Wacker beteiligt sich an britischem Batteriematerialspezialisten Nexeon

Werkstoffe 07. 12. 2019
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Die Wacker Chemie AG intensiviert ihre Forschungsaktivitäten im Bereich siliciumbasierter Materialien für Hochleistungsbatterien mit einer Beteiligung an Nexeon Ltd. Wacker erwirbt 25 Prozent der Anteile des britischen Spezialunternehmens für neue Batteriematerialien. Über den Kaufpreis haben Wacker und Nexeon Stillschweigen vereinbart. Nexeon entwickelt, produziert und vertreibt innovative Anodenmaterialien auf Basis von Silicium, mit dem sich die Leistungs­fähigkeit von Lithiumionen-Batterien deutlich steigern lässt. Wacker forscht auf diesem Gebiet bereits seit dem Jahr 2010 und hatte schon 2013 mit Nexeon kooperiert.

Die Vereinbarung ist nach den Worten von Christian Hartel, Mitglied des Vorstands und verantwortlich für Forschung und Entwicklung bei Wacker, ein wichtiger Schritt, um die Aktivitäten bei siliciumbasierten Anodenmaterialien für Batterien der nächsten Generation zu verbreitern und damit weiter zu stärken. Einerseits kann so die erfolgreiche Forschungsarbeit von Wacker auf diesem Feld fokussiert und weiterentwickelt werden. Andererseits wird mit dieser Beteiligung die bisherige Zusammenarbeit mit Nexeon in der Entwicklung von ergänzenden Materialkonzepten gestärkt. Wacker ist aufgrund seiner jahrzehntelangen und tiefgehenden Erfahrung in der Siliciumchemie dazu prädestiniert, solche innovativen Materialien zu entwickeln und herzustellen.

Scott Brown, Chief Executive Officer von Nexeon, ist erfreut darüber, die bewährte Kooperation mit Wacker weiter zu intensivieren. Bei der Entwicklung siliciumbasierter Materialien, die Kohlenstoff als Anode in Lithium­ionen-Batterien ersetzen, zählt Nexeon zu den Technologieführern. Mit Wacker hat das Unternehmen einen starken Partner an seiner Seite, der bei der weiteren Entwicklung und Kommerzialisierung unterstützen kann.

Insbesondere für Anwendungen in mobilen Kommunikationsgeräten wie Smartphones und Tablets sowie in Elektrofahrzeugen kommt leistungsstarken Lithiumionen-Batterien eine Schlüsselrolle zu. Siliciumbasierte Materialien besitzen die höchste bekannte Speicherfähigkeit für Lithiumionen und haben deshalb das Potenzial, die Energiedichte solcher Batterien und damit ihre Leistungskraft erheblich zu steigern.

Über Nexeon

Nexeon Ltd mit Hauptsitz in ­Großbritannien konzentriert sich darauf, innovative und kosteneffiziente Anodenmaterialien auf Basis von Silicium zu entwickeln und zu ­lizensieren, die deutlich leistungsfähigere Batterien ermöglichen. Das Unternehmen arbeitet mit OEMs und Batterieherstellern zusammen, um Lithiumionen-Batterien der nächsten Generation zu realisieren und verfügt über ein etabliertes anwendungstechnisches Labor in Yokohama, Japan. Das Unternehmen hat bei der Entwicklung seiner Materialien die Skalierbarkeit in der Massenproduktion ebenso wie die Nachhaltigkeit im Blick.

Über Wacker

Wacker ist ein global tätiges Chemieunternehmen mit rund 14 500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 4,98 Milliarden Euro (2018). Mit einem breiten Angebot an technologisch hoch entwickelten Spezialprodukten nimmt das Unternehmen in einer Vielzahl von Branchen und Industrien eine führende Position ein. Wacker-Produkte werden in zahlreichen Endverbrauchermärkten mit hohen Wachstumsraten benötigt, wie etwa in der Solarindustrie, bei elektronischen Gütern oder bei Produkten der Pharma- und Pflege­mittelindustrie. Das Unternehmen verfügt über ein Netzwerk von derzeit 24 Produktionsstandorten und 22 technischen Kompetenzzentren in Europa, Amerika und Asien sowie rund 50 Vertriebsniederlassungen weltweit.

Text zum Titelbild: In der Zentralen Konzernforschung von ­­WACKER werden bei konstanter Temperatur Lithiumionen-Batterien auf ihre Stabilität ­geprüft (Bild: Wacker)

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