau und Stadt Zwickau
Prof. Dr. Jan Schubert, Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ), stellte zu Beginn der Tagung die Hochschule in Zwickau mit ihrem Schwerpunkt als Hochschule für Mobilität vor. Die Einrichtung mit derzeit 3100 Studierenden vertritt 60 Fachrichtungen und beschäftigt derzeit etwa 140 Professoren. Pro