An der Fakultät Automobil- und Maschinenbau der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) ist das Forschungsprojekt EProKry- Effiziente Prozessketten für die rückstandsfreie Fertigung von Medizinbauteilen durch kryogene Zerspanungstechnologien gestartet.
Beim Einsatz von Medizinprodukten ist deren Sauberkeit von wesentlicher Bedeutung. Bei der aktuellen Herstellung dieser Bauteile sind erhebliche, nachträgliche Reinigungsaufwände zur Eliminierung herstellbedingter Verunreinigungen notwendig. Mithilfe neuer Prozessketten soll im Rahmen dieses Forschungsprojekts die saubere Herstellung durch den Einsatz von kryogener Kühlung ermöglicht werden. Dadurch werden bisherige, nachgelagerte und aufwändige Prozesse zur Reinigung drastisch reduziert.
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Alterung der Gesellschaft und dem damit verbundenen, steigenden Bedarf an Instrumenten, Implantaten und Komponenten für medizinische Geräte sind die hier anvisierten Innovationen zur effizienten sauberen Herstellung von hoher Bedeutung.
Vier klein- und mittelständische Unternehmen und die WHZ als Forschungspartner entwickeln gemeinsam Anlagen- und Prozesstechnik zur Realisierung der neu geplanten, kryogenen Prozesskette und werden diese abschließend in eine reale Fertigungsumgebung übertragen. Unterstützt wird das Konsortium durch assoziierte Partner wie das marktführende Medizinalunternehmen B. Braun SE/Aesculap, den Maschinenhersteller Chiron Group SE und das NMI Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut an der Universität Tübingen.J. Siemann/S.Vogelsang
Kontakt
Dr.-Ing. Jan Glühmann, E-Mail: jan.gluehmann@whz.de
- www.whz.de

Text zum Titelbild: Am 28. Januar 2026 fand die Auftaktveranstaltung des neuen Forschungsprojektes im Laborbereich der Fakultät Automobil- und Maschinenbau statt (Bild: J.Siemann/WHZ)