Seit kurzem sind alle Komponenten aus dem Elektroklemmenprogramm der Leipold-Gruppe neben Kupfer auch für Aluminiumleiter zugelassen und ermöglichen so den Umstieg auf das kostengünstige Aluminium als Leitermaterial. Leipold legte zudem einen weiteren Fokus auf die Präzisionsteile für die Luftfahrtindustrie.
Mit dem Klemmenprogramm wird der Weg zu einem Umstieg von Kupfer auf Aluminium in der Energieverteilung vereinfacht und so der Kosten- und Gewichtsvorteil von Aluminium gegenüber Kupfer genutzt. Die neuen Elektrokomponenten ermöglichen einen optimalen Anschluss des Leitmaterials, der bisher als schwierig galt. Leipold-Klemmen ermöglichen im Gegensatz zu bisherigen Lösungen den störungsfreien Übergang von Aluminium- zu Kupferkabeln in Schaltschränken oder Übergabepunkten. Das Hauptproblem bei der Verknüpfung: Die unterschiedlichen Materialien sind aufgrund der elektrochemischen Spannungsreihe eigentlich nicht miteinander kompatibel. Leipold gewährleistet aber das sichere Verbinden beider Leitermaterialien durch eine spezielle Beschichtung seiner Verteilerklemmen. Diese verhindert die Zersetzung des unedleren Aluminiums.
Erst vor Kurzem hatte sich die Leipold-Gruppe bei der internationalen Prüfstelle SGS Fimko in Helsinki für die Aluminiumeignung zertifizieren lassen – die Komponentenhersteller sind verpflichtet, die Eignung nachzuweisen. Nach den gängigen VDE- und UL-Siegeln tragen die Hauptleitungsabzweigklemmen, Phasenverteilerblöcke sowie Leiteranschlussklemmen nun auch das FI-Siegel.
Für Präzisionsteile für die Luftfahrttechnik bietet Leipold die Teile aus Titan, Aluminium und Edelstahl an. Die Luftfahrt stellt höchste Ansprüche an die Präzision der Teile, die bereits in Flugzeugen verbaut werden. Vor allem in puncto Rückverfolgbarkeit aller Bestandteile und Faktoren der Fertigung war dies eine Herausforderung für das Unternehmen.
Die Leipold-Gruppe ist Hersteller von Präzisionsteilen aus Kupferlegierungen und Stählen sowie eigens entwickelten Elektrokomponenten. Als Industriepartner deckt die Leipold-Gruppe von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Logistik die gesamte Wertschöpfung in der Zulieferkette ab. Gefertigt wird für Unternehmen aus der Automotive- und Elektrotechnikbranche sowie aus dem Bereich Industrie- und Haustechnik. Das Produktportfolio umfasst beispielsweise Präzisionsteile für Kraftstoffführungen, Sensoren, Steuergeräte und Schweißdüsen sowie innovative bleifreie Messingteile für Armaturen. Außerdem entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen Elektrokomponenten wie Hauptleitungsabzweigklemmen oder Phasenverteilerblöcke vom Standort in Bünde (HORA-WERK GmbH) aus in Eigenregie.
Kern der Unternehmensphilosophie ist die Produktqualität. Das Stammhaus der Gruppe, die 1919 gegründete Carl Leipold GmbH, gehört zu den ältesten industriellen Drehereien in Deutschland und hat seinen Sitz in Wolfach im Schwarzwald. Weitere Werke befinden sich in Dransfeld (Raum Göttingen), Bünde (Raum Bielefeld) sowie den USA (Windsor/Connecticut). Daneben verfügt das Unternehmen über einen Vertriebsstützpunkt in Großbritannien. Die Leipold Gruppe beschäftigt weltweit rund 400 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 70 Millionen Euro.