Werkstoff Aluminium – Antworten auf die drängendsten Fragen der Gegenwart und Zukunft

Werkstoffe 07. 08. 2022
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Am 27. September startet die ALUMINIUM 2022 in Düsseldorf. Nach der Absage im Jahr 2020 findet endlich wieder das langersehnte und internationale Branchentreffen der Aluminiumindustrie und ihrer Anwendungsindustrien statt. Die zentralen Player der Branche werden ebenso dabei sein wie die spannendsten Start-ups und Newcomer. Punkten wird die Messe zudem mit neuen Sonderschauen, der Kooperation mit den relevantesten Verbänden und Industriepartnern, mit zahlreichen hybriden Elementen – und mit drei Tagen voller Content.

Es war eine Durststrecke – aber sie geht zu Ende. Wenn die Weltleitmesse ALUMINIUM im September ihre Tore in Düsseldorf öffnet, wartet viel mehr auf die Branche als die größte und lange etablierte Informationsplattform: Auf Besucher und Aussteller wartet die lange vermisste Gelegenheit, einander endlich wieder zu treffen, den persönlichen Kontakt zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen. Gerade jetzt ist es nach Aussage von Malte Seifert, Projektleiter der ALUMINIUM, wichtig, die Aluminiumindustrie wieder auf einer großen Plattform zusammenzubringen, damit sie sich treffen und austauschen kann. Darüber hinaus können wir viele wichtige Themen adressieren und eine Sichtbarkeit für die Industrie bei der Politik schaffen, damit für die Herausforderungen von morgen auch entsprechende Lösungen gefunden werden können, so Seifert.

Die hochwillkommene Rückkehr zur Normalität also, verbunden mit der Verpflichtung, die behauptete Relevanz auch zu ­beweisen. Und Messeveranstalter RX wird liefern. Die ALUMINIUM 2022 wird in sechs Messehallen die gesamte Bandbreite der Aluminium­industrie abbilden. Die großen, namhaften Player werden ebenso als Aussteller teilnehmen wie zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Start-ups, die zur Vielfältigkeit und Innovativität der Branche einen unschätzbaren Beitrag leisten. Die bereits nahezu ausgebuchte Messe wird in diesem Sinne also eine echte, umfassende Leistungsschau.

Die Relevanz der Messe zeigt sich auch in den Partnerschaften, die Veranstalter RX eingehen konnte. Die wichtigsten Verbände, Forschungseinrichtungen und Analysten sind mit an Bord, und sie werden dazu beitragen, Antworten auf die drängendsten Fragen zu geben, die die Aluminiumbranche bewegen.

 

Treffpunkt der Branche

Wann darf sich eine Messe als Weltleitmesse bezeichnen und was macht sie zum wichtigen Treffpunkt einer Branche? Geht es nach der reinen Ausstellungsfläche, die einen Weltmarkt im Rahmen einer Messe abbildet, wird die ALUMINIUM vom 27. bis 29. September dem Begriff mehr als gerecht, denn wie in den vergangenen Jahren bildet sie den globalen Aluminiummarkt innerhalb von sechs Messehallen des Düsseldorfer Messegeländes ab. Und auch ein weiteres Kriterium wird erfüllt: Die wichtigsten Player der ­Industrie sind dabei, um fachlichen Austausch mit höchster Relevanz zu garantieren. Fest zugesagt haben unter anderem bereits Norsk Hydro, HAI Hammerer, AMAG, ALVANCE, Rio Tinto, Alcoa, Trimet, Rusal oder Assan Alüminyum. Neben vielen weiteren bekannten Branchegrößen werden auch zahlreiche KMU und Start-ups für enorme Vielfalt sorgen.

Die wichtigsten Fragen unserer Zeit

Doch es geht natürlich um mehr. Von einer Weltleitmesse wird erwartet, dass sie Antworten auf die drängendsten Fragen der Gegenwart und der Zukunft bietet. Im inhaltlichen Fokus der ALUMINIUM 2022 stehen daher jene Themen, die die Branche bereits jetzt transformieren. Und für die der Werkstoff zahlreiche Lösungsansätze bietet.

