Strategische Partnerschaft mit japanischem Maschinenbauunternehmen Sugino

Werkstoffe 05. 10. 2022
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Deutsch-japanisches Netzwerk zur Forschung und Industrialisierung von Biopolymeren ausgebaut

Das japanische Maschinenbauunternehmen Sugino hat eine strategische Partnerschaft mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart geschlossen. Mitarbeitende vom Fraunhofer IPA und Sugino werden in den nächsten zwei Jahren in den Zentren für Dispergiertechnik und Partikeltechnik gemeinsam forschen. Der Schwerpunkt: die industrielle Verarbeitung von Biopolymeren. Sugino verfügt nach den Worten von Ivica Kolaric, Geschäftsfeldleiter Prozessindustrie am Fraunhofer IPA, über exzellentes Wissen zur Herstellung von Pasten und Slurries für Beschichtungsstoffe und die Speichertechnik, aber auch zur Prozessierung von Biopolymeren. Diese Kooperation biete die Möglichkeit, die in der Forschung gewonnenen Erkenntnisse in die Anwendung zu bringen und profitabel umzusetzen. Gerade auch regionale Anwender könne dieses Know-how beispielsweise bei der Zulassung und Zertifizierung neuer Anlagen unterstützen.

Das Fraunhofer IPA bündelt im Zentrum für Dispergiertechnik die vorhandenen Kompetenzen in diesem Bereich der Oberflächentechnik. Mit seinem umfassenden und interdisziplinären Ansatz deckt das Zentrum die gesamte Prozesskette der Dispergiertechnik ab, von der Entwicklung der wissenschaft­lichen Grundlagen bis hin zur industriellen Anwendung. Die Wissenschaftler forschen beispielsweise zur Sicherheit von Prozessen und Anlagen und zur Energie- und Ressourceneffizienz. Sugino ergänzt als Kooperationspartner symbiotisch unsere Kompetenzen in der Oberfächentechnik, ergänzt Dr. Marc Entenmann, Leiter des Zentrums für Dispergiertechnik.

In diesem Kooperationsprojekt begleiten die IPA-Wissenschaftler Sugino bei der Entwicklung ihrer Anwendungen und bieten ihre Unterstützung bei der Auslegung des Gesamtprozesses und auch bei der Wahl der richtigen Materialien an. Damit werden von Anfang an wichtige Größen, wie Automatisierungsgrad, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit berücksichtigt und während der Entwicklung gesteuert.

Mit diesem Kooperationsprojekt wurde auch die Zusammenarbeit zwischen dem Fraunhofer IPA und der wichtigsten Forschungseinrichtung für angewandte Forschung in Japan, dem National Institute of Advanced Industrial Science and Technology Kansai (AIST Kansai) in Japan, erneuert. Auf dem Japanese-German Opening Symposium: Research and Industrialization of Advanced Biomaterials Ende Juli sprachen wichtige AIST-Vertreter und -Wissenschaftler über die Zusammenarbeit, Biopolymere und die Polymerverarbeitung.

Text zum Titelbild: Tomoyuki Kishi (Japanisches Generalkonsulat München), Dr. Marc Entenmann (Fraunhofer IPA), Naoki Samawura (Sugino Machine Ltd.), Prof. Thomas Bauernhansl (Fraunhofer IPA), Claus Mayer (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg), Dr. Michael Hilt (Fraunhofer IPA)(© Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez)

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