Zulassung – was nun?

Oberflächen 07. 03. 2021
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Eine Stellungnahme des Vecco – Verein zur Wahrung von Einsatz und Nutzung von Chromtrioxid
und anderen Chemikalien in der Oberflächentechnik e.V.

Seit vielen Jahren kämpft die galvanotechnische Industrie mittlerweile für die Autorisierung von Chromtrioxid. Einige Einzelautorisierungen wurden bereits erteilt, jedoch wartet die große Masse der Betriebe seit Jahren auf ein positives Signal aus Brüssel. Im Dezember letzten Jahres war es dann für die ersten Konsortien so weit. Die Zulassung für die ersten Upstream-Autorisierungen ist da.

Was bedeutet das für den Autorisierungshalter?

Die Autorisierungshalter müssen innerhalb von drei Monaten den Beschichtungsunternehmen ein erweitertes Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung stellen, welches unter anderem Basis für den Antrag Notification bei der ECHA ist.

Was bedeutet das für die Beschichtungsunternehmen?

Es beginnt eine neue Zeit für die Teilnehmer. Die Beschichtungsunternehmen können sich durch die Notification bei der ECHA auf eine oder mehrere Zulassungen beziehen. Hierzu ist jedoch zu beachten, dass auch die Bedingungen der Zulassung eingehalten werden. Compliance ist das Gebot der Stunde.

Diese gilt vor allem für die Messwerte von Exposition und Emission, die für zahlreiche Arbeitsbereiche (Working Contributing Scenarios) übermittelt werden müssen. Dabei hat sich die jährliche Frequenz auch bei anderen zuvor erteilten Autorisierungen als Standard erwiesen. Das heißt in der Praxis, dass ein hoher Messaufwand auf die Unternehmen zukommt. Daraus ergeben sich dann Fragen zur Art der Datenübermittlung oder einer möglichen Unterstützung, falls die Daten nicht den zu erreichenden Zielen entsprechen. Hier zeigen sich die Vorteile des gesamtheitlichen Konzepts von Vecco und Hapoc.

Die Autorisierung zum Upstream-Antrag von Vecco/Hapoc liegt im Moment zwar noch nicht vor, weil der Substitutionsplan ausgewertet werden muss. Aufgrund der Vielzahl an Daten, die von den Mitgliedern des Vecco vorliegen, sieht die Empfehlung bei Hapoc jedoch die Verwendung von repräsentativen Messungen vor. Die Daten werden in einer Datenbank gesammelt und es wird ein automatischer Compliance-Check durchgeführt. Ein System, das auch für die im Rahmen des REACh-EN-Force-Programms zu erwartenden Inspektionen sehr hilfreich sein kann. Mittlerweile hat Vecco/Hapoc bereits über 400 historische Daten für verschiedene Arbeitsszenarien hinterlegt. Es geht darum, es den Betrieben einfach zu machen, beschreibt Vecco-Vorstand Matthias Enseling die Intention hinter der Datenbank. Smarte IT-Lösungen bieten hier heute eine Vielzahl an Möglichkeiten und das wollen wir noch weiter ausbauen, ergänzt Dr. Uwe König, der die Datenbank federführend konzipiert hat.

Was kommt nach der erwarteten Zulassung im Sommer 2021?

Unser Weg geht weiter. Wir haben schon immer gesagt, dass es für uns in jedem Fall eine Re-Autorisierung gibt, so die Position des Vecco. Eintrittsgebühren für die Review­periode werden nicht erhoben, aber die geleistete Arbeit muss finanziert werden. Hier denkt der Vecco an die Datenbank oder den patentierten Formulator. Ein Transportbehälter, der die Formulierung ganz ohne Expo­sitionen im Unternehmen zulässt. Dieser Weg steht allen Vecco-Mitgliedern offen.

Die Bedingungen sind mittelstandsfreundlich. Die Beiträge können monatlich gezahlt werden und enthalten eine Ausstiegsklausel. Die Konditionen können bei der Geschäftsstelle des Vecco e. V., Cornelia Tritschler, angefordert werden unter: tritschler.cornelia@eupoc.de

Der Vecco e. V. möchte sich hier nicht mit anderen vergleichen. Von Beginn der Tätigkeit des Vecco an ging es darum, dass die Betriebe weiter mit sinnvollen Anwendungen arbeiten können und der gemeinsame Gedanke im Vordergrund steht. Wichtig ist jedoch, dass es keine Fristen oder Zeitdruck gibt.

Ist ein Anschluss an die Vecco-Hapoc- Autorisierung möglich?

Die Beteiligung an Vecco und damit an Hapoc ist, laut Satzung des Vecco e. V., für jeden offen. Ein geschlossener Kreis soll es bewusst nicht sein. Konkrete Bedingungen können bei Vecco unter info@vecco.info angefordert werden.

Unser Weg geht weiter – gemeinsam mit den Unternehmen, so der Vecco.

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