  • Nachhaltigkeit: Wenige Werkstoffe ­bieten so viele Möglichkeiten für Recycling und Kreislaufwirtschaft wie Aluminium. Auf den Industrien lastet der zunehmende Druck, ihre Produktlebenszyklen nachhaltiger zu gestalten und Circular Economy zum Durchbruch zu verhelfen – und der Werkstoff Aluminium bietet sich geradezu ideal dafür an. Auf der Messe werden zahlreiche Innovationen im Sinne klimaneutralen Alumi­niums präsentiert.
  • Neue Mobilität: Die Entwicklung der Elektromobilität verändert die Automobilbranche rasant. Gleichzeitig steigt der Druck, die Fahrzeuge leichter zu machen, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Beide Entwicklungen sprechen für Alumi­nium, das zu einem immer wichtigeren Werkstoff in der Automobilindustrie wird. Mit Aluminium sind Fahrzeuge umweltfreundlicher unterwegs.
  • Additive und digitale Fertigung: 3D-Druck hat das Image des Prototypings hinter sich gelassen: Das Thema ist in der Industrie längst etabliert – und ist noch lange nicht ausgereizt. Das Fertigungsverfahren eröffnet vielfältige technische Möglichkeiten, bei denen die Materialeigenschaften des Metalls mit der Designfreiheit der additiven Fertigung kombiniert werden können. In Düsseldorf werden Konzerne ebenso wie Start-ups spannende Möglichkeiten aufzeigen, wie additive Fertigung völlig neue Chancen erschließt.
  • Digitalisierung: Mehr Effizienz, mehr Effektivität – Digitalisierung ist noch lange nicht ausgereizt. Von der Vernetzung von Maschinen und Prozessen bis hin zur gesamten Lieferkette der Aluminiumindustrie warten noch zahllose mächtige Hebel auf die Industrie. In diesem Sinne werden innovative Engineering- und Maschinensoftware sowie Datenmanagementsysteme zu Industrie 4.0 einen weiteren Schwerpunkt der Messe bilden.
  • Bau- und Konstruktionswesen: Schätzungen der UNO gehen davon aus, dass bereits im Jahr 2050 mehr als zwei ­Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben werden. Diese Megacities smart und umweltfreundlich zu entwickeln, ist daher eine wesentliche Aufgabe für die kommenden Jahre und Jahrzehnte. Und auch hier wird ­Aluminium eine wichtige Rolle spielen: als nachhaltiger, recyclingfähiger Werkstoff etwa für Fassaden oder Fensterrahmen. ­Aluminium ist ein Teil der Zukunftsfähigkeit unserer Städte.

    Sonderschauen mit starken Partnern

Zwei dieser Fokusthemen werden sich in eigenen Sonderschauen spiegeln. Additive und digitale Fertigung in Halle 5 zeigt die vielfältigen technischen Möglichkeiten auf, die der 3D-Druck bietet. Für Messe-Projektleiter Malte Seifert ist dies eine der spannendsten Entwicklungen in der Branche: Seiner Überzeugung nach macht es der 3D-Druck möglich, die Materialeigenschaften von Aluminium mit der Designfreiheit der additiven Fertigung zu kombinieren. Welche neuen Ansätze das ­bietet, ist heute noch gar nicht vollständig abzusehen.

Partner bei dieser Sonderschau ist einerseits das Aachen Center for Additive Manufacturing (ACAM) der RWTH Aachen, eines der weltweit bedeutendsten Forschungszentren im Bereich der additiven Fertigung mit Aluminium. Kooperieren wird die Messe hier zudem mit Quartz Business Media, die mit dem Future Aluminium Forum schon lange im Bereich der digitalen Fertigung mit Aluminium tätig sind. Beide Partner werden interessante Einblicke und spannende Redner zu diesem Fokusthema beisteuern.

In Halle 6 wird sich alles um die Themen Nachhaltigkeit und Recycling drehen. Vor dem Hintergrund der hervorragenden Eigenschaften des Werkstoffs im Sinne einer Circular Economy warten in der Innovation Plaza Sustainability und Recycling zahlreiche Best Practices und Innovationen auf das Messepublikum. Und auch zu diesem Thema konnte ein hervorragender Partner gewonnen werden: das in der Aluminiumindustrie bestens bekannte Business-Intelligence-Unternehmen CRU mit seinen hochspezialisierten Analysten. Auch infolge dieser Kooperation sind nach Ansicht von Messeprojektleiter Seifert einzigartige Insider und ein echter Mehrwert für die Besucher aber auch die Aussteller der Messe zu erwarten.

 

Beide Sonderschauen werden von Speakers‘ Corners begleitet. Sie bieten ein dichtes Programm an Fachvorträgen, fokussiertem Content und Insights zu den wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit additiver Fertigung beziehungsweise Nachhaltigkeit. Sie ­werden tiefergehende Informationen bereitstellen und der Vorstellung von Produkten und Lösungen Raum geben. Die Themenbühnen werden von hochkarätigen Partnern der Industrie betreut, die sich thematisch wie auch fachlich einbringen werden.

