Glatte Schnitte dank Wasserkraft

Werkstoffe 07. 05. 2023
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Ceratizit mit neuem Wasserstrahldüsen-Portfolio

Wasser ist nicht nur Lebenselixier, sondern hat sich zum Kühlen, zur Reinigung oder als Lösungsmittel auch in der industriellen Produktion etabliert. Darüber hinaus hat sich das Wasserstrahlschneiden als verlässliche Alternative zu den herkömmlichen Trennverfahren etabliert: Extrem glatte Schnittkanten ohne thermische Belastung, Nachbearbeitung und minimale Schnittfugen sind nur einige Vorteile des Schneidverfahrens – und das bei einer Vielzahl von Werkstoffen und Anwendungen. Ein wesentlicher Faktor für effiziente Prozesse sind dabei die Wasserstrahldüsen. Mit dem neuen HyproJET-Portfolio setzt Ceratizit dort neue Maßstäbe in Sachen Qualität und Haltbarkeit.

Wasserstrahlschneiden funktioniert einfach und effektiv: Der Schneidkopf richtet einen feinen Wasserstrahl mit hohem Druck bis zu 6000 bar, einem ­Strahldurchmesser von 0,38 bis 1,02 Millimeter. Bei diesem spannungsfreien Schneidprozess werden die oberflächennahen Werkstoffpartikel ohne jeglichen Wärmeeintrag in das Material abgetrennt. Das macht das Verfahren zur optimalen Lösung für temperaturempfindliche und dicke Materialien mit komplexen Geometrien.

Drei Varianten für ­sämtliche Anforderungen

Da die Möglichkeiten des Wasserstrahlschnei­dens enorm vielfältig sind, haben unterschiedliche Anwender auch die verschiedensten Anforderungen. Um das abzudecken, hat Ceratizit seine HyproJET-Serie mit drei Standard-Wasserstrahldüsen entwickelt: Enge Lochtoleranzen, perfekter Schliff und Rund­laufgenauigkeit garantieren präzise Arbeitsergebnisse, sagt Mesut Goksu, Segment Account Manager bei Ceratizit. Die HyproJET X6 ist das Kraftpaket mit verbessertem Abrasivmittel- und Luftstrom in der Düse sowie einem speziellen Design zum Schneiden selbst schwieriger Materialien. Für Standardanwen­dungen hat das Unternehmen die HyproJET P6 im Programm, die sich besonders durch ihr ideales Preis-/­Leistungsverhältnis auszeichnet. Wer qualitativ hochwertige Ergebnisse bei geringen Kosten benötigt, greift zur kostenoptimierten Standard-Wasserstrahldüse S3. Alle Düsen sind für moderne Schneidkopfsysteme geeignet und unterstützen die automatische Zentrierung bei der Montage.

Optimierter ­Verschleißschutz trotzt Abrasiven

Bei manchen zu bearbeitenden Materialien reicht Wasser als Schneidstoff allein nicht aus. Dann mischt die Anlage dem Wasserstrahl ein Abrasivmittel wie Granat oder Korund bei. Insbesondere bei anspruchsvollen Werkstoffen wie Stahl, Stein, Glas oder Verbundstoffen sind Abrasive sehr effiziente Helfer. Doch so sehr sie den Schneidprozess auch unterstützen, sind sie nicht ohne Nachteil, weiß Mathieu Schellenberger, Projektmanager in der Produktentwicklung bei Ceratizit: Sie belasten die Fokussierrohre sehr stark durch Erosion. Deshalb haben wir bei der Neugestaltung der HyproJET-Produkte besonders den Verschleißschutz weiter verbessert. Dazu wurden spezielle Hartmetallsorten verwendet, wodurch die HyproJET-Düsen selbst bei Drücken bis zu 6000 bar lange durchhalten und sehr hohe Schnittqualitäten erreichen.

Hartmetall-Lösungen aus einer Hand

Ceratizit übernimmt sämtliche Prozessschritte vom Hartmetallpulver bis zur einsatzbereiten Lösung. Zusätzlich zum umfassenden Wasserstrahldüsen-Portfolio stellt das Unternehmen verschiedene Mischkammern aus speziellen Hartmetallsorten her, um den unterschiedlichen Verschleißmechanismen innerhalb dieser Kammern gerecht zu werden. Kolben für Hochdruckpumpen, Spritzscheiben, Auffangtassen, Einlassführungen, Verschleißplatten, Drosselschilde und Einlassrohre werden darüber hinaus angeboten.

Damit die HyproJET-Düsen sicher bei den Kunden ankommen, hat Ceratizit auch in Sachen Verpackung einiges verändert: So setzt das Unternehmen auf Kunststoffhülsen, die die Wasserstrahldüsen optimal schützen, aber gleichzeitig besonders nachhaltig sind. Sie werden zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff, dem so genannten PCR-­Plastik (Post Consumer Recycled) hergestellt, was die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlich produziertem Kunststoff um mindestens 60 Prozent reduziert.

Neues Portfolio kommt gut an

Bevor ein neues Produkt auf den Markt kommt, durchläuft es intensive Tests. Dazu arbeitet Ceratizit mit Experten für das Wasserstrahlschneiden zusammen, die das HyproJET-Portfolio bereits im industriellen Einsatz ausprobieren konnten. Die Reaktionen übertreffen laut Mesut Goksu sogar die eigenen hohen Erwartungen. Denn wenn wir hören, dass selbst erfahrene Profis von den Standzeiten und Schnittqualitäten der HyproJET X6 schwärmen, haben wir unser Ziel erreicht: Ein Produkt zu entwickeln, dass die tägliche Arbeit effizienter werden lässt und dabei höchste Qualitätsstandards erfüllt.

Über Ceratizit

Ceratizit, ein Unternehmen der Plansee Group, ist seit über 100 Jahren Pionier auf dem Gebiet anspruchsvoller Hartstofflösungen für Zerspanung und Verschleißschutz mit Sitz in Mamer, Luxemburg. Es entwickelt und produziert hochspezialisierte Zerspanungswerkzeuge, Wendeschneidplatten, Stäbe aus Hartstoffen und Verschleißteile. Das Unternehmen beschäftigt weltweit über 8000 Mitarbeiten­de an mehr als 30 Produktionsstätten und verfügt über ein Vertriebsnetz mit über 50 Niederlassungen. Zum internationalen Netzwerk gehören unter anderem das Tochterunternehmen Stadler Metalle sowie das Joint Venture CB-Ceratizit. Ceratizit investiert kontinuierlich in F&E und besitzt mehr als 1200 Patente. Innovative Hartstofflösungen des Unternehmens werden unter anderem im Maschinen- und Werkzeugbau, in der Automobilbranche, in der Luft- und Raumfahrt­industrie, in der Öl- und Gasindustrie sowie in der Medizinindustrie eingesetzt.

Text zum Titelbild: HyproJET-Portfolio (Bild: Ceratizit)

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