ALUMINIUM 2016 zeigt Potentiale im Leichtbau

Werkstoffe 06. 11. 2016
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Der globale Megatrend Leichtbau bietet dem Werkstoff Aluminium hervorragende Wachstumschancen – vor allem im Automobilbau, im Transportsektor und in der Bauindustrie setzt der Werkstoff in Technik und Design Akzente. Wie der Markt für leichte Materialien weiter wächst, zeigt die ALUMINIUM 2016 in Düsseldorf. Auf der weltweit größten Branchenmesse zeigen vom 29. November bis 1. Dezember rund 1000 Aussteller aus 50 Nationen zukunftsweisende Lösungen für mehr Effizienz in Produktion und Verarbeitung von Aluminium.

Bei der Zahl der Aussteller und der Ausstellungsfläche konnte die ALUMINIUM 2016 erneut zulegen. Global Player, Spezialisten und junge innovative Unternehmen prägen das Bild in den sechs Messehallen, in denen die ALUMINIUM die ganze Bandbreite der Industrie abbildet – von der Aluminiumproduktion über Maschinen und Anlagen für die Bearbeitung und die Endprodukte bis zum Recycling. Im Mittelpunkt stehen neben dem Leichtbau unter anderem die Ressourcen- und Kosteneffizienz, aber auch Zukunftsthemen wie die Smart Factory. Und mit einem neuen Lightweight Technologies Forum wagt die Messe einen Blick über den Material-Tellerrand hinaus.

Einzelnen Schwerpunktthemen widmet die ALUMINIUM wieder spezielle Themenpavillons, darunter das Competence Centre Surface Technology, der Gießereipavillon, Primärpavillon, Schweißen- und Fügenpavillon, Recyclingpavillon oder die Magnesium Area. Neue Ideen und Produkte zum Anfassen zeigen die Aussteller nicht nur auf ihren Messeständen und den Themenpavillons, sondern auch auf den beiden Innovation Areas, die auf der ALUMINIUM 2016 eine Neuauflage finden. Zwei Sonderflächen zu den Themen Automotive (Halle 10) und Building (Halle 12) machen die Vielfältigkeit von Aluminium für die Besucher im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar.

Für die Produzenten, Verarbeiter, Technologiezulieferer, Konstrukteure und Ingenieure aus den Anwendungsindustrien von Aluminium ist die Messe der wichtigste Branchentreff. Rund 27 000 Besucher aus 100 Nationen werden auf der ALUMINIUM erwartet. Ähnlich international geht es auf der Seite der Aussteller zu: 60 Prozent der 1000 Aussteller kommen aus dem Ausland zum Branchentreff nach Düsseldorf. Zu den größten der 50 Ausstellernationen gehören (nach Deutschland) in diesem Jahr Italien, gefolgt von China, der Türkei, Großbritannien und Spanien. Neben dem europäischen Ausland sind auch Nordamerika, die arabischen Staaten und Asien auf der Messe wieder stark vertreten. Die internationale Bedeutung machen zudem die gut gebuchten Länderpavillons deutlich, darunter der Chinesische, der Niederländische, der Russische, der Dänische sowie der Norwegische Pavillon. Seine Premiere feiert der Taiwanesische Gemeinschaftsstand.

Die ALUMINIUM ist nicht nur globaler Handelsplatz Nr. 1 der Branche, sondern bietet vor allem viel Know-how: In der ALUMINIUM-Conference, dem ALUMINIUM-Forum und dem Lightweight Technologies-Forum referieren Experten aus Industrie und Wissenschaft über Grundlagen, Trends und Innovationen in der Aluminiumindustrie.

Die Zukunftschancen des Werkstoffs stehen im Mittelpunkt der ALUMINIUM 2016 Conference, die wieder vom Gesamtverband­ der Aluminiumindustrie organisiert wird. In mehr als 40 Vorträgen referieren Materialexperten über die Möglichkeiten in der aluminiumverarbeitenden Industrie und den Anwendungsmärkten. Die Konferenz findet im Congress Center Ost statt; für die Teilnahme ist eine gesonderte Eintrittskarte nötig. Konferenzsprache ist Englisch.

Im messebegleitenden ALUMINIUM-Forum kommen die Aussteller selbst zu Wort. Unternehmen aus den USA, Großbritannien, Russland, China und Deutschland präsentieren ihre Innovationen und erfolgreichen Projekte im dreitägigen Vortragsprogramm. Die Themen folgen dabei der Wertschöpfungskette – von aktuellen Trends auf dem Rohstoffmarkt über Walz- und Gusstechnik sowie Oberflächenveredelung bis zu Sortierung und Recycling von Aluminium. Der Zutritt ist für die Messebesucher kostenlos. Vortragssprache ist auch hier Englisch.

Schnittstelle von Metall- und Faserverbund-Technologien

Den Trend zu modernen Multimaterialsystemen spiegelt das neue Lightweight Technologies Forum im Rahmen der ALUMINIUM und der parallel stattfindenden Fachmesse COMPOSITES EUROPE wider. Das kombinierte Ausstellungs- und Vortragsforum in Halle 8a wird zur material­übergreifenden Schnittstelle von Metall-
und Faserverbundtechnologien in Strukturbauteilen. In anwendungsorientierten Themenblöcken referieren Experten aus der Praxis zu aktuellen Fragestellungen rund um Materialverbünde in den Bereichen Automotive, Luft- und Raumfahrt und Architektur. Der Besuch des Forums, wie auch der COMPOSITES EUROPE, ist für ALUMINIUM-Besucher im Ticket inbegriffen.

Messemarktplatz für die Leichtbau-Herausforderungen

Die Verbindung zur COMPOSITES EUROPE macht den Fokus auf den Leichtbautrend perfekt. Auf der europäischen Fachmesse für Verbundwerkstoffe zeigen 350 Aussteller die Technologien und Trends aus den Bereichen Glas-, Kohle- und Biofaserverstärkter Kunststoffe. In vielen Anwendungsbereichen werden nach den Worten von Olaf Freier, Event Director der beiden Messen beim Veranstalter Reed Exhibitions, vor allem Composites-Metallverbünde im Rennen um die leichten Werkstoffe profitieren. Gemeinsam mit der COMPOSITES EUROPE sei die ALUMINIUM bestens für die neuen Herausforderungen gerüstet.

Mit den Werkstoffen Aluminium, Magnesium und faserverstärkten Kunststoffen wird Düsseldorf vom 29. November bis 1. Dezember der größte Messemarktplatz für die Leichtbauherausforderungen in Automobilbau, Luftfahrt, Maschinenbau, Sport- und Freizeitindustrie, Windenergie und dem Bausektor. Als Messedouble bringen die Aluminium und die COMPOSITES EUROPE rund 1300 Aussteller und mehr als 30 000 Experten aus Industrie, Forschung und Entwicklung zusammen.

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