DWA-Vorhaben – Galvanisieren und stromlose Metallabscheidung

Oberflächen 07. 10. 2020
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Vorhabenbeschreibung und Aufruf zur Mitarbeit an der Erweiterung des Merkblatts DWA M-765 Galvanisieren und strom­lose Metallabscheidung auf die metallverarbeitende, die metallbeschichtende und Leiterplattenindustrie

Es ist vorgesehen, das sich derzeit in Überarbeitung befindliche Merkblatt DWA-M 765 Galvanisieren und stromlose Metallabscheidung auf die metallverarbeitende, die metallbeschichtende und die Leiterplattenindustrie zu erweitern. Das Merkblatt soll für die Branchen Beizerei, Anodisierbetrieb, Brüniererei, Härterei und Leiterplattenherstellung des Anhangs 40 der Abwasserverordnung geöffnet werden. Das bestehende Merkblatt 765 stammt aus dem Jahr 2000, ist nicht mehr aktuell und wird von der Arbeitsgruppe DWA IG-2.36 Emissionen aus der metallverarbeitenden Industrie seit 2019 überarbeitet.

Die Arbeitsgruppe IG-2.36 hält eine Zusammenfassung der genannten Branchen aus dem Anhang 40 in dem Merkblatt für sinnvoll, weil viele Verfahrensschritte der Galvanotechnik ähneln, neue Verfahren und der Stand der Technik beispielsweise in diesen Industriezweigen nach Ansicht der Arbeitsgruppe derzeit nicht ­zusammenfassend abgebildet sind. Planern, Betreibern und Behörden fehlen somit wichtige Entscheidungsgrundlagen und ­Erkenntnisquellen. Aus gesetzlicher und stofflicher Sicht, insbesondere Stoffverbote auf der Basis von REACh oder die Neubewertung von organischen Farbstoffen, sowie auch hinsichtlich der Aufgabenfelder der genannten Betriebe hat sich in den letzten Jahren Entscheidendes verändert. Die Substitution von Chrom(VI)verbindungen, die ­Rückgewinnung von Elek­trolyten durch chemische Verfahrenstechnik, Teilstrombehandlungen der Spülwässer zur Wasserrückgewinnung und Elimination von wassergefährdenden Stoffen und auch die bei der Abwasserbehandlung neu hinzugekommenen Verfahren haben zu Ergänzungen des Standes der Technik geführt. Emissionen von Stickstoff- und Phosphorverbindungen werden zukünftig möglicherweise eine größere Rolle spielen.

Das Merkblatt dient der Beschreibung von Verfahren nach dem Stand der Technik beziehungsweise den besten verfügbaren Techniken zur Vermeidung von gefährlichen Stoffen im Abwasser und zur Behandlung von Abwasser. Möglichkeiten des Recyclings werden dargestellt. Darüber hinaus gibt das Merkblatt Empfehlungen und Hilfen zur Lösung technischer Probleme, zur Dokumentation und Organisation sowie bei der Umsetzung der einschlägigen Vorschriften. Es richtet sich an Behörden, Verbände, Planer und an die einschlägigen Betriebe.

Die Überarbeitung des Merkblatts erfolgt in der Arbeitsgruppe AG IG-2.36 Emissionen aus der metallverarbeitenden Industrie unter der Leitung von Rüdiger Miller. Die Arbeitsgruppe möchte sich um Experten aus den Branchen Beizerei, Anodisierbetrieb, Brüniererei, Härterei und Leiterplattenherstellung verstärken. Interessierte Fachleute werden gebeten, ihre Interessensbekundung mit einer kurzen Darstellung zur Person an die DWA-Bundesgeschäftsstelle zu senden. Hinweise für die Erweiterung des Merkblattes sollten ebenfalls an die DWA-Bundes­geschäftsstelle geleitet werden:

Kontakt

DWA, Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V., Bundesgeschäftsstelle, Dipl.-Ing. Iris ­Grabowski, Theodor-Heuss-Allee 17, D-53773 Hennef; Tel.: 02242/872-102, Fax: 02242/872-135;
E-Mail: grabowski@dwa.de

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