Informationen von DGO, ZVO und Aluminium Deutschland

Verbände 10. 06. 2022
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Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e.V.(DGO)

Machen Sie mit und ­engagieren Sie sich in Ihrer Bezirksgruppe

Ein wesentlicher Bestandteil des DGO-Netzwerks sind ihre bundesweit organisierten Bezirksgruppen. Jedes DGO-Mitglied – ob persönliches oder Firmenmitglied – ist einer ihm räumlich naheliegender Bezirksgruppe zugeordnet und erhält regelmäßig Einladungen, an den vielfältigen Aktivitäten der Bezirksgruppen teilzunehmen. Corona bedingt waren die Aktivitäten der Bezirksgruppen in den letzten zwei Jahren stark eingeschränkt. Aber dennoch haben die Bezirksgruppenleiter hinter den Kulissen weiter agiert und sich auf die Zeit, wenn Bezirksgruppentreffen wieder möglich sind, gut vorbereitet.

In den elf DGO-Bezirksgruppen finden alle Interessierten der Oberflächentechnik ihre fachliche Heimat – egal, ob langjähriger Mitarbeiter oder erst Azubi. Hier treffen sich Vertreter aus der Branche, die ebenfalls im näheren Umkreis wohnen und sich gerne mit Fachkollegen austauschen wollen.

Die Bezirksgruppen organisieren regelmäßige DGO-Bezirksgruppenabende mit Fachvorträgen und Diskussionsrunden, aber auch Veranstaltungen wie das Leipziger Fachseminar oder den Norddeutschen Galvanotag. Damit sorgen sie für einen intensiven und breit angelegten fachlichen Austausch sowie Möglichkeiten zur Fortbildung vor Ort.

Kernstück der Aktivitäten der Bezirksgruppen ist die Durchführung von Bezirksgruppenabenden mit ein bis zwei Fachvorträgen und anschließender Diskussion. Für den gemütlichen Ausklang des Abends in geselliger Runde mit persönlichem und fachlichem Austausch ist ebenfalls gesorgt. Hier steht das Knüpfen neuer Kontakte oder das Vertiefen bestehender Kontakte im Vordergrund. Die Teilnahme an den Bezirksgruppenabenden ist kostenlos. Neben den regelmäßigen Vortragsveranstaltungen stehen auch immer wieder Exkursionen auf dem Programm. Diese bieten den DGO-Mitgliedern die exklusiven Gelegenheiten, zum Beispiel große und namhafte Firmen der Oberflächentechnik oder ihrer Abnehmer zu besichtigen. Anwesende DGO-Mitglieder erhalten auf Wunsch ein Teilnehmerzertifikat.

Eine Übersicht über alle Bezirksgruppen und Ansprechpartner finden Interessierte unter:

Die Bezirksgruppen freuen sich stets über neue Teilnehmer und interessante Impulse und Anregungen – auch für die thematische Ausrichtung der Bezirksgruppenabende.

Deutsche Aluminiumindustrie: ­Dämpfer durch explodierende ­Energiekosten und abgerissene Lieferketten

Die Aluminiumproduktion in Deutschland ist im ersten Quartal 2022 zum Teil deutlich gesun­ken. Einen besonders starken Rückgang verzeichneten die Hersteller von Roh­aluminium mit einem Minus von 18 Prozent auf gut 235 000 Tonnen. Die drastisch gestiegenen Stromkosten bringen insbesondere die energieintensiven Primäraluminiumhütten an die Grenze der Wirtschaftlichkeit, so dass sie aktuell dazu gezwungen sind, ihre Auslastung stark herunterzufahren. Im Halbzeugsektor fiel die Entwicklung moderater aus. Mit einem Volumen von 502 000 ­Tonnen blieb die Herstellung von ­Walzprodukten ­gegenüber dem Vorjahresquartal vergleichs­weise stabil (-1 %). Die Fertigung von Strang­pressprodukten liegt im bisherigen Jahresverlauf bis März noch sechs Prozent im Plus, allerdings mit nachlassender Dynamik. Nach einem starken Jahresstart sank sie im März um ein Prozent. Die erheblichen Schwierigkeiten in den internationalen Lieferketten, wie zum Beispiel in der Automobilindustrie, sind noch nicht gelöst.

Dr. Hinrich Mählmann, Präsident von Aluminium Deutschland (AD), betont die Bedeutung von Aluminium: Aluminium sei durch seine Lösungskompetenz ein Schlüsselwerkstoff für die Verwirklichung des Green Deals. Für uns als energieintensive Industrie ist die aktuelle Strom- und Gaspreisentwicklung eine harte Belastungsprobe. Die oftmals mittelständisch geprägten Unternehmen der Aluminiumindustrie würden dadurch teils an den Rand ihrer Existenz gedrängt. Die deutsche und europäische Aluminiumindustrie ­leide. Derweil floriere sie in anderen Teilen der Welt mit deutlich schlechteren Umwelt- und Klimastandards. Das ist Carbon Leakage par excellence, so Dr. Mählmann.

