Wirtschaftliche und nachhaltige Optimierung von Wasch- und Entfettungsmedien

Oberflächen 10. 06. 2015
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Praxisreport aus der Metallindustrie

Eine wirtschaftliche und qualitätssichernde Pflege von Prozessmedien ist Voraussetzung, um Restschmutzbelastungen auf Oberflächen zu verhindern und Betriebs- und Entsorgungskosten zu minimieren. Bei einem renommierten, weltweit tätigen Metallverarbeiter, mit Werken unter anderem in Hessen, erfolgte bis 2014 die Teilereinigung über eine vollautomatische Mehrkammer-Wasch- und Entfettungsanlage im Durchlaufverfahren mit Kaskadenführung. Die vorhandenen Filtersysteme erwiesen sich als unzureichend, sodass man nach einer Lösung für das Filtrationsproblem suchte. Ziel war es, die Belastung des Mediums mit emulgierten Ölen, Kohlenwasserstoff sowie suspendierten Stoffen und partikulären Verunreinigungen zu senken. Außerdem sollte die Standzeit des Mediums signifikant erhöht werden, da die kontinuierlichen Wasserwechsel eine immens hohe Kostenbelastung verursachten und zu einem Stillstand der Produktion führten. Alle Maßnahmen sollten schließlich dazu beitragen, Ausschuss zu vermeiden.

Versuche mit verschiedenen, herkömmlichen Ultrafiltrationsanlagen waren in der Vergangenheit eher erfolglos, da die hohe Medienbelastung keinen zufriedenstellenden Betrieb erlaubte, zu viel noch waschaktive Tenside ausgetragen wurden, ein hohes Abfallvolumen entstand und die Systeme selbst hohe Betriebskosten verursachten.

Als mögliche Lösung des Problems wurde im Oktober 2013 die Rotationstechnologie der AQON Water Solutions GmbH getestet. Erste praktische Versuche mit einer Mietanlage vor Ort waren so überzeugend, dass seit Juli 2014 eine eigene, fest installierte Rotations-Ultrafiltrationsanlage die Prozesswässer aufbereitet. Dies erfolgt zu deutlich geringeren Kosten als mit herkömmlichen Ultrafiltrationssystemen.

Bedingt durch die Rotationstechnologie­ können Druck und Überströmung der Membrane unabhängig voneinander eingestellt werden. Der Filterprozess selber läuft mit wesentlich geringerem Druck. Niedriger Anschlusswert, weniger mechanische Verschleißteile, kostengünstige Flachmembranen und eine hohe Aufkonzentration bis Faktor 15 sichern nach Aussage von Marian Wilk, CEO von AQON, die gute Wirtschaftlichkeit.

Für den Kunden rechnet sich die Investition in kürzester Zeit, da eine Kreislaufführung des Wasch- und Entfettungsmediums möglich wurde. Dadurch hat sich die Standzeit auf mehr als 1 Jahr erhöht; das Abwasservolumen hat sich entsprechend reduziert und die Tensid- und Reinigerkonzentration wurde um etwa 50 Prozent gesenkt – bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung.

Die Besonderheiten der Rotationsfiltertechnologie liegen insbesondere in einer hohen erreichbaren Querströmung und dem Vermeiden einer Verblockung der Membranoberfläche. Weitere Charakteristika der Technologie sind:

  • kostengünstige Flachmembranen
  • variabel auslegbare Trenngrenzen mit unterschiedlichen Membranen pro Anlage
  • Filterleistung von 100 L/h bis 500 L/h (je nach Medium und Typ)
  • extrem kleine Grundfläche
  • energiesparende Strömungstechnologie mit geringem Stromverbrauch (ab 1,5 kW/h)

Die Verfahrenstechniken kommen beispielsweise zum Einsatz bei Emulsionen/KSS, Umform- und Schleifölen, Wasch- und Entfettungslösungen, Schleif- und Entgratungsprozessen oder Galvanik- und Erodierprozessen. Die Technologien und Verfahren sowie das Leistungsportfolio der AQON Water Solutions orientieren sich an der Verbindung des innovativen Maschinen- und Anlagenbaus mit nachhaltiger Verfahrens- und Umwelttechnik.

AQON Water Solutions GmbH
Renngrubenstraße 7, D-64625 Bensheim

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