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Verbände 08. 10. 2023
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Zentralverband Oberflächentechnik e.V.(ZVO)

#AzubiChallenge23 auf Instagram

Mit dem Ziel, die gewerblichen Ausbildungsberufe der Galvano- und Oberflächentechnik bekannter zu machen, hat der ZVO unter Federführung der ZVO 2.0-Nachwuchsunternehmer einen Video-Wettbewerb für Auszubildende ausgerufen. Den Gewinnern winken attraktive Geldpreise.

Den Gewinnern der #AzubiChallenge23 winken attraktive Geldpreise (Bild: ZVO)

 

Die #AzubiChallenge23 richtet sich an aktuelle gewerbliche Auszubildende aus den ZVO-Mitgliedsunternehmen. Mit einem maxi­mal 90-sekündigen Video für Instagram, ob allein oder als Team erstellt, können sich Auszubildende bewerben. Das Reel soll zeigen, warum ein Job in der Galvano- und Oberflächentechnik so reizvoll, spannend, abwechslungsreich, zukunftsträchtig etc. ist. Und damit Jugendliche motivieren, sich für eine Ausbildung in der Galvanotechnik zu bewerben. Aber Achtung: Nur die Azubis dürfen an der Erstellung mitwirken. Unterstützung durch Marketingagenturen oder ähnliches ist nicht erlaubt. Mehrfacheinsendungen je Unternehmen sind jedoch möglich.

Die eingereichten Videos werden über den ZVO-Instagram-Account gepostet. Die Gewinner ergeben sich durch die Anzahl der Likes im Feed. Prämiert werden die drei besten Reels: Für das Video mit den meisten Likes gibt es 1500 Euro, für das Zweitplatzierte 1000 Euro und das Drittplatzierte 500 Euro.

Eingereicht werden können die Videos vom 1. August bis 1. November 2023 per E-Mail oder alternativ WeTransfer an AzubiChallenge23@zvo.org. Sollte eine spezielle Beschreibung inklusive Hashtags oder @-Verlinkten-
Accounts gewünscht sein, so sind diese mit zu benennen.). Stichtag der Bewertung ist der 1. Dezember, 15:00 Uhr; die Gewinner werden am 8. Dezember bekanntgegeben.

Die Videos werden unmittelbar nach Einreichung als Reels auf dem ZVO-Instagram-Kanal gepostet, versehen mit dem Hashtag #AzubiChallenge23.Mit Hochladen der Videos geht ein Mitverwendungsrecht an den ZVO über, selbstverständlich immer mit Urhebernachweis.

Bei der Erstellung der Videos ist darauf zu achten, dass keine Ton- oder Bildrechte Dritter verletzt werden.

Die neue Karriereseite des ZVO ist online: Unter https://glanzvolle-karriere.de finden Interessierte nun alles über Ausbildung, Studium und Weiterbildung in der Galvano- und Oberflächentechnik.

Die neue Karriereseite des ZVO (Bild: ZVO)

 

Die neue Website vereint die bildungsrelevanten Inhalte der Galvano- und Oberflächentechnik auf nur einem Karriereportal. Unter glanzvolle-karriere.de sind nun alle Informationen zu den Ausbildungs-, Studien- sowie Weiterbildungsmöglichkeiten von den Homepages und der Ausbildungsseite des ZVO zusammengeführt. Die neue Karriereseite löst damit oberflaechenbeschichter.org ab.

Sie bietet einen Einblick in die Branche und ihre Berufe, eine Liste mit Ausbildungsbetrieben, Berufs- und Hochschulen, Veranstaltungen, News, Videos und vieles mehr in einem frischen und modernen Look.

Der PCF-Calculator für die ­Galvano- und Oberflächentechnik kommt

Im Rahmen eines ZVOonlineDialogs, der exklusiven und kostenlosen Onlineplattform für ZVO-Mitglieder, fand am 7. September 2023 ein virtuelles Kick-off-Meeting für das Footprint Reduction Tool FRED statt.

FRED war damit bereits zum zweiten Mal Thema eines ZVOonlineDialogs: Am 12. Juni war die erste Vorstellung des Footprint Reduction Tools erfolgt. Am 6. Juli 2023 entschied dann der ZVO-Vorstand einstimmig die Beteiligung an der FRED GmbH und die gemeinsame Entwicklung eines speziell auf die Galvano- und Oberflächentechnik zugeschnittenen Tools zur Ermittlung von Product Carbon Footprints (PCF). Es basiert auf primären Daten von Mitgliedsunternehmen, deren Erfassung in Kürze beginnt.

