Saubere Arbeit für saubere Bahnteile

Oberflächen 05. 09. 2017
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Schweizerische Südostbahn nutzt Reinigungsanlage von BvL

Eine schnelle Abwicklung von Reparaturen und Instandhaltungen ist für den Bahnbereich erforderlich, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Kunden größtmögliche ­Sicherheit zu bieten. Die Beanspruchung der Materialien jeglicher Bahnteile ist enorm und regelmäßige Prüfungen auf Risse und Materialermüdung sind zwingend notwendig. Ein hoher Verschmutzungsgrad stellt den Service­anbieter für die Reinigung der ­Teile häufig vor große Herausforderungen. Dar­über hinaus handelt es sich bei den Bahnteilen zumeist um echte Schwergewichte, mit denen eine Vielzahl der Reinigungsanlagen überfordert ist. Eine gute Lösung wurde vor ein paar Monaten bei der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) in Betrieb genommen und für äußerst alltagstauglich befunden.

Bahnreinigungslösungen von BvL – ausgefeilte Technik aus Deutschland

Fast 30 Jahre Erfahrung in der industriellen Teilereinigung ermöglichen der BvL Oberflächentechnik GmbH aus dem emsländischen Emsbüren, die richtigen Lösungen für spezifische Kundenanforderungen zu entwickeln. Gemeinsam mit den verantwortlichen Fachleuten der SOB sowie dem Schweizer Vertriebspartner metalclean GmbH aus St. Gallen wurden zunächst der Reinigungsbedarf und die technischen Möglichkeiten ausgearbeitet. Die Großteileanlage PacificTA als Basisanlage wurde so umgesetzt, dass das Reinigungs­team der SOB eine bedienungsfreundliche und umwelteffiziente Anlage mit bestem Reinigungsergebnis erhielt.

Schwergewichte mit hohen Durchlaufzahlen im Service

Im Service-Zentrum Samstagern der SOB werden jährlich bis zu 70 ­Drehgestelle der Bahn gewartet. Seit 1988 wurde die entsprechende Reinigung mit einer Waschglocke und einem Waschraum für Großkomponenten durchgeführt. Eine geringe Waschleistung, ein hoher Zeitbedarf sowie ein geringer Komfort erforderten einen Ersatz. Mit der neuen Pacific-Reinigungsanlage erfolgt nun die Reinigung der Teile von A wie Achslagerdeckel bis Z wie Zug­sicherungsbalken nicht nur mit wesentlich höherer Reinigungs­leistung, sondern auch mit sehr viel geringerem Kraft- und Zeitaufwand für die Mitarbeiter. Mit Hilfe eines Krans werden die zu reinigenden Bahnteile mit einem Einzel­gewicht von bis zu 1,2 Tonnen auf rollende Zubringewagen gehoben, bevor über ­diese Wagen eine komfortable Beschickung in die Anlage erfolgt. Zur Reinigung der Großkomponenten (z. B. Rahmen der Drehgestelle) wurde durch BvL ebenfalls der manuelle ­Waschplatz mit einem neuen Hochdruckreiniger ausgestattet.

Waschen, Spülen, ­Trocknen in einer Kammer

Nach der individuellen Programmierung der elektronischen Anlagensteuerung und der Schließung des elektrischen Hubtors erfolgt die Reinigung der Teile in der Behandlungskammer durch eine eingebaute Spritzeinrichtung. Die Breitbanddüsen des oszillierenden Düsenrahmens werden mit Wasser über zwei leistungsstarke Umwälzpumpen versorgt. Nach dieser intensiven Behandlung folgt der Spülvorgang mit Wasser aus einem zweiten Tank. Durch die hohen Temperaturen bis zu 80 °C trocknen die gereinigten Teile energieeffizient und ohne einen weiteren Prozessschritt.

Bauteilsauberkeit durch ­Filter und Badsensorik

Für eine zuverlässige und gleichbleibende Sauberkeit der gereinigten Teile ist der Zustand des Wasch- und Spülwassers von hoher Wichtigkeit. Hierzu wird das Medium aus der Pacific-Reinigungsanlage und von der manuellen Hochdruckreinigung über einen separaten Bandfilter gefahren, um Feststoffe auszutragen. Eine Tankspülung in der Druckleitung der Wasch- und Spülpumpe und mittels einer Ringleitung über dem ­Tankboden wirbelt diese Feststoffe vorab in beiden Tanks auf. Die Ölabscheidung erfolgt zusätzlich über einen Plattenphasentrenner. Durch die standardmäßige Sensorikausstattung aller BvL-Anlagen (Libelle Fluid Control) wird der Verschmutzungsgrad der Reinigungsflüssigkeit permanent durch die Messung der Lichtabsorption gemessen. Der Nutzer kann so einen eventuell benötigten Badwechsel unmittelbar erkennen.

Umweltschonende und ­energieeffiziente Reinigung

Nach der Filterung wird das Brauchwasser der Anlage wieder zugeführt, sodass neben einer langen Standzeit des Badmediums Energie und Wasser höchstmöglich gespart werden. Durch eine zusätzliche Isolierung der Rohrleitungen, der Filter und der Tankabdeckungen mit einem flexiblen Dämmstoff verringert sich zudem der Austrag von Wärme­energie. Neben der Reduktion der Energiekosten erfüllt die BvL-Anlage bei der SOB so die gewünschten Umweltschutz­anforderungen. Eine Investition in die Zukunft ist hierdurch dauerhaft gesichert.

  • www.bvl-group.de

Text zum Titelbild: Die komfortable Beschickung der Reinigungsanlage erfolgt über einen verschiebbaren Rollwagen

 

Separate Schmutzstoffe werden über den ­separat untergebrachten Bandfilter ausge­tragen

 

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