Als Lösungsvorschlag für einen namhaften Kamerahersteller entwickelte LK Mechanik einen innovativen Wechselrahmen für die Oberflächenbehandlung von optischen Linsen. Das System besteht aus einem Grundrahmen und austauschbaren Halterungen, in denen sich Linsen verschiedener Ausführung sicher durch die Prozessstufen Reinigen und Beschichten führen lassen. Es bildet eines der zentralen Messethemen von LK Mechanik auf der parts2clean in Stuttgart.
Die oberflächentechnische Veredelung von optischen Linsen mit speziellen Coatings und Dünnschichten im Nanometerbereich gehört heute zu den Standardmethoden bei der Kameraherstellung. Diese Diffusionsschichten (z. B. Gold, Silber oder Tantal) werden mit verschiedenen thermochemischen Verfahren, wie etwa der Gasphasenabscheidung, in Vakuumöfen aufgedampft. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass die empfindlichen Linsen sicher und störungsfrei durch den Prozess laufen können. Zu diesem Zweck entwickelte die LK Mechanik GmbH das Konzept eines einstellbaren Wechselrahmensystems aus elektropoliertem Edelstahl (1.4301), das nach den Worten von Friedhelm Kraft, Firmenchef von LK Mechanik, Linsen unterschiedlicher Größe aufnehmen kann und sich durchgängig von der Reinigung bis zur Beschichtung einsetzen lässt.
Die Systemlösung der LK Mechanik besteht aus standardisierten Grundrahmen des Typs LK227-1 und Wechseleinsätzen (LK227-2) mit Aufnahmen für Linsen verschiedener Durchmesser und Dicken. Die Grundrahmen passen problemlos in alle Vakuumkammern und die Einsätze sind variabel einstellbar, damit sich Familien von Linsen gruppieren lassen. Dabei werden die Linsen in dünnen, von einem POM-Rasterprofil ummantelten Edelstahlstäben mit nur minimalen Kontaktpunkten im benötigten Rastermaß fixiert. Der Wechseleinsatz ist durchbiegungssteif ausgeführt und lässt sich – komplett mit den Linsen bestückt – in den Grundrahmen einhängen. Nach Aussage von Friedhelm Kraft benötigt der Kunde im praktischen Betrieb lediglich einige wenige Grundrahmen, die er bedarfsgerecht mit verschiedenen Wechseleinsätzen kombinieren könne.
Die komplette Systemlösung von LK Mechanik ist so ausgelegt, dass sie sich sowohl für das manuelle Be- und Entladen als auch in vollautomatischen Pick-and-Place-Anlagen einsetzen lässt. Sowohl der Grundrahmen als auch die Wechseleinsätze verfügen über eingeprägte oder laserbeschriftete Codierungen (z. B. Matrix-Code) und Klartext-Markierungen nach Kundenwunsch, sodass die Chargen oder Linsenvarianten im laufenden Prozess stets eindeutig identifizierbar sind. Die Kennzeichnung kann aber auch über eigene beschriftete und auswechselbare Etikettenhalter erfolgen.
Das gesamte System ist bewusst als stabile und verwindungssteife Edelstahlblech-Konstruktion ausgeführt. Alle Seitenwangen sind aus Gründen der Gewichtsersparnis großzügig gelocht und verfügen über Fixierelemente – der Grundrahmen für die Befestigung in der Vakuumkammer und die Wechseleinsätze für das sichere Einsetzen im Grundrahmen. Laut Friedhelm Kraft wird ein solches Wechselrahmensystem unter Einsatz von modernen Fertigungsverfahren wie etwa dem Laserfeinschneiden, dem Wasserstrahlfeinschneiden und dem Präzisionsstanzen sowie durch die Anwendung eines kombinierten Nass-/Trocken-Verfahrens für die Oberflächenveredelung gefertigt. Alle Bauteile und Komponenten zeichnen sich durch absolut gratfreie Kanten aus – ein Qualitätsmerkmal der Reinigungsbehälter und Werkstückträger von LK Mechanik.
LK Mechanik GmbH
Sanderweg 1, D-35452 Heuchelheim
Halle 4, Stand B12
Text zum Titelbild: Das neue Rundeckentray R25 von LK Mechanik verbessert die Effizienz von medizinischen Reinigungs- und Sterilisationsprozessen

Friedhelm Kraft, LK Mechanik, mit einem einstellbaren Wechselrahmensystems aus elektropoliertem Edelstahl