Im ZVOonlineDialog stellte zunächst Tobias Hain, Geschäftsführer des Industrieverbands Massivumformung und der FRED GmbH den 70 Teilnehmern nochmals kurz das Tool vor. Die hohe Teilnehmerzahl spiegelt das große Interesse und den Bedarf wider. Zahlreiche konstruktive Fragen aus den Reihen der Teilnehmer trugen dazu bei, FRED besser zu verstehen. So wurde auch deutlich, dass nicht nur Galvaniken, sondern zum Beispiel auch Verfahrenslieferanten das System nutzen können.

Im Rahmen von sechs Besuchsterminen bei ZVO-Mitgliedsunternehmen mit unterschiedlichen Oberflächenspektren werden bis Mitte November exemplarische ­Prozessketten definiert, aus denen anschließend die Daten­erhebungsbögen entwickelt und den ZVO-Mitgliedern zur Bearbeitung bereitgestellt werden.

ZVO-Geschäftsführer Christoph Matheis betonte ausdrücklich, dass unternehmensindividuelle Daten weder dem ZVO bekannt noch in den allgemeinen ZVO-FRED eingestellt werden. Dort finden ausschließlich kumulierte Werte Eingang.

Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e. V.(DGO)

Neue Forschungsprojekte, ­Dialog mit dem Nachwuchs und Wahlen zum Vorstand bei der DGO-Mitgliederversammlung

Die diesjährige DGO-Mitgliederversammlung fand virtuell am 15. Juni 2023 von 14:00 bis 15:30 Uhr statt. DGO-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Metzner führte durch die Sitzung, wobei er unter anderem beim Tätigkeits- und Finanzbericht von Dr. Daniel Meyer, technischer Geschäftsführer DGO, und Geschäftsführer Christoph Matheis unterstützt wurde. Christoph Matheis moderierte darüber hinaus anstehende Beschlussfassungen über das Online-Abstimmungstool Votebox.

Nach einem Kurzbericht über die ­Tätigkeiten der DGO-Fachausschüsse und -Arbeitskreise berichtete Dr. Meyer aus dem Bereich Forschung: Zum einen wurde der Ende 2022 eingereichte Förderantrag zum ZIM-Innovationsnetzwerk DiWeGa im März 2023 bewilligt. Projektstart war der 1. April 2023. Zum anderen wurde ein Förderantrag für das vom BMBF ausgeschriebene Projekt Biologi­sierung der Technik gemeinsam mit Biokon und der DGM gestellt. Dieses Vorhaben ist mit Blick auf die Aufgabenstellung und die finanzielle Förderung analog zu dem ausgelaufenen Vorhaben InnoEMat zu bewerten. Projektlaufzeit ist ebenfalls vier Jahre. Das Vorhaben wurde mittlerweile bewilligt und startet Ende des Jahres.

Eine der zahlreichen Maßnahmen zur Nachwuchsansprache ist das jährliche Treffen des DGO-Nachwuchsforums, das auch in diesem Jahr wieder sehr gut besucht war. Neu ist die Erweiterung der Zielgruppe von ausschließlich Doktoranden auf Berufs- und Fachschüler, Bachelor- und Masterstudenten, derzeit Promovierende oder bereits Promovierte am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere aus den Bereichen Elektrochemie, Galvano- und Oberflächentechnik. Darüber hinaus baut die DGO weiter ihre Online-Praktikumsbörse mit Angeboten für bezahlte Praktika für Studierende auf der DGO-Website aus. Fortgeführt wird die Ehrung der besten Schulabsolventen im Beruf Oberflächenbeschichter. Neu ist die Möglichkeit für Unternehmen, Angebote für die Betreuung von Abschlussarbeiten sowie Studien- und Projektarbeiten auf der Website zu veröffentlichen. Ebenfalls neu für den Nachwuchs ist das Angebot für eine kostenfreien Mitgliedschaft bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs.

