Qualitätssicherung und Schadensprävention bei Metallbauteilen

Oberflächen 06. 11. 2019
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Schadensfälle an Bauteilen und Halbzeugen verursachen hohe wirtschaftliche Verluste durch Produktionsausfall, Folge­schäden sowie notwendige Reparaturmaßnahmen und können darüber hinaus durch Materialversagen Menschen gefährden. Die neue Richtlinie VDI 3822 Blatt 1.6 gibt Hinweise für die Abklärung von Schadensfällen im Bereich des Stück­verzinkens.

Die Richtlinie VDI 3822 Blatt 1.6 wertet systematisch Erfahrungen aus Schadensanalysen an metallischen Bauteilen aus, bei denen Rissbildungen durch Einwirkung von Flüssigmetallen aufgetreten sind, und vereinheitlicht diese.

Gleichzeitig kann die Richtlinie hinsichtlich der Qualitätssicherungsmaßnahmen in der betrieblichen Fertigungskette vom Konstrukteur bis zum Verzinker helfen, kostspielige und mitunter gefährliche Fehler zu vermeiden. Sie beschreibt unter anderem den Mechanismus der flüssigmetallinduzierten Rissbildung, verfahrenstechnische Einflussgrößen, den Einflussbereich von Konstruktion und Verzinkerei sowie beispielhafte Schäden und Folgeschäden. Hilfestellung sowie Anleitung zur Vorgehensweise im konkreten Schadensfall sind ebenfalls enthalten.

VDI 3822 Blatt 1.6 definiert Begriffe, benennt Schadensarten einheitlich und stellt kennzeichnende Schadensbilder, Schadensbeschreibungen und Schadensmechanismen zum Vergleich mit dem zu untersuchenden Schadensfall zur Verfügung. Die Richtlinie leitet zur systematischen Vorgehensweise bei der Schadensanalyse an, gewährleistet die Vergleichbarkeit der Ergebnisse verschiedener Untersuchungsstellen und schafft damit die Voraussetzungen zur nachvollziehbaren Dokumentation. Dadurch können die gewonnenen Erkenntnisse sofort in die Qualitätssicherung eingehen, der Schadensprävention dienen und neue Entwicklungen einleiten. Die Richtlinie VDI 3822 Blatt 1.6 ist zusammen mit dem Grundlagenblatt Grundlagen und Durchführung einer Schadensanalyse zu verwenden.

Herausgeber der Richtlinie ­Schadensanalyse - Flüssigmetallinduzierte Rissbildung ist die
VDI-Gesellschaft Materials Engineering (GME). Die Richtlinie erschien im Juni 2019 als Weißdruck und ersetzt den Entwurf von August 2017. Sie kann zum Preis von 119,20 Euro beim Beuth Verlag (Tel.: +49 30 2601-2260) bestellt werden. VDI-Mitglieder erhalten zehn Prozent Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien. Onlinebestellungen sind unter www.beuth.de oder www.vdi.de/3822 möglich.

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