ZVO e.V.  –  VDMA e.V.  –  DGO e.V.

Verbände 08. 08. 2021
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Zentralverband Oberflächentechnik e. V.(ZVO)

Wissenschaftlicher Beirat ­Elektrochemie und Galvanotechnik

Der wissenschaftliche Beirat ­Elektrochemie und Galvanotechnik traf sich am 24. Juni bei der Firma Zeschky in Wetter an der Ruhr. Er setzt seit 2015 die Tradition des erfolgreichen Beirats der Stiftungsprofessur fort, berät und unterstützt die TU Ilmenau bei der Ausbildung der Studierenden, in der Forschung und in der Forschungskooperation auf dem Gebiet der Elektrochemie und Galvanotechnik.

Beiratstreffen in Wetter (v.l.): Prof. Andreas Bund, Walter Zeschky, Rainer Venz, Dr. Ralph Blittersdorf, Dr. Martin Kurpjoweit, Dr. Dirk Rohde, Dr. Andreas Dietz (Quelle: ZVO)

 

Prof. Bund berichtete über die aktuelle Entwicklung des Fachgebiets in den Bereichen Lehre, Forschung und Außenwirkung. In den vergangenen acht Monaten schlossen neun Studierende ihre Qualifizierungsarbeiten ab, darunter fünf ZVO-Stipendiaten. ­Weiterhin gab es drei Promotionen, zwei davon mit dem Prädikat summa cum laude. In der Forschung kann das Fachgebiet eine Vielzahl hochrangiger Publikationen aufweisen, die sehr gut in der Fachwelt aufgenommen werden.

Der Beirat verständigte sich auf weitere Maßnahmen zur Förderung des Nachwuchses in der Branche, wie zum Beispiel eine verstärkte Aktivität in den sozialen Medien. Die Sitzung wurde abgerundet mit einer Führung durch die beeindruckenden Produktionsanlagen der Firma Zeschky.

FB Chemie und Anlagen: ­Verhaltener Optimismus weicht Zufriedenheit

Nach dem Rückgang des Inlandumsatzes von nur acht Prozent im vergangenen Geschäftsjahr sind die Erwartungen der Mitglieder des ZVO-Fachbereichs Chemie und Anlagen zu Jahresbeginn für 2021 verhalten optimistisch. Nunmehr herrscht Zufriedenheit und Optimismus bei den Lieferanten von Anlagen, Komponenten und Roh- und Verfahrenschemie vor.

Im virtuellen Fachbereichs-Meeting am 25. Juni berichten die Mitglieder von Umsatzzuwächsen zwischen 15 und 35 Prozent; viele Unternehmen liegen bereits wieder über dem Umsatzniveau von 2019. Auch wenn sich derzeit die Nachfrage etwas beruhigt, erwarten die FB-Mitglieder ein sehr gutes Geschäftsjahr. Allerdings ist diese Erwartung nach wie vor mit Risiken verbunden, da volatile Beschaffungsmärkte, fehlende Chemie- und Metallverfügbarkeiten mit extrem langen, dennoch unverbindlichen Lieferzeiten, spekulationsgetriebenen Metallpreissteigerungen und stark gestiegenen Transportkosten im Bereich der Containerfracht den Aufschwung sehr belasten.

In der Automobilherstellung wird die Produk­tion weiterhin extrem beeinträchtigt durch die Lieferkrise im Bereich Elektronikchips und weitere wichtige Halbleiterprodukte, die das gesamte Jahr 2021 anhalten wird. Erst 2022 rechnet die Automobilindustrie mit einem Ende der Halbleiterengpässe. Vor dem Hintergrund weiter sinkender Corona-Inzidenzen berichten die Galvano-Lieferanten von der sorgsamen Wiederaufnahme von Kundenbesuchen beziehungsweise dem Empfang von Besuchern in den eigenen Unternehmen. Nur wenige FB-Mitglieder hatten während der vergangenen Monate keine Home-Office-Regelungen eingeführt; die überwiegende Zahl der Mitglieder berichtet von sehr positiven Erfahrungen mit diesem Instrument. Diese Unternehmen beabsichtigen, ihren Mitarbeitern mit angepassten Konzepten auch in Zukunft die Arbeit aus dem Home-Office zu ermöglichen.

