Werkstofftechnisches Kolloquium

Werkstoffe 04. 04. 2017
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Große Resonanz für das 19. WTK der TU Chemnitz über Themen der Werkstofftechnik, Werkstoffwissenschaft und Oberflächentechnik

Bereits zum 19. Mal fand das Werkstofftechnische Kolloquium (WTK) statt, das vom Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik (IWW) – gebildet aus den Professuren Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde, Werkstoffwissenschaft sowie Werkstoff- und Oberflächentechnik der Technischen Universität Chemnitz – veranstaltet wurde. Wie die hohe Anzahl eingereichter Beiträge von Wissenschaftlern und Anwendern aus Instituten, Hochschulen und Unternehmen aus dem In- und Ausland zeigt, traf die Durchführung des traditionsreichen Kollo­quiums wieder auf eine große Resonanz.

Die zweitägige Veranstaltung mit etwa 200 Teilnehmern wurde im Zentralen Hörsaal- und Seminargebäude der TU Chemnitz am 16. und 17. März 2017 durchgeführt. 60 Fachvorträge und 20 Posterbeiträge informierten über neueste Forschungs­ergebnisse, innovative Anwendungen und prozesstechnische Entwicklungen.

 

Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung standen die Themen Werkstoffentwicklung und Werkstoffcharakterisierung, Oberflächen- und Beschichtungstechnik, Entwicklung von Verbundwerkstoffen und Werkstoffverbunden sowie Fügetechniken. Insbesondere im Rahmen der Plenarvorträge renommierter Wissenschaftler erlangten die Teilnehmer interessante Einblicke unter anderem in die Entwicklung neuartiger Werkstoffe und Verfahren der additiven Fertigungstechnik sowie Beschichtungstechnik.

Einen Höhepunkt bildete der Keynote-Vortrag mit dem Titel Arbeit der Zukunft von Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. e. h. mult. Dr. h. c. mult. Hans-Jörg Bullinger, zu dem alle Angehörigen der Technischen Universität, unabhängig von einer Konferenzteilnahme, eingeladen waren. Auch die fünfminütigen Impulsvorträge der Industrieaussteller stießen bei den Tagungsteilnehmern auf große Resonanz.

Prof. Hans-Jörg Bullinger während seines Key-Note-Vortrags (Foto: Steve Conrad)

 

Im Rahmen der Abendveranstaltung, die wie im Vorjahr in der gemütlichen Bar Ausgleich der Universitätsmensa stattfand, wurde neben dem Best Paper Award und dem Best Poster Award für die wissenschaftlichen Teilnehmer auch ein Best Presenter Award für die Industrieaussteller verliehen. Die ersten Preise gingen an Roland Marstatt von der Universität Augsburg für den Vortrag Formation of a Diffusion-Based Intermetallic Interface Layer in Friction Stir Welded Dissimilar Al-Cu Lap Joints, Rolando Candidato von der Université de Limoges mit dem Posterbeitrag Zinc-Added Hydroxyapatite Coatings Developed by Plasma Spraying of Precursor Solution sowie an das Unternehmen GOM GmbH.

Der sächsische Landesmeister im Poetry Slam Erik Leichter amüsierte mit seinen kreativen Reimen, auch direkt zum Werkstofftechnischen Kolloquium, die zahlreich erschienenen Teilnehmer bei der Abendveranstaltung.

Neben der traditionellen Veröffentlichung aller Beiträge im Tagungsband nutzte die überwiegende Mehrheit der Autorinnen und Autoren die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse online zu veröffentlichen und diese so auch auf internationaler Ebene sichtbar zu machen.

Die Veröffentlichung der englischsprachigen Beiträge erfolgte in der Online-Proceedings-Reihe IOP Conference Series: Materials Science and Engineering, abrufbar unter

http://iopscience.iop.org/
issue/1757-899X/181/1

Das 20. Werkstofftechnische Kolloquium findet am 14. und 15. März 2018 am gleichen Ort statt. Ein Kernthema ­dieser Jubiläumsveranstaltung wird das Abschlusskolloquium des Sonderforschungsbereichs 692 sein, in dem richtungsweisende Forschungsergebnisse aus über zwölf Jahren Forschung zum Thema hochfeste aluminiumbasierte Leichtbauwerkstoffe vorgestellt werden.

 

Den Preis für das beste eingereichte Manuskript erhielt Roland Marstatt (2.v.l.) von der Universität Augsburg (Foto: Andreas Gester)

 

Der Best-Poster-Award wurde Rolando Candidato (2.v.r.), Université de Limoges, für sein Poster verliehen (Foto: Andreas Gester)

 

Text zum Titelbild: Prof. Martin F.-X. Wagner, Prof. Hans-Jörg Bullinger, Prof. Thomas Lampke und Prof. Guntram Wagner (v.l.n.r.) vor einem Horch 306 Roadster aus dem Jahr 1927 (Foto: Steve Conrad)

 
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