Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis 2020

Oberflächen 08. 02. 2020

Bewerbungsphase endet am 22. April

Den Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis DIE OBERFLÄCHE vergibt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA dieses Jahr bereits zum siebten Mal. Er prämiert Anwendungen und Technologien aller Disziplinen der Oberflächentechnik. Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 22. April.

Produktionsprozesse und Produkte ­werden zunehmend an ihrer Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, industriellen Umsetzung sowie am Innovationsgrad und am Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit gemessen. Die Oberflächentechnik zählt dabei zu den ­wichtigsten Schlüsseltechnologien. Dieser Stellung trägt das Fraunhofer IPA mit dem Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis DIE OBERFLÄCHE Rechnung. Weil die Oberflächentechnik maßgeblich am Innovationsgrad und Fortschritt zahlreicher Branchen beteiligt ist, möchten wir neuartige Anwendungen vorantreiben und würdigen, erklärt Martin Metzner, Leiter der Abteilung Galvanotechnik am Fraunhofer IPA.

Im Fokus der Auszeichnung stehen sogenannte Enabler-Technologien, also Neuerungen, die die Einführung bestimmter Produkte oder Technologien ermöglichen. Weitere Kriterien sind Innovationssprung, Nachhaltigkeit und industrielle Machbarkeit. Der Preis richtet sich an Einzelpersonen oder Organisationen. Zur Teilnahme am Wettbewerb sind alle aufgefordert, die die Oberflächentechnik-Branche innovativ und nachhaltig mitgestaltet haben, unabhängig davon, ob in der Galvanotechnik, Lackiertechnik, im thermischen Spritzen, in der chemischen oder physikalischen Gasphasenabscheidung. Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 22. April 2020.

Im Jahr 2018 wurde die plasotec GmbH aus Rathenow mit dem ersten Preis im Technologie-Wettbewerb Die Oberfläche ausgezeichnet. Den Ingenieuren der plasotec GmbH ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem sich metallische Oberflächen berührungslos polieren lassen. Das Plasmapolieren ist nicht nur effizient, sondern auch umweltschonend, weil es ohne starke Säuren auskommt und auf wässriger Basis aufbaut. Werden die elektrisch leitfähigen Werkstücke in die Lösung eingetaucht, erzeugen sie als Anode Oxidationsreaktionen, da sich aufgrund der hohen Spannungen ein Plasma aus geladenen Teilchen ausbildet, das die Oberfläche oxidiert und glättet.

In diesem Jahr wird der Preis Die Oberflä­che am 16. Juni auf der internationalen Fachmesse Surface Technology Germany verliehen, die von 16. bis 18. Juni in Stuttgart stattfindet. Die unabhängige Fachjury setzt sich neben Martin Metzner ­interdisziplinär aus Martin Riester (VDMA Fachverband Oberflächentechnik) und Michael Hilt (Forschungsgesellschaft für Pigmente und Lacke  e. V.) zusammen. Die Organisationen der Jurymitglieder sind von der Teilnahme am Wettbewerb ausgeschlossen.

Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen sind erhältlich unter:

Text zum Titelbild: Die Preisträger 2018 von plasotec GmbH (1. Preis), Gerhardi Kunststofftechnik GmbH (2. Preis) und Fraunhofer ITWM (3. Preis) (Quelle: Fraunhofer IPA / Foto: Tobias Herbst)

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