Fazit: Die positive Geschäftsentwicklung könnte besser sein, wenn die Verfügbarkeit wichtiger Rohstoffe gewährleistet wäre.

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V.(VDMA)

Neuer Geschäftsführer im VDMA-Fachverband Allgemeine Lufttechnik

Robert Hild übernimmt zum 1. Juni die Geschäftsführung der Allgemeinen ­Lufttechnik im VDMA. Er tritt die Nachfolge von Dr. Thomas Schräder an. Bereits seit März war Hild als stellvertretender Geschäftsführer in dem Fachverband tätig.

Die Lufttechnik ist nach den Worten von Robert Hild integraler Teil des Maschinen- und Anlagenbaus. Unsere Industrie ist ein Problemlöser – beispielsweise bei der Luftreinhaltung, in der Energieeffizienz oder ganz aktuell mit Blick auf die Corona-Pandemie. Die Unternehmen der Lufttechnikbranche leisten ihm zufolge auf all diesen Feldern einen großen Beitrag. Dabei komme es immer stärker auf Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit an – sowohl innerhalb der Branche wie auch im gesamten Maschinen- und Anlagenbau und über seine Grenzen hinweg.

Hild ist im VDMA kein Unbekannter. Der studierte Volkswirt, Jahrgang 1978, war im Verband zunächst für die deutsche Flachdisplay-Industrie zuständig, bevor er in das Büro der Hauptgeschäftsführung wechselte. Außerhalb des VDMA sammelte er Erfahrung bei einem mittelständischen Unternehmen in der Metallindustrie sowie als Referent in einem Industrieverband in der Heiztechnikbranche.

Robert Hild (links); Dr. Thomas Schräder (Bild: VDMA e.V.)

 

Hild folgt auf Dr. Thomas Schräder, der seit 2003 als Geschäftsführer des Fachverbandes tätig war. Der promovierte Physiker begann seine Karriere im VDMA im Jahr 1991 als Technischer Leiter der Oberflächentechnik, bevor er die Geschäftsführung der All­gemeinen Lufttechnik übernahm.

Dr. Hugo Blaum, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Allgemeine Lufttechnik, dankt Schräder für die langjährige und gute Zusammenarbeit sowie die gelungene Umsetzung von gemeinsamen Projekten: Thomas Schräder habe es verstanden, unterschiedlichste Interessen zu vereinen. Darüber hinaus habe er wesentliche Impulse für eine Arbeitsmethodik des vernetzten Planen und Bauens gesetzt. Gemeinsam mit Blaum war Schräder 2011 Mitbegründer des Forum Gebäudetechnik im VDMA und brachte damit zukunftsweisende Themen wie die BIM-Methode (Building Information Modeling) in die Verbandsarbeit ein.

Für einen begrenzten Übergangszeitraum wird Schräder zukünftig für den VDMA ein Aufsichtsratmandat bei der planen-bauen 4.0 GmbH im Themenfeld digitales Planen und Bauen fortführen. Die Kompetenz der Branche hat sich im Leistungsportfolio des VDMA im Bereich der Gebäudetechnik unter Schräder sichtbar entwickelt und verankert. Ebenfalls wird Thomas Schräder für einen Übergangszeitraum zwei personenbezogene Mandate in der Commission und dem Board of Directors des europäischen Dachverbandes EUROVENT wahrnehmen.

Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e.V.(DGO)

Themen für FuE-Forum auf ­Oberflächentagen 2021 einbringen

Erstmals findet im Rahmen der ZVO-Oberflächentage 2021 ein FuE-Forum statt, das die DGO initiert hat. Sie ruft interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf, potenzielle Forschungsthemen aus dem Bereich der Galvanotechnik einzubringen.

Viele innovative Ideen und vorgedachte FuE-Ansätze kommen in der betrieblichen Praxis erfahrungsgemäß nur teilweise zur Umsetzung. Oftmals fehlt es inmitten des Tagesgeschäfts an Zeit, ausreichender personeller Kapazität oder aber an fachlicher Expertise, um neue Ideen oder praxisorientierte Lösungsansätze gezielt vorantreiben zu können. Hier setzt die DGO mit dem neuen FuE-Forum auf den diesjährigen ZVO-Oberflächentagen an: In ungezwungener ­Atmosphäre bietet es interessierten Unternehmen die Gelegenheit, ihre Ideen für ein FuE-Projekt in einem fachkundigen Forum zu diskutieren.