Aus einer von Aluminium Deutschland durchgeführten Mitgliederbefragung geht ­hervor, dass neun von zehn Unternehmen der deutschen Aluminiumindustrie nicht auf einen anderen Energieträger ausweichen können, sollte kurzfristig kein Gas mehr zur ­Verfügung stehen. Bereits ab einer Verringerung der Gaszufuhr von bis zu 30 Prozent würde bei der Hälfte der Unternehmen die Produktion stillstehen, bei einem weiteren Viertel wäre dies bei einer Kürzung von 30 bis 40 Prozent der Fall. Wir benötigen eine zuverlässige und möglichst ökologische Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen, sagt Mählmann. Sonst besteht die Gefahr, dass wir uns in noch stärkere Abhängigkeiten von teils unberechenbaren Handelspartnern ­begeben. Noch sei Gas für die Aluminiumindustrie und ihre Produktionsprozesse unverzichtbar. Sollte es zu einem Gas-Lieferstopp aus Russland kommen, hätte das dramatische Auswirklungen auf die Betriebe der deutschen Aluminiumindustrie und sehr bald auf die Vielzahl der Kundenindustrien.

Zentralverband Oberflächen­technik e.V.(ZVO)

ZVO-Oberflächentage 2022 in Leipzig wieder als reine Präsenzveranstaltung

Die Fachwelt der Galvano- und Oberflächentechnik trifft sich nach der Premierenveranstaltung im Jahr 2018 wieder in Leipzig. Nach der coronabedingten Absage im Jahr 2020 und der Hybrid Edition 2021 wird der Jahreskongress ZVO vom 14. bis 16. September 2022 in Leipzig wieder als reine Präsenzveranstaltung stattfinden.

Den Auftakt zur Veranstaltung macht die offizielle Eröffnungsfeier am Abend des 14. September in der Kongresshalle am Zoo, am 15. und 16. September folgt das Vortragsprogramm im Congress Center Leipzig am Messegelände. Und auch für Begleitpersonen hält der ZVO-Jahreskongress in diesem Jahr ein Programm bereit.

Das Vortragsprogramm der ZVO-Oberflächentage 2022 besteht aus insgesamt 89 Beiträgen. Im Mittelpunkt stehen die Themen

  • Klimaneutralität & Energie- und Ressourceneffizienz
  • Bedeutung der Galvanotechnik für die nachhaltige Energieerzeugung und -speicherung
  • Unternehmerforum: Management meets Oberfläche
  • Entscheidungshilfen für komplexe Systeme
  • Chrom(VI): Wie geht es jetzt weiter?
  • Funktionsschichten
  • Kathodischer Korrosionsschutz

Abgerundet wird das Programm durch Vorträge aus den wiederkehrenden Bereichen

  • Ergebnisse aus der Forschung: Junge Kollegen berichten
  • Verschleißschutz
  • Fortschritte in der Anlagen- und Steuerungstechnik
  • Neue Anforderungen an die Galvano- und Oberflächentechnik
  • Von der Prozessüberwachung zur Produktqualität
  • Ergänzende Technologien zur Galvano- und Oberflächentechnik

Die Kongresseröffnung am Mittwochabend findet erstmals ohne Raum- und Location­wechsel und in Bankettbestuhlung statt und geht nahtlos in den Begrüßungsabend über.

Auf eine Kongresseröffnung am Morgen des ersten Kongresstages wird in diesem Jahr verzichtet und stattdessen sofort mit dem Programm gestartet. Dies ermöglicht die Berücksichtigung von weiteren Vorträgen und eine zusätzliche Pause, was die über ٦٠ Aussteller der begleitenden Industrieausstellung schätzen werden.

Das Rahmenprogramm am 15. September sieht eine Führung durch Leipzig, teils zu Fuß, teils als Stadtrundfahrt vor und den Besuch der Tropenerlebniswelt Gondwanaland.

Das komplette Programm inklusive ­Details zu Vorträgen und Referenten ist auf der Kongresshomepage

zu finden. Einzel- und Gruppenbuchungen zu den ZVO-Oberflächentagen 2022 und zum Rahmenprogramm sind ausschließlich über das Online-Anmelde-Portal auf der Kongresshomepage möglich. Die Anmeldefrist endet am Mittwoch, 14. September 2022, 13:00 Uhr.

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