Zum Ende dieses Jahres werden gemäß Satzung Katja Feige, Prof. Andreas Bund und Andreas Schütte den Vorstand verlassen. Sabine Sengl und Dr. Thorsten Kühler wurden wiedergewählt; neu in den Vorstand ­gewählt wurden Prof. Timo Sörgel sowie Dr. Georg Andersohn.

Zum Abschluss wies Christoph Matheis auf bevorstehende Veranstaltungen hin und bedankte sich bei den Empfängern der Ehrennadel für zehnjährige und 25-jährige Mitgliedschaft und Treue zur DGO.

Das Protokoll zur Mitgliederversammlung nebst Anlagen und die ­Präsentationsfolien sind im passwortgeschützten Mitgliederbereich auf der Website unter Mitgliederversammlungen abrufbar.

Die DGO-Bezirksgruppe Thüringen veranstaltete erstmals ein Sommerfest an der Technischen Universität Ilmenau, das von der Firma Spaleck Oberflächenveredlung GmbH gesponsert wurde. Auch Fachkollegen aus den ansässigen Thüringer Galvanikbetrieben konnten begrüßt werden.

Gut gelaunte Teilnehmer beim Sommerfest der DGO-Bezirksgruppe Thüringen (Bild: Dr. Mario Kurniawan)

 

In lockerer Atmosphäre bei Bratwurst und Rostbrätel fanden interessante Gespräche zur Wirtschaftslage der mittelständischen Galvaniken in Thüringen und zu den weiteren Aktivitäten der Bezirksgruppe statt. Die Veranstaltungen des ersten coronafreien Halbjahres 2023 fanden ein reges Interesse unter den Teilnehmern. Deshalb werden die regulären Veranstaltungen mit einer Exkursion zu N3 Engine Overhaul Services & Co. KG in Arnstadt, dem Technologiezentrum für die Instandsetzung und Reparatur von Rolls-Royce-Triebwerken, im Oktober fortgesetzt. Dazu wird eine hohe Beteiligung der Fachkollegen erwartet. Nach der Fortsetzung der Vortragsreihe im November klingt im Dezember schließlich das Jahr 2023 mit der Auswertung des Jahres und der Planung für 2024 aus.

Für die folgenden Veranstaltungen wünscht sich DGO-Bezirksgruppenleiter ­Mathias Fritz eine weiterhin gute Beteiligung und eine aktive Mitarbeit bei der inhaltlichen Gestaltung der Vorträge für das nächste Jahr. Zum Abschluss bedankte sich Fritz beim Sponsor für die finanzielle Unterstützung des gelungenen Sommerfestes.Dr. Peter Kutzschbach

Die DGO-Bezirksgruppe Nürnberg besuchte im Rahmen ihrer Sommerexkursion am 13. Juni die Firmen Sager & Mack in Ilshofen-Eckartshausen sowie REISSER-Schraubentechnik in Ingelfingen-Criesbach.

Erstes Ziel der Gruppe war die Firma Sager & Mack. Inhaber Peter Mack begrüßte die Teilnehmer herzlich und ein zweites Frühstück stand auch schon für die Gäste bereit. Anschließend nahmen die BG-Mitglieder an einer Firmen- und Produktpräsentation über Pumpen, Filter und deren Anwendung teil. Gleich danach startete die Firmenbesichtigung mit den Schwerpunkten Maschinenpark, Personal, Lagerhaltung und Logistik.

Peter Mack von Sager & Mack führte die Mitglieder der BG Nürnberg mit Freude durch seinen Betrieb (© Vera Krüger)

 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter zum zweiten Ziel der Exkursion, der REISSER-Schraubentechnik. Im Anschluss an die Begrüßung durch Marc Binder, Techni­scher Leiter der Galvanik, sowie Frank ­Sauer stand auch hier zunächst eine Firmen- und Produktpräsentation auf dem Programm, kombiniert mit anschließender Werksbesichtigung und ausführlicher Erklärung der einzelnen Produktionsprozesse bei der Herstellung von Schrauben.

Zum Abschluss der Exkursion erwartete die Teilnehmer eine gemütliche Einkehr in einer Vesperstube in Künzelsau-Belsenberg. Den Ausklang des Tages nutzten die BG-Mitglieder, um sich noch einmal über die zahlreichen und interessanten Eindrücke der beiden Firmenbesichtigungen auszutauschen und private und geschäftliche Kontakte zu knüpfen.