Zunächst stellen Interessenten ihren Forschungsansatz im Rahmen eines kurzen Statements beziehungsweise einer Kurzpräsentation von maximal zwei bis drei Folien vor und richten Kernfragen an das Auditorium. In anschließender Diskussion können sich weitere Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammenfinden, um die jeweilige Idee zu unterstützen und erste Lösungs­ansätze zu diskutieren.

Der moderierte Veranstaltungsblock zielt auf eine mittelfristige Überführung der vorgestellten Ideen in öffentlich geförderte FuE-Projekte (Industrielle Gemeinschaftsforschung IGF oder Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand ZIM) und wird durch die Fachausschüsse und Arbeitskreise der DGO inhaltlich unterstützt. Forschungseinrichtungen sind ebenfalls aufgerufen, sich aktiv am FuE-Forum zu beteiligen.

Der Block findet im Rahmen der ZVO-Oberflächentage 2021 in Berlin statt, und zwar am Donnerstag, den 23. September 2021, von 10:00 bis 11:40 Uhr. Der Veranstaltungsraum wird noch bekanntgegeben.

Interessenten können sich bis spätestens zum 3. September 2021 bei der DGO-Geschäftsstelle melden. Als Ansprechpartner stehen Sabine Groß (02103 25 56 50, E-Mail: s.gross@dgo-online.de) und Dr. Daniel Meyer (02103 25 56 35, E-Mail: d.meyerdgo-­online.de) gerne zur Verfügung.

Virtuelle DGO-­Mitgliederversammlung 2021 mit Vorstandswahlen

Die DGO-Mitgliederversammlung fand in diesem Jahr erneut virtuell statt. Neben dem Bericht über einen positiven Jahresabschluss standen am 30. Juni unter anderem die Vorstandswahlen auf dem Programm.

DGO-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Metzner begrüßte die Mitglieder und ­informierte über die laufenden Aktivitäten. Der Jahresabschluss 2020 fällt erfreulicherweise positiv aus, auch beeinflusst durch die noch gute Resonanz der Fach- und Meisterlehrgänge und ihrer nahezu kontinuierlichen Durchführbarkeit trotz Corona sowie die Fördermittel aus der wissenschaftlichen Begleitmaßnahme InnoEMatplus. Die Mitglieder erteilten Vorstand und Geschäftsführung einstimmig Entlastung.

Dr. Andreas Zielonka und Dr. Andreas Dietz schieden satzungs- und turnusgemäß zum 31. Dezember 2020 aus dem Vorstand aus. Zum gleichen Datum legte Andreas ­Mühle sein Mandat nieder, da er die Coventya GmbH verlassen hat und durch die fehlende Branchenzugehörigkeit für die ­Vorstandsarbeit keine fundierten Inhalte mehr beitragen könne. In den Vorstand wiedergewählt wurden Katja Feige, Sabine Sengl, Prof. Dr. Andreas Bund und Andreas Schütte; neu in den Vorstand gewählt wurde Dr. Thorsten Kühler.

DGO-Ehrennadeln für 10-, 25- und 50-jährige Mitgliedschaften erhielten die Mitglieder:

  • 10-jährige Mitgliedschaft
    Charlotte Schade, Henk Heeren, Dr. ­Walter Kießling, Michael Fleer, Klaus König, Dr. Arnd Schimanski und Christian Rehm.
  • 25-jährige Mitgliedschaft
    Dr. Ulf Becher, Volker Domkowski, Albert Kißling jr., Rudolf Kreisel, Hans-Peter Hinz, Günter Nowak, Patrick Rio, Herbert Gobmeier, Walter Baur, Alexander Stock, Josef Mair, Dr. Siegfried Hauser und Dr. Ralf Dalbeck.
  • 50-jährige Mitgliedschaft
    Prof. rer. nat. August-Friedrich Bogenschütz und Lothar Melchert

DGO-Fachausschuss Chemische Metall­abscheidung begleitet ein FuE-Förder­projekt zur Wärmebehandlung von Chemisch-Nickel-Schichten

Chemisch abgeschiedene Nickel-Phosphor-Legierungen sind aufgrund ihrer einstellba­ren Schichteigenschaften vielseitig anwend­bar. Sie können daher zum Korrosions- als auch zum Verschleißschutz eingesetzt werden. Möglich wird dies durch variable Phosphorgehalte und die Möglichkeit der Wärmebehandlung, die zu einer Ausscheidungshärtung der Schichten führt.

