Ausgezeichnete Leistung

Oberflächen 07. 04. 2018
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Der Dörken MKS Lizenzpartner Metallveredelungswerk Sulz erhielt den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg – Eine neue Beschichtungsanlage und das gemeinsam mit Dörken MKS entwickelte KTL-Applikationsverfahren für den Delta-eLack® schafften es unter die TOP 5

Bei der Verleihung des Innovationspreises des Landes Baden-Württemberg am 28. November 2017 in Stuttgart konnte auch der Dörken MKS Beschichtungspartner Metallveredelungswerk Sulz GmbH aus Sulz am Neckar die begehrte Auszeichnung entgegennehmen. Mit dem Innovationspreis - Dr. Rudolf-Eberle-Preis - werden seit 1985 in jedem Jahr herausragende Innovationen und Entwicklungen von regionalen Unternehmen aus Baden-Württemberg prämiert. Das Metallveredelungswerk Sulz konnte mit seiner neuen Beschichtungsanlage und dem gemeinsam mit der Dörken MKS-Systeme GmbH & CO. KG, Herdecke, entwickelten KTL-Applikationsverfahren für den Delta-eLack® das Preiskomitee überzeugen und schaffte es dabei in die Gruppe der TOP 5.

Freude über den Innovationspreis: das Team vom Metallveredelungswerk Sulz GmbH (Foto: Metallveredelungswerk Sulz GmbH)

 

Massenschüttgut statt ­Beschichtung im Gestell

Bisher musste für den Beschichtungsvorgang jedes einzelne Bauteil auf ein Lackiergestell gehängt oder gespannt werden. Dies ist sehr kosten- und zeitaufwändig, denn für das manuelle Aufhängen werden in Deutschland je nach Bauteilgeometrie zwischen drei bis zehn Cent pro Stück kalkuliert. Aufgrund der daraus resultierenden hohen Bestückungskosten kam bei Sulz die eigentlich sehr leistungsfähige und dabei auch noch umweltschonende KTL-Beschichtung als zusätzlicher Topcoat auf einem kathodischen Korrosionsschutz nicht mehr in Frage.

Auf der Suche nach einer ­wirtschaftlicheren Lösung entwickelten die Techniker von Sulz in Kooperation mit Dörken MKS die so genannte KTL-Technologie 2.0. Die völlig neu­artige Anlagen- und ­Verfahrenstechnik ermöglicht es erstmals, zum Beispiel Stanzbiegeteile als Massenschüttgut in einer Lackiertrommel zu beschichten und dabei optisch wie korrosionstechnisch ebenso hochwertige Ergebnisse zu erzielen. Zum Einsatz kommt dabei der innovative Delta-eLack®. Die KTL-Beschichtung bietet eine ästhetische tiefschwarze Optik sowie eine eingestellte Reibungszahl - unter anderem auf das VDA-Fenster (0,09 bis 0,14 µges). Kombiniert mit einem Zink- oder Zinklamellenbasecoat erzielt das Material einen leistungsfähigen kathodischen Korrosionsschutz. Emre Kocak, Mitarbeiter im Technology Management bei Dörken MKS, erläutert, dass es das neue Verfahren erlaubt, Bauteile als Massenschüttgut zu beschichten, ohne dass diese verkleben oder ungleichmäßige Schichtdicken entstehen. Auch optische Fehler durch Fehlstellen und Lackanhäufungen sind nach seinen Erfahrungen kein Thema. Die Oberflächen sind glatt, gleichmäßig und bieten eine hoch leistungsfähige Schutzwirkung von über 1000 Stunden im Salzsprühtest.

Fazit

Mit der speziell entwickelten KTL-Technologie 2.0 ist der gesamte Beschichtungsprozess im Metallveredelungswerk Sulz nun deutlich zeit- und kosteneffizienter - bei einheitlichen Schichtdicken und gleich bleibend hoher Qualität. Zu Recht eine ausgezeichnete Entwicklung.

  • www.mv-sulz.de
  • www.doerken.de

Kontakt

Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG, Matthias Fischer; E-Mail: MFischer@doerken.de

Text zum Titelbild: Die Techniker von Metallveredelungswerk Sulz entwickelten in Kooperation mit Dörken MKS ein neues KTL-Applikationsverfahren für den Delta-eLack® (Foto: Metallveredelungswerk Sulz GmbH)

 

Das neue Verfahren erlaubt es, zum Beispiel Stanzbiegeteile als Massenschüttgut in der Lackiertrommel zu beschichten und dabei optisch wie korrosionstechnisch ebenso hochwertige Ergebnisse zu erzielen wie bei Gestellware (Foto: Metallveredelungswerk Sulz GmbH)

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