Zum Treffen der Bezirksgruppe Sachsen am 22. Juni 2023 an der TU Chemnitz begrüßten die Leiterin Marion Regal und die Zuhörerschaft den Referenten Alois Kinateder von der GusChem – G & S. Philipp Chemische Produkte Vertriebs-Gesellschaft. Kinateder verfügt über einen großen praktischen Erfahrungsschatz, den er als langjähriger Betriebsleiter in Galvanikbetrieben erworben hat. Seit 2012 ist er für die GusChem tätig. Schwerpunkte der GusChem sind die langfristige Verhinderung von Mikroorganismenbefall, die vollständige Anlagenreinigung sowie die Abwasserbehandlung.

Der Vortrag von Kinateder Was wächst denn da? Verkeimungen und Biofilme erkennen und vermeiden umfasste eine große Bandbreite: vom Stammbaum der Mikroorganismen bis zu den Strategien zur Vermeidung einer neuen Verkeimung der Anlage. Eine Anlage wird meist von einer Gemeinschaft aus einer Vielzahl an Mikroorganismen (Mikrobiom) befallen, erkennbar anhand der Ausbildung eines schmierigen Films an Wandungen von Behältern, Dichtungen und Rohrleitungen. Dieser Film wird als extrazelluläre polymere Substanz (EPS) bezeichnet und kann wenige Mikrometer bis mehrere Zentimeter Dicke in Extremfällen umfassen. Diese EPS schützt die Mikroorganismen vor Austrocknung und Reinigungsmitteln. Verzögerungen bei der Ausbildung des Biofilms in Systemen sind normal, da die Mikroorganismen häufig bereits inaktiv vorhanden sind. Erst äußere Umwelteinflüsse aktivieren zu einem Zeitpunkt X die exponentielle Vermehrung der Mikroorganismen. Das können der Eintrag von Nährstoffen und, wie in vielen Anlagen typisch, eine Betriebstemperatur von 30 °C bis 40 °C sein.

Praxiserfahrungen zeigen, dass besonders neue Anlagen schneller einen Aufwuchs von Mikroorganismen aufweisen als länger im Betrieb befindliche. Hier ist der Eintrag von Mikronährstoffen in Form von Weichmachern aus Kunststoffen als Ursache bekannt. Gute Wachstumsbedingungen finden Mikro­organismen auf rauen Oberflächen, in nicht genutzten Rohrleitungen, bei geringen Durchflussgeschwindigkeiten oder durch Lichtein­wirkung. Großen Einfluss auf die Biofilmbildung haben auch die verwendeten Werkstoffe.

Das Aufwachsen des Biofilms umfasst mehrere Stadien und meist fällt dieser erst negativ durch die Ablösung von Biofilmbestandteilen auf. Das betrifft circa zehn Prozent der gesamten biologischen Masse im Gesamtsystem. Kinateder zeigte den Teilnehmern Beispiele aus der Praxis und erläuterte, wie biologische Bestandteile unter anderem in Metallschichten, zum Beispiel bei der Verchromung, eingebaut werden können und zu Fehlern in der abgeschiedenen Schicht führen.

Alois Kinateder nannte eine Reihe von Maßnahmen und Strategien, um dieser ­Thematik beizukommen. Diese können je nach ­Prozess und Möglichkeit der Anlage sehr unterschiedlich ausfallen. Eine Möglichkeit besteht darin, das gesamte System auf 60 °C aufzuheizen, um die Mikroorganismen abzutöten. Hier muss sichergestellt sein, dass dies überall im Gesamtsystem gewährleistet ist (Beachtung der verbauten Werkstoffe). Weitere Möglichkeiten wären eine vollständige Systemreinigung mit Reinigern, starken Säuren und Laugen oder der kurzfristige Einsatz von Biozid in hohen Mengen. Letzteres empfiehlt sich allerdings nur bei geringem Befall und der Abwesenheit starker Verkrustungen.

Im Anschluss empfiehlt es sich, eine Reinfektion der Anlage zu vermeiden, beispielsweise durch einen turnusmäßigen Reinigungszyklus, Minimierung der Nährstoffquellen, regelmäßigem Austausch von Dichtungen und Silikonschläuchen, Rückbau ungenutzter Rohrleitungssysteme, eine automatisierte Biozidnachdosierung und die Vermeidung von anaeroben Zonen in der Anlage. Gemäß seiner Erfahrung sei die Kombination von UV-Lampen und Kreislaufsystemen keine gewinnbringende Strategie, so Kinateder.