Der Fachausschuss Chemische Metall­abscheidung unter Leitung von Dr. Ingolf Scharf setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit unterschiedlichen Aspekten des Verfahrens beziehungsweise der ­Schichten auseinander. So standen bei den letzten Treffen unter anderem Themen wie die ­exakte Phosphorgehaltsanalyse sowie die Identi­fizierung neuer ­Anwendungsmöglichkeiten im Mittelpunkt der FA-Aktivitäten. Außerdem begleitet der FA ein FuE-Projekt, das auf eine erhöhte Verschleißbeständigkeit der NiP-Schichten durch Anwendung eines optimierten Wärmebehandlungsprozesses abzielt. Das Projekt im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) trägt den Titel Verschleißprognose für gemischte tribologische Belastungen von außenstromlos abgeschiedenen und wärmebehandelten Ni/P-Schichten und wird von der TU Chemnitz umgesetzt.

Dominik Höhlich, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Chemnitz, erläuterte die Hintergründe des Vorhabens anlässlich des letzten (virtuellen) FA-Treffens am 19. Mai 2021: Da praktisch keine umfassende und vor allem vollständige Datenbasis für Verschleißbeanspruchungen aller Art existiere, würden die Schichten oftmals im Zustand ­höchster Härte eingesetzt. Bekanntermaßen besitzen die Schichten dann aber die geringste Duktilität und verhalten sich somit spröde. Das sei nicht für jede Verschleißart optimal. In der Fachliteratur würden zum Verschleißschutz Schichten mit niedrigen Phosphorgehalten (Low-Phos-Schichten) empfohlen, was aber mit den Erfahrungen vieler Unternehmen nicht übereinstimme, so Höhlich weiter.

Grundsätzlich ist das Vorhaben darauf ausgerichtet, das Verschleißverhalten für die rele­vanten Grundverschleißarten Adhäsion, Abrasion, Furchung und plastische Deformation in Abhängigkeit des Phosphorgehalts und des Wärmebehandlungsregimes syste­matisch zu ermitteln. Die Ergebnisse sollen in ein anwenderorientiertes Vorhersagemodell einfließen, um für praxisrelevante Beanspruchungen den optimalen Phosphor­gehalt sowie den zugehörigen Wärmebehandlungsprozess vorab auswählen zu können.

Ein weiteres Betätigungsfeld des Fachausschusses Chemische Metallabscheidung ist die fortlaufende Pflege einer Wikipedia-Seite über Chemisch-Nickel-Schichten. Das nächste Treffen des Fachausschusses findet voraussichtlich im Herbst als Präsenzveranstaltung bei Collini in Dresden statt.

DGO-/ZVO-Arbeitskreis Zink-Nickel traf sich online zur dritten Sitzung

Am 15. Juni trafen sich die Mitglieder des DGO-/ZVO-Arbeitskreises Zink-Nickel im Rahmen eines Online-Meetings zu ihrer dritten Arbeitssitzung des laufenden Jahres.

Der Arbeitskreis beschäftigte sich zunächst mit der Ursachenanalyse für den unerwartet frühen Ausfall von schwarz passivierten Prüflingen im sogenannten 80/80-Korro­sionstest. Dieser Test wird für die beschleunigte Korrosionsprüfung von Zink-Nickel-Überzügen entwickelt und besteht aus der Kombination von kurzer NSS-Prüfung und längerer Klimalagerung bei 80 °C und ٨٠ % relativer Feuchte jeweils in einem 24-Stunden-Zyklus. Die Laboruntersuchungen mehrerer Arbeitskreismitglieder führten zu dem Ergebnis, dass die ausgefallenen Prüflinge nicht vollumfänglich der Spezifikation entsprechen. Für eine abschließende Versuchsrunde werden die Anforderungen an neue Prüflinge abgestimmt und die Aktivitäten zur Beschaffung dieser festgelegt.

