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Werkstoffe 10. 12. 2014
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Dr.-Ing. Max Schlötter GmbH im Iran aktiv

Rund 120 interessierte Fachleute besuchten am 22. Oktober 2014 ein eintägiges Kundenseminar Zink-Nickel im Hotel Simorgh in Teheran, zu dem die Dr.-Ing. Max Schlötter GmbH zusammen mit dem Unternehmen Iran Board Electronics (IBE), ihrem iranischen Vertriebspartner, eingeladen hatte. IBE und Schlötter verbindet bereits eine über 20jährige Zusammenarbeit. Die hoffnungsvolle politische Entwicklung der letzten Monate gab schließlich den Impuls, nach mehr als 10 Jahren wieder ein gemeinsames Kundenseminar im Iran zu veranstalten.

Nach der Begrüßung durch Reza Gharehdaghi, Geschäftsführer von IBE, erläuterten die Referenten Heiko Baur und Thomas Heiss aus der Service-Abteilung von Schlötter verschiedene Aspekte rund um das Thema Korrosionsschutz. Ihre Fachvorträge beinhalteten den Einsatz von alkalisch Zink, einen Vergleich zwischen sauren und alkalischen Zink-Nickel-Elektrolyten, Nachbehandlungen für Zink-Nickel-Schichten sowie Korrosionsklimawechseltests der OEMS. Die Resonanz auf das Kundenseminar war sehr positiv; schon die lebhafte Fragerunde, die sich nach den jeweiligen Vorträgen entwickelte, zeigte, wie groß das Interesse der Teilnehmer am Thema Zink-Nickel war.

Bislang wird Zink-Nickel in der iranischen Automobilindustrie, die zu den wichtigsten Wachstumsbranchen des Landes zählt, noch kaum eingesetzt. Das dürfte sich ändern, falls es zu einer weiteren Lockerung der Wirtschaftssanktionen kommen sollte. Von einem Durchbruch in dem Atomstreit würden sowohl die iranische als auch die europäische Automobilindustrie profitieren. Besonders französische Unternehmen wie Renault und PSA waren vor den westlichen Sanktionen stark im Iran engagiert. Renault gründete im Jahr 2004
Renault PARS, ein Joint Venture mit den beiden größten iranischen Automobilherstellern, Iran Khodro und Saipa.

Nach dem Interimsabkommen, das im November 2013 zwischen dem Iran und den UN-Vetomächten sowie Deutschland geschlossen wurde, wurden die Wirtschaftssanktionen gegenüber dem Iran teilweise ausgesetzt. Der Genfer Aktionsplan, der am 20. Januar 2014 in Kraft trat, hatte bereits positive Auswirkungen auf die iranische Wirtschaft: Nach einem deutlichen Rückgang des BIP in den Jahren 2012 und 2013 wird für 2014 wieder ein positives Wirtschaftswachstum erwartet.

Auch Schlötter sieht mittelfristig gute Perspektiven im Iran, falls es 2015 doch zu einem Ergebnis bei den Atomverhandlungen kommen sollte. Mit 70 Millionen Einwohnern zählt der Iran zu den interessantesten Märkten im Mittleren Osten. Bisher ist Schlötter im Iran hauptsächlich im Bereich der dekorativen Galvanotechnik aktiv. Mit Zink-Nickel bieten sich Chancen, auch in der funktionalen Galvanotechnik Fuß zu fassen.

Reza Gharehdaghi begrüßt die Teilnehmer

Diskussionsrunde mit den Teilnehmern

Tagungsraum im Hotel Simorgh

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