Sichere Prozessführung beim Anodisieren von Aluminium

Werkstoffe 07. 11. 2016
  • Autoren dieses Artikels
  • 4175x gelesen

Vor allem auf Betreiben der Luftfahrtindustrie, die Aluminium in großem Umfang einsetzt, wurde das früher gängige Anodisierverfahren auf Basis von Lösungen mit Chromsäure durch Mischungen aus Weinsäure und Schwefelsäure ersetzt. Das sogenannte TSA-Verfahren hat sich dort inzwischen durchgesetzt und ist in der DIN EN 4704:2012-05 (Luft- und Raumfahrt – Weinsäure-Schwefelsäure-Anodisieren (TSA) von Aluminium und Aluminium-Knetlegierungen für den Korrosionsschutz und zur Vorbehandlung; Deutsche und Englische Fassung EN 4704:2012) festgeschrieben. Die daraus hergestellten Schichten erzeugen Oberflächen mit einer porösen Struktur, die einen optimalen Untergrund zur Auftragung von Lacken oder Klebstoffen bietet, aber auch eine hohe Beständigkeit gegen Korrosion und Verschleiß gewährleistet. Vorteil ist die Vermeidung von toxischen Stoffen bei der Herstellung und damit auch die sichere Unterbindung der Gefahr, dass Reste der Stoffe beim Gebrauch der Aluminiumbauteile an die
Umgebung abgegeben werden.

Eine sichere Prozessführung beim Anodisieren setzt voraus, dass die Anodisierlösung eine konstante Zusammensetzung aufweist. Dazu muss vor allem gelöstes Aluminium aus dem Prozess entfernt werden. Aber auch weitere Legierungsmetalle, die in gelöster Form in der Lösung aus Wein- und Schwefelsäure verbleiben, können den Anodisierprozess beeinflussen. Die aqua plus Wasser- und Recyclingsysteme GmbH bietet Verfahren – zum Beispiel unter Einsatz von speziellen Ionenaustauschern – an, mit denen die Zusammensetzung der Anodisierlösungen konstant gehalten werden kann. Die entfernten Stoffe werden bei dieser Technologie angereichert und können ohne großen Aufwand der Entsorgung oder Wiederverwertung zugeführt werden. Die Systeme werden von der aqua plus optimal an die jeweiligen Produktionsprozesse und -volumina angepasst, so dass ein kostengünstiger Betrieb der Anlagen gewährleistet ist. Diese Anlagentechnik ergänzt das Programm an Standardanlagen wie Retardation oder Verdampfung, mit dem das Unternehmen seit langem erfolgreich am Markt aktiv ist.

 

Relevante Unternehmen

Video(s) zum Thema

Werbepartner

Links zu diesem Artikel

Aus- und Weiterbildung

Top