Der 80/80-Korrosionstest eignet sich für die beschleunigte Korrosionsprüfung von galvanisch abgeschiedenen Zink-Nickel-Oberflächen. Der Leiter des Arbeitskreises, Karl Morgenstern, bittet die Mitglieder bis zur Herbstsitzung Stellung zu einem vergleichbaren Test für Zink-Lamellen-Überzüge zu beziehen und gegebenenfalls bereits Ideen und Lösungsansätze dafür zu entwickeln.

Weiterer Arbeitsschwerpunkt des Arbeitskreises sind Vorbehandlungssysteme für ZnNi-Oberflächen für die nachfolgende Lackie­rung. Dabei geht es um einen Benchmark verfügbarer ZnNi-Passivierungen für die konventionelle Vorbehandlung (Phosphatierung). Außerdem sollen nach Möglichkeit auch phosphatfreie Vorbehandlungssysteme berücksichtigt werden. Die Mitglieder des Arbeitskreises sind aufgefordert, auf Basis eines ersten Vorschlags zum Ablauf des Benchmarks eigene Überlegungen für dessen Durchführung und die zu untersuchenden Parameter anzustellen sowie KTL-Beschichter zu identifizieren, die sich an den angedachten Untersuchungen beteiligen würden.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises ist für Ende August 2021 nochmals als Online-Meeting geplant. Während sich das Onlineformat für Statusberichte und die Abstimmung von Aktivitäten im Rahmen bereits laufender Projekte gut geeignet hat, zeigen sich bei neuen Themen, bei denen eine umfassende Diskussion der Teilnehmer untereinander notwendig ist, auch dessen Schwächen. Daher soll die Herbst-Arbeitssitzung nach Möglichkeit wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden.

DGO-Arbeitskreis Leichtmetalle: Ringversuch zur Anodisation von Aluminium­gusslegierungen in Vorbereitung

Am 23. Juni wurde die mittlerweile achte Sitzung des AK Leichtmetalle als Videokonferenz durchgeführt. Der Arbeitskreis setzt sich mit unterschiedlichen Themen in Zusammenhang mit der Oberflächenbehandlung von Aluminium, Magnesium und Titan auseinander.

Vonseiten der beteiligten Industrievertreter besteht beispielsweise nach wie vor ein großes Interesse an neuen Möglichkeiten zur dekorativen Anodisation von Aluminiumgusslegierungen. Im Gegensatz zu Aluminiumknetlegierungen enthalten jene Werkstoffe einen höheren Siliziumanteil, weshalb der Anodisierprozess intelligent modifiziert werden muss, um im anschließenden Färbeprozess eine defektfreie Farbgebung zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund plant der Arbeitskreis einen Ringversuch zur Anodisation von Kokillenguss-Probekörpern, mit dessen Hilfe Forschungsbedarfe und weitere Anwendungspotenziale erschlossen werden sollen. Aktuell werden verschiedene Optionen zur Beschaffung der Probekörper geprüft.

Für das Arbeitskreis-Treffen konnte außerdem Dr. Kathrin Schäuble von der Henkel AG, Düsseldorf, als Referentin gewonnen werden. In Ihrem Vortrag Vorbehandlung von Aluminium informierte sie unter anderem darüber, dass Aluminiumoberflächen etwa von Gehäusebauteilen tendenziell nicht mehr lackiert werden, sondern die Oberfläche im Bereich von Klebe- und Dichtverbindungen eher mit einer dünnen Konversionsschicht ausgestattet wird. Hier gilt es, aus Vorbehandlungsprozess, Dichtung beziehungsweise Kleber sowie Zustand des Substrats (z. B. chemische Zusammensetzung, Gefüge, gegebenenfalls Wärmebehandlung) ein ineinander abgestimmtes Komplettpaket zu identifizieren. Hier konnte man in den letzten Jahren zunehmend Wissen im Hause Henkel aufbauen.

Die nächste Sitzung des AK Leichtmetalle soll in KW39 oder KW40 wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden. Termin und Ort werden in Kürze festgelegt.

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