Die BG Sachsen bedankte sich bei Kinateder für den spannenden Vortrag und die Einblicke in die Praxis.
Dr.-Ing. Mathias Weiser/Marion Regal

­Aluminiumproduktion zweistellig im Minus

Die Aluminiumproduktion in Deutschland ist nach Angaben von Aluminium Deutschland im zweiten Quartal erneut deutlich gesunken. Bei den Primäraluminiumhütten ging das Produktionsvolumen um knapp die Hälfte zurück, im weiterverarbeitenden Halbzeugbereich lag der Rückgang im zweistelligen Prozentbereich.

Wie AD-Präsident Rob van Gils betonte, habe der Exodus der Industrie bereits begonnen und nehme immer mehr Fahrt auf. Die industrielle Wertschöpfung und damit der Wohlstand in Deutschland stünden auf dem Spiel. Die Bundesregierung müsse dringend gegensteuern. Es ginge nicht um Dauersubventionen, sondern um eine Brücke. Und um mehr als 60 000 Jobs in der Aluminiumindustrie. Wir begrüßen die Ankündigung des Bundeskanzlers, durch strukturelle Maßnahmen die Energiepreise in Deutschland auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu senken. Aber wir können nicht darauf allein setzen, sagt Rob van Gils. Die Zeit dränge und wenn große Teile der Industrie weg seien, kämen sie nicht mehr zurück. Mit allen Konsequenzen für industrielle Wertschöpfung und Unabhängigkeit des Landes.

Die Herstellung von Rohaluminium ging im zweiten Quartal um 14 Prozent auf rund 748 000 Tonnen zurück. Nach dem ersten Halbjahr liegt der Output bei gut 1,5 Millionen Tonnen. Dabei sank die Herstellung von Primäraluminium im Zeitraum von Januar bis Juni um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – die Hütten produzierten rund 98 000 Tonnen. Vor der Energiekrise stellten sie fast dreimal so viel her.

Der weiterverarbeitende Aluminiumhalbzeug­bereich verzeichnete mit knapp 595 000 Tonnen im zweiten Quartal ebenfalls ein deutliches Minus (-12 %). Dabei lag der Rückgang sowohl bei den Herstellern von Strangpress­erzeugnissen (-16 %) als auch bei den Produzenten von Walzprodukten (-11 %) im zweistelligen Bereich. Im ersten ­Halbjahr wurden insgesamt 1,2 Millionen Tonnen Halbzeuge in Deutschland hergestellt (-10 %).

Deutschland wird nach den Worten von Rob van Gils als einziges Industrieland in diesem Jahr nicht wachsen. Das sollte uns allen zu denken geben – und zwar grundlegend, so der AD-Präsident. Die Produktions- und Investitionsbedingungen müssten deutlich verbessert werden. Die Nachfrage aus wichtigen Kundenbranchen wie die Bauwirtschaft und der Maschinenbau sei weiter rückläufig. Und der Aufschwung scheint weiter weg denn je. Die Sorgenfalten werden tiefer.

Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.(DVS)

Professor Dr.-Ing. Thomas ­Böllinghaus ist neuer Präsident des IIW

Am 16. Juli bestätigte die IIW General Assembly die Wahl des neuen Präsidenten, Prof. Dr.-Ing. Thomas Böllinghaus. Er übernahm das Amt am 24. Juli 2023 von seinem Vorgänger, dem Schweizer Dr.-Ing. Sorin Keller.

Die 76. IIW Annual Assembly and International Conference des International ­Institute of Welding (IIW) in Singapur war in diesem Jahr für den DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. – von besonderer Bedeutung: Professor Dr.-Ing. Thomas Böllinghaus wurde als Präsident des IIW bestätigt. Damit ist eine sehr wichtige Position in den Lenkungsgremien des internationalen Verbands für die Schweißtechnik durch einen Delegierten des DVS besetzt. Bisher war Böllinghaus als Chair Commission IX, Vizepräsident und als Schatzmeister (Treasurer) im IIW ehrenamtlich tätig. Jetzt tritt er die Nachfolge des vorigen Präsidenten des IIW, Dr.-Ing. Sorin Keller, für den Zeitraum von drei Jahren von 2023 bis 2026 an.

