B+T mit zwei Ständen auf der SurfaceTechnology Germany vertreten

Oberflächen 09. 05. 2024
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Frank Benner von der B+T Unternehmensgruppe erwartet mit Spannung die diesjährige Fachmesse für Oberflächentechnik SurfaceTechnology Germany in Stuttgart. Im Gespräch mit Sigrid Frey gibt er Einblick in die Leistungsfähigkeit seines Unternehmens und erläutert die daraus entstandenen Aktivitäten für die SurfaceTechnology Germany 2024.

Sigrid Frey: Herr Benner, Sie sind CEO einer Unternehmensgruppe. Das Kerngeschäft Ihres Unternehmens ist Oberflächenbeschichtung. Die Messe SurfaceTechnology in Stuttgart wirft bereits ihre Schatten voraus. Sie werden in Stuttgart mit zwei Ständen vertreten sein. Warum zwei Stände?

Frank Benner: B+T wird dieses Jahr auf der SurfaceTechnology zwei Mal vertreten sein, um mehr als nur ein Interessengebiet tief­gehend abzudecken!

In Halle 1, auf dem Gemeinschaftsstand des ZVO, sind wir mit an Stand C33(07). Hier liegt unser Hauptaugenmerk auf Analysentechnik und Digitalisierung zur Optimierung von Produktionsprozessen. An diesem Stand finden die Besucher uns gemeinsam mit den Unternehmen Gravitech und dem gemeinsamen Tochterunternehmen BAG Smart Analytics.

Zusätzlich dazu erwartet unsere Besucher an Stand H 16, dem Gemeinschaftsstand der WOTech GbR, geballtes Wissen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung. Wir werden vor allem Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie KI in der Oberflächentechnik thematisieren, ohne dabei den Menschen im Mittelpunkt zu verlieren.

Sigrid Frey: Was gibt es Neues bei B+T?

Frank Benner: Bei B+T gibt es aufregende Neuigkeiten! Wir setzen verstärkt auf Nachhaltigkeit und CO2-Reduzierung mit unserem straffen Fahrplan Go Green now. Aktuell errichten wir eine völlig neue Fertigungslinie mit innovativen Ansätzen für eine nachhaltige Prozessführung. Die TU Chemnitz unterstützt uns dabei mit wertvollen ­Untersuchungen und später mit KI für die Optimierung von Fertigungsprozessen. Eine weitere Forschungsanlage steht kurz vor der Fertigstellung, fokussiert auf agile Prozessführungen und die Entwicklung CO2-reduzierter Verfahren. Wir sind stolz auf diese Fortschritte und freuen uns darauf, einen Beitrag zu einer umweltfreundlichen Zukunft zu leisten.

Sigrid Frey: Was nehmen Sie auf die Messe mit?

Frank Benner: Auf die Messe bringen wir Einblicke in die Umsetzung von ­resilienter Unternehmens- und Prozessführung mit. Wir präsentieren dabei erfolgreiche ­Strategien und Technologien, die Unternehmen dabei unterstützen, sich flexibel an Veränderungen anzupassen und Herausforderungen zu bewältigen. Unsere Lösungen zeigen, wie Unternehmen widerstandsfähig bleiben und langfristig erfolgreich sein können.

Sigrid Frey: Wo liegen Ihre Erwartungen an die Surface?

Frank Benner: Wir erwarten von der Messe als DEM führenden Branchentreffpunkt, ­unsere Netzwerke zu erweitern sowie neue Entwicklungs- und Forschungspartnerschaften zu finden. Unser Fokus liegt darauf, innovative Lösungen zu entdecken, die das Potenzial haben, den Markt der Oberflächenveredelung nachhaltig zu verändern und zu bereichern.

Sigrid Frey: In letzter Zeit haben Sie sich öfter öffentlich zum Thema Bürokratie geäußert. Gibt es neben dem Thema Bürokratie aktuell noch weitere Themen, die Ihnen Sorge bereiten?

Frank Benner: Neben der überbordenden Bürokratie bereitet mir aktuell der Fachkräftemangel Sorgen. In vielen Branchen ist es schwer, qualifiziertes Personal zu finden. Hier stellt die Oberflächentechnik keine Ausnahme dar. Dadurch werden Wachstum und Innovationen nachhaltig behindert. Der politischen Antwort auf diese drängende Frage, Fachkräfte einfach aus dem Ausland anzuwerben, widerspreche ich vehement. Das deutsche Verständnis von Fachkraft und die damit verbundene duale Ausbildung sind ja kaum außerhalb des deutschsprachigen Raums zu finden. Und dann Ingenieure aus Drittländern abzuziehen, bedeutet dann doch in letzter Konsequenz ein Fehlen von Eliten in diesen Ländern mit noch weiterer Verarmung und Rückgang an wirtschaftlicher Entwicklung. Zusätzlich belasten uns Einschränkungen, sei es durch den massiven Anstieg von regulatorischen Vorgaben oder externe Faktoren wie die aktuelle Wirtschaftslage unseres Landes. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist es wichtig, dass die Branche sich Gehör verschafft; einige Stimmen sind ja bereits zu hören. Klare Stellungnahmen gegenüber der Politik sind unabdingbar, um auf die spezifischen Bedürfnisse und Probleme der Unternehmen aufmerksam zu machen. Außerdem sollten wir Politiker aktiv einladen, um direkte Gespräche zu führen und Lösungen zu erarbeiten, die den Bedürfnissen der Wirtschaft gerecht werden.

Sigrid Frey: Welche Eigenschaften muss ein Unternehmer nach Ihrer Einschätzung heute für eine Gründung mitbringen – besonders aufgrund sich permanent verändernder Gesetze und Anforderungen des Markts?

Frank Benner: Ein erfolgreicher Unternehmer muss heute vor allem Anpassungsfähig­keit und Resilienz besitzen. Angesichts ständig wechselnder Gesetze und Marktbedingungen sind Flexibilität und die Fähigkeit, sich schnell an neue Herausforderungen anzupassen, entscheidend. Zudem ist Durchhaltevermögen unerlässlich, um Rückschläge zu überwinden und langfristige Ziele zu verfolgen. Innovationsgeist und die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und zu nutzen, sind ebenfalls von großer Bedeutung. Letztlich sind ein ausgeprägtes Netzwerk und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit entscheidend, um erfolgreich zu gründen und zu wachsen.

Sigrid Frey: Was wünschen Sie sich für die Zukunft ihres Unternehmens?

Frank Benner: Für die Zukunft meines Unternehmens wünsche ich mir weniger Eingriffe und Regulierungen seitens der Politik und Verwaltung. Es ist entscheidend, dass die Weichen zur Sicherung der deutschen Wirtschaft gestellt werden, ohne jedoch einerseits von Deutschlandgeschwindigkeit zu sprechen und andererseits auf allen Bremsen zu stehen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Regulierung und wirtschaftlicher Freiheit ist für nachhaltiges Wachstum und Innovation unerlässlich.

Sigrid Frey: Viel Erfolg auf der Messe!

(Hinweis: Sigrid Frey ist bei der B+T Unternehmensgruppe für Marketing/Kommunikation zuständig)

Frank Benner sieht sein Unternehmen und die gesamte Branche der Oberflächentechnik durch Bürokratie erheblich belastet(Bild: B+T)

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