UKP-Laser: Wo stehen wir?

Werkstoffe 08. 02. 2023
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7. UKP-Workshop – Ultrafast Laser Technology

Der UKP-Workshop präsentiert alle zwei Jahre den aktuellen Stand dieser innovativen Lasertechnik. Am 26. und 27. April 2023 ist es wieder so weit, dann trifft sich die Ultrakurzpulslaser-Community in Aachen. Neben dem Stand bei den kW-Strahlquellen werden die Themen Prozessentwicklung und Zukunftsmärkte für die Lasermaterialbearbeitung im Fokus stehen. Zwei Tage werden sich die Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie austauschen – endlich wieder im persönlichen Kontakt.

Der sequentielle Einsatz des UKP-Lasers zum Reinigen und Polieren eines Bauteils nach der Strukturerzeugung reduziert die Nacharbeiten und sorgt für gezielte Poliereffekte (© Fraunhofer ILT/Volker Lannert)

 

kW-Strahlquellen auf dem Weg in die Industrie

Als die TRUMPF-Gruppe Anfang 2022 die Mehrheit an der Jenaer Firma Active Fiber Systems AFS übernahm, horchte die ­Branche auf: Offenbar war die Jenaer Technologie zur kohärenten Kopplung von Hochleistungsfaserlasern relevant für strategische Investitionen. Die Fraunhofer-Gesellschaft erprobt die Technologie schon seit mehreren Jahren im Fraunhofer-Cluster of Excellence Advanced Photon Sources CAPS in zwei Applikations­laboren am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena und am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen. Hier werden die drei gängigen Konzepte Faser-, Slab- und Scheibenverstärker mit bis zu 10 kW mittlerer Ausgangsleistung entwickelt sowie Prozesse und die Prozesstechnik zur Lasermaterialbearbeitung umgesetzt. Ausgewählte Ergebnisse der letzten vier Jahre werden im UKP-Workshop in Aachen vorgestellt. Zum Programm gehören auch Live-Demonstrationen aus den Applikationslaboren der beiden Institute.

Strukturierte Elektroden für gesteigerte Wasserstoffentwicklung (© Fraunhofer ILT, Aachen)

 

Produktivität ist der Schlüssel

Beim UKP-Workshop treffen sich traditionell Anwender aus Bereichen wie Automotive, Werkzeugmaschinen oder der Konsumgüterindustrie. Die hohe Präzision bis in den sub-Mikrometerbereich und die geringe Abhängigkeit von Materialeigenschaften machen die UKP-Technik für sie interessant. Neue Methoden zur Parallelisierung erlauben jetzt auch kontinuierliche Fertigungsprozesse mit hohem Durchsatz, beispielsweise bei der ­Bearbeitung von Halbleitermaterialien oder der Strukturierung von Batterieelektroden. Auch beim anwendungsnahen Zukunftsthe­ma Wasserstoff spielen große ­strukturierte Oberflächen eine maßgebliche Rolle. Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten einen Einblick in die Zukunftsthemen Quantentechnologie und Secondary Sources mit einem langfristigen Forschungshorizont.

Das Programm für den UKP-Workshop 2023 umfasst knapp 20 Fachvorträge in englischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche. Anmeldungen sind ab sofort unter ­https://s.fhg.de/i4f möglich (Frühbucherrabatt bis zum 9. März 2023).

Text zum Titelbild: Laserstrukturiertes Anodenmaterial einer Li­thiumionenbatterie (© Fraunhofer ILT, Aachen)

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