Für Böllinghaus rundet diese verantwortungsvolle, ehrenamtliche Aufgabe seine inzwischen 28-jährige, aktive ­Mitarbeit im IIW ab. Als Präsident habe ich nun die Gelegenheit, strategisch die Zukunft des IIW mitzugestalten, so Böllinghaus. Das IIW vereint nach seinen Worten in hervorragender Weise die Bereiche Forschung und Entwicklung mit Lehre und Ausbildung für die Wirtschaft und Industrie.

Seine Vision ist es, das IIW noch mehr als bisher zu internationalisieren, und vor allem auch die Schwellenländer mit ihrem unglaublichen Potential an jungen ­Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen für die neuen, wirklich wichtigen Themen im Rahmen der internationalen Kooperationen zu motivieren. Die schweißtechnische Fertigung für die neuen Grünen Wasserstofftechnologien sowie die weltweit kontinuierlich zunehmende Umstellung auf additive Fertigungsverfahren seien dabei nur zwei Beispiele für die vielen spannenden Zukunftsthemen rund um die internationale Schweißtechnik.

Verband für die Oberflächenveredelung von Aluminium e. V. (VOA)

Gebündeltes Praxiswissen für Beschichter und Eloxierer

Vom 7. bis zum 9. November 2023 finden das Qualicoat- und Beschichtungs-Seminar sowie das Eloxal-Seminar Aus der Praxis für die Praxis des Verbands für die Oberflächenveredelung von Aluminium e. V. (VOA) in Präsenz statt. Im Hotel Jagdschloss Kranichstein bei Darmstadt bietet der Verband die Möglichkeit zu einem innovativen, fachlichen Austausch und vermittelt Grundlagen sowie neueste technische Trends; die Seminare sind gleichermaßen geeignet für Einsteiger wie für Fortgeschrittene. Eingeladen sind auch Auszubildende, denen der VOA besonders gute Konditionen einräumt. Beide Seminare sind örtlich und terminlich zusammengelegt, so dass Interessenten unkompliziert an beiden Veranstaltungen teilnehmen können. Für beide Seminare gewann der VOA aus den Reihen seiner Mitgliedsunternehmen äußerst kompetente und erfahrene Referenten aus der Praxis.

Friedhelm U. Scholten, Vorsitzender des Vorstands (Bild: VOA)

 

In seiner Funktion als Generallizenznehmer der internationalen Qualitätszeichen Quali­coat für beschichtete und Qualanod für ano­disierte Aluminiumprodukte legt der Verband besonderen Fokus auf die Sicherung der hohen Qualität sowie auf die weltweit gültigen Spezifikationen, die insbesondere im Falle von Qualicoat mit umfangreichen Neuerungen zum Jahresende aufwarten.

Das Qualicoat- und Beschichtungs-Seminar am 7. November informiert über die derzeit gültigen Qualicoat-Spezifikationen und gibt einen Überblick über die Aktualisierungen. Auf der Agenda stehen ferner Vorträge zu den Themen Kosteneinsparung durch berührungslose Schichtdickenmessung mit der Gegenüberstellung von drei Messgeräten sowie effiziente Anlagentechnik zur Profilbeschichtung in Abhängigkeit von der Losgröße. Zwei Bereiche, die in der Praxis von besonderer Relevanz sind, stehen ebenfalls auf dem Programm: Methoden der Schichtgewichtsbestimmung sowie Brandschutzanforderungen nach British Standard (BS EN 13501) inklusive der damit einhergehenden Risiken für Beschichtungsbetriebe.

Eloxal-Seminar Aus der ­Praxis für die Praxis

Das über zwei Tage geplante Eloxal-Seminar Aus der Praxis für die Praxis am 8. und 9. November findet unter der Leitung von Friedhelm U. Scholten, Vorstandsvorsitzender des VOA, statt. Darin widmet sich der VOA der Darstellung der gesamten Wertschöpfungskette mit den einzelnen Schritten des Eloxalprozesses. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Arbeitsschritt Eloxieren. Hier gilt es, Einsparpotenziale zu nutzen und damit verbundene Risiken auszuloten.

Das Veranstaltungshotel bietet eine gute Lernatmosphäre und die Gelegenheit zum intensiven Erfahrungsaustausch. Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte auf der Homepage des VOA:

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