Verbandsinformationen – DVS  –  VDI

Verbände 08. 11. 2020
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Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.(DVS)

Zwei DVS-Mitglieder mit IIW-Awards ausgezeichnet

Der DVS freut sich, dass zwei DVS-Mitglieder einen der renommierten Preise des International Institute of Welding (IIW) erhalten haben. Jedes Jahr verleiht das internationale schweißtechnische Institut seine IIW-Awards auf der Annual Assembly, die nun erstmals online stattfand. Vom 15. bis 25. Juli ­konnten Mitglieder, Experten, Young Professionals und Interessierte in virtueller Umgebung an den Arbeitsgruppen und Besprechungen teilnehmen. Die Gewinner bekamen jetzt ihre Preise vorab per Post.

Professor Dr.-Ing. Adolf Hobbacher, Träger des DVS-Ehrenringes, wurde für seine langjährige Tätigkeit im IIW mit dem Preis Fellow of the IIW geehrt. Mit diesem IIW-Award werden Persönlichkeiten für ihren besonderen Beitrag in Wissenschaft und Technik auf dem Gebiet der Schweißtechnik gewürdigt. Im Jahre 2013 wurde Professor Hobbacher bereits der Evgeny Paton Prize für sein bedeutendes Lebenswerk in Wissenschaft und Technik vom IIW verliehen.

Den Henry Granjon Prize in der ­Kategorie B Werkstoffverhalten und Schweißeignung erhielt DVS-IIW Young Professional Dr.-Ing. Klaus Schricker von der TU Ilmenau. Mit dem Henry Granjon Prize werden Master- und Doktor­arbeiten oder vergleichbare Projekte der Industrieforschung von Nachwuchswissenschaftlern in vier Kategorien gewürdigt. Mit dieser Auszeichnung wird das Interesse von jungen Menschen für das Schweißen und die verwandten Verfahren gefördert.

Aufgrund der aktuellen Situation erhält jeder Gewinner der IIW-Awards 2020 seinen Preis bei der offiziellen Verleihung im Rahmen der kommenden IIW Annual Assembly vom 20. bis 25. Juni im nächsten Jahr in Genua, Italien.

VDI-Direktor Ralph Appel ist ­neuer Präsident der FEANI

VDI-Direktor Ralph Appel ist am 9. ­Oktober 2020 zum Präsidenten der FEANI (Fédération Européenne d’Associations ­Nationales d’Ingénieurs) gewählt worden. Damit verstärkt der VDI seine europäische Sichtbarkeit. Der Dachverband FEANI umfasst knapp 350 technisch-wissenschaftliche Organisationen aus 32 Ländern des europäischen Wirtschaftsraums und ist damit die von der EU-Kommission offiziell anerkannte Stimme von rund sechs Millionen Ingenieuren und Ingenieurinnen in Europa. Appel freut sich auf diese Rolle und möchte helfen, die technologisch und wirtschaftlich bedeutsame Kraft der Ingenieurskunst für Europa weiter zu stärken.

Dipl. Wirtsch.-Ing. Ralph Appel, Direktor des VDI(Foto: VDI/Catrin Moritz)

 

Die FEANI kümmert sich um Qualitätssicherung in der Ingenieurausbildung, die Anerkennung von Ingenieurqualifikationen auf internationaler Ebene und fördert Transparenz und Mobilität auf dem europäischen Inge­nieurarbeitsmarkt. FEANI bietet nach den Worten von VDI-Präsident Dr. Volker Kefer den Ingenieurvereinigungen Europas die Plattform, in einer Welt, in der Themen nicht mehr allein national behandelt werden können, ihre Interessen und Anliegen auf die euro­päische Ebene zu tragen. Dass dem VDI dabei eine wichtige Rolle angetragen wird, freut uns, so Dr. Kefer.

Eines der wichtigen Projekte innerhalb der FEANI ist es derzeit, technisches Know-how zur Erreichung der UN Sustainable Development Goals (SDGs) einzusetzen. Das ­Thema Nachhaltigkeit spielt nach Aussage von VDI-
Direktor Appel über die Landesgrenzen der einzelnen Mitgliedsländer hinaus eine große Rolle. Wir erarbeiten gemeinsam mit Partnern Lösungen, die wir an politische Entscheidungsträger herantragen, so Appel. Die FEANI vereine Ingenieure und Ingenieurinnen, die sich zusammen einer europäischen Herausforderung stellten, insbesondere dadurch, dass man diese aus verschiedenen, länderspezifischen Perspektiven ­beleuchte. Appel will außerdem die drei Jahre seiner Amtszeit in Brüssel nutzen, um den Beitrag von innovativen Ingenieurleistungen zum European Green Deal der EU-Kommission deutlich zu machen.

In Brüssel hat die FEANI erst seit 1997 ihren Sitz. Gegründet wurde sie in Paris im Jahr 1951 von deutschen und französischen Ingenieuren und Ingenieurinnen, die kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gemeinsam an technischen Innovationen arbeiteten. Innerhalb der beginnenden Europäisierung brachte die FEANI zwei ehemalige Kriegsgegner so näher zueinander, die mit ihrem gemeinsamen Engagement einen Beitrag für Frieden und Wohlstand in Europa leisteten. Sie kooperiert seitdem mit Organisationen auf europäischer und internationaler Ebene: Beispielsweise ist sie Gründungsmitglied der World Federation of Engineering Associations (WFEO) und enger Kooperationspartner der European Young Engineers (EYE), der Dachverband der europäischen Ingenieur­organisationen für Studierende und Berufs­anfänger.

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