Die Partnerschaft mit der CRU Group und den führenden Fachverbänden bietet zudem die Möglichkeit, auf kurzfristig auftretende Themen hochrelevante Antworten zu liefern. Die steil ansteigenden Energiepreise etwa – ein derzeit essenzielles Thema für die Branche – werden selbstverständlich ebenfalls im Fokus der Diskussionen stehen.

Digital mit Quartz Business Media

Veranstalter RX unterhält bereits seit Jahren eine sehr enge inhaltliche Beziehung zu den Kollegen von Quartz Business Media. Daraus ist nun eine echte Partnerschaft entstanden: Das britische Fachmedienhaus, das unter anderem die Aluminium International Today herausgibt, wird auch auf der Innovation Plaza Additive & Digital Manufacturing der Messe eine wichtige Rolle spielen. Hier werden die vielfältigen und vor allem neuen technischen Möglichkeiten des 3D-Drucks von Aluminium gezeigt.

 

Im Namen des Teams von Aluminium International Today ist Nadine Bloxsome, Editor & Content Director erfreut, dazu beizutragen, die neue Innovation Plaza auf der diesjährigen ALUMINIUM Show zum Leben zu erwecken. Aluminium International Today ist eine der wichtigsten globalen Publikation für die gesamte Wertschöpfungskette. In den letzten Jahren wurde daran gearbeitet, mehr Inhalte zu erstellen, die die Herausforderungen bei der Umsetzung von Industrie 4.0 und digitalen Fertigungslösungen beleuchten. Diese neue Innovation Plaza mit dem Schwerpunkt additive und digitale Fertigung ist daher nach Überzeugung von Nadine Bloxsome der perfekte Ort, um dieses Branchenwissen zu präsentieren, verschiedene Diskussionen zu führen und technologische Fallstudien zu untersuchen, die zur Rationalisierung von Aluminiumherstellungsprozessen beitragen.

Content treibt die Messe

Die Konzentration auf Content ist eine der hervorragenden Eigenschaften der Weltleitmesse. Einer der Höhepunkte: Die große ALUMINIUM Conference von Aluminium Deutschland ist ab 2022 integraler Bestandteil der Messe. Sie wird unter dem Titel Aluminium – the solution provider in Halle 3 der Messe Düsseldorf über die Bühne gehen und sich thematisch entlang der zentralen Fokusthemen der Messe bewegen. Die Konferenz wird die Ansätze des äußerst erfolgreichen ALUMINIUM Business Summits weiterverfolgen und zu den Fokusthemen Experten, Key Player und vor allem auch die Kunden der Aluminiumindustrie auf die Bühne holen.

Marius Baader, der Geschäftsführer von Aluminium Deutschland, sieht in der Zusammenführung von Messe und Conference einen logischen Schritt: Damit stellt sich die Messe organisatorisch und inhaltlich noch besser auf und besetzt die topaktuellen Themen, die unsere Industrie heute treiben und in den kommenden Jahren treiben werden. Auf dieser Bühne könne man die Lösungskompetenz des Werkstoffs und der Industrie stärker und deutlicher kommunizieren.

Nachhaltige Messe in neuen Hallen

Nachhaltigkeit wird nicht nur eines der Fokusthemen der Messe sein, auch die Veranstaltung selbst ist dem Anspruch verpflichtet. Im Zuge des neuen Messekonzepts werden alle Pavillons und Sonderschauen mit einem neuen Standbaukonzept des Messe-eigenen Unternehmens StandOut geplant: Das Material ist dabei so gewählt, dass es im Anschluss an die Messe vollständig abgebaut und für die folgenden Messen von RX wiederverwendet werden kann. Entsorgt werden müssen also lediglich beschädigte oder für individuelle Bedürfnisse bearbeitete Materialien.

Die ALUMINIUM wird 2022 zudem erstmals in den Hallen 1 bis 7 der Messe Düsseldorf stattfinden. Ein Umzug, der auch seitens der Aussteller begrüßt wird. Dadurch entsteht die Möglichkeit, eine neue und noch bessere Hallenaufteilung sowie Besucherführung zu gewährleisten.

Wie alle Messen von Veranstalter RX wird auch die ALUMINIUM hybride Elemente bieten und ein digitales Messeportal zur Verfügung stellen. Neben digitalen Ausstellerprofilen wird es auch die Möglichkeit geben, die ALUMINIUM Conference per Stream live im Netz zu verfolgen. Hinzu kommen hybride Angebote wie Audio Guided Tours, digitale Messetaschen, Matchmaking, Emperia Leadscanning aller Besucher, Dashboards für Aussteller und einiges mehr.

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