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Werkstoffe 10. 12. 2014
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Verabschiedung von Albert Klotz

In seinen langen Jahren bei Umicore Galvanotechnik hat er mit seiner Kompetenz und umsichtigen, nachhaltigen Geschäftspraktik die Marktposition des Unternehmens mit aufgebaut – nun hat Albert Klotz den wohlverdienten Ruhestand erreicht.

 Albert Klotz, Thomas Engert, Thilo Kuhn, Michael Herkommer (v. l. n. r.)

 

Ende November wurde Albert Klotz, Prokurist, Vertriebsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung, nach 45 Dienstjahren im Unternehmen verabschiedet. In dieser Zeit sind persönliche Beziehungen entstanden, die weit über gewöhnliche Geschäftsverbindungen hinausreichen. Als verantwortlicher Hauptabteilungsleiter für den Bereich Vertrieb und Marketing hat Albert Klotz viele Jahre die Weltmarkposition des Unternehmens mit aufgebaut und die Kompetenz und Zuverlässigkeit der Umicore Galvanotechnik im Edelmetallhandel maßgeblich geprägt.

Albert Klotz trat 1969 seine Ausbildung zum Industriekaufmann im Unternehmen an. Von der Pike auf erlernte er das Edelmetallhandelsgeschäft und ist blieb ihm bis zum Eintritt in den Ruhestand treu. Er verantwortet heute das gesamte Edelmetallhandelsgeschäft des Unternehmens und wird in der Fachwelt von Kunden und Wettbewerbern gleichermaßen als erfahrener Fachmann national und international wahrgenommen. Mit seiner umsichtigen und nachhaltigen Geschäftspraktik trug er dazu bei, das Edelmetallgeschäft kontinuierlich weiterzuentwickeln und als wichtiges Standbein des Unternehmens zu bewahren. Albert Klotz erwies sich in verantwortlicher Position als geschätzter und sehr engagiert handelnder Fachmann. Seine Geschäftskontakte gehen weit über europäische Grenzen hinaus. Seine Einsatzbereitschaft in allen Situationen, die selbstverständliche Loyalität zum Unternehmen und alles weitere, was Herr Klotz zum Wohle der Umicore Galvanotechnik in diesen 45 Jahren beigetragen hat, verdient größte Anerkennung, sagt Geschäftsführer Thomas Engert. Langjährige Mitarbeiter wie er sind das Gedächtnis und der Stabilitätsfaktor unseres Unternehmens, ohne die Umicore den Wandel der Zeiten nicht bestanden hätte. In einer Feierstunde dankte die Geschäftsleitung dem jung gebliebenen, frisch gebackenen Pensionär für seinen persönlichen Einsatz und die freundschaftliche Zusammenarbeit und wünschte Gesundheit, Glück und Segen für den neuen Lebensabschnitt. Die Belegschaft verabschiedete sich von ihm in einer persönlichen und herzlichen Atmosphäre.

Nachfolger von Albert Klotz wird Thilo Kuhn, der zuletzt den Technischen Vertrieb in Schwäbisch Gmünd verantwortlich geleitet hat. Kuhn hatte nach einem erfolgreichen Betriebswirtschaftsstudium eine regionale Vertriebsverantwortung im Unternehmen übernommen und kennt den Edelmetallhandel in allen Facetten.

Den Bereich Technischer Vertrieb verantwortet zukünftig Michael Herkommer. Durch sein fachbezogenes Studium, seine langjährige internationale Branchenerfahrung und zuletzt die Verantwortung für den Bereich Strategische Geschäftsentwicklung qualifiziert er sich vorbildlich als neues Mitglied der Geschäftsleitung.

Das aus der 1888 gegründeten Gold- und Silberscheideanstalt Dr. Walter & Schmitt hervorgegangene Spezialunternehmen Umicore Galvanotechnik ist auf dem Gebiet der Oberflächenveredelung mit Edelmetallen weltweit erfolgreich. Mit stabilen Ergebnissen und hervorragenden betriebswirtschaftlichen Kennziffern stellt sich das Unternehmen mit seinen 180 Mitarbeitern den anstehenden Markterfordernissen. 

Magnesium-Schwefel-Batterien

Das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gegründete Helmholtz-Institut Ulm (HIU) treibt die Forschung zu Batterien der nächsten Generationen voran: Eine Forschungsgruppe hat nun einen Elektrolyten für den Bau von Magnesium-Schwefel-Batteriezellen entwickelt, der. Damit lassen sich höhere Speicherdichten erreichen als mit Lithium. Zudem kommt Magnesium häufig in der Natur vor, ist ungiftig und zersetzt sich nicht an der Luft. In der Zeitschrift Advanced Energy Materials stellt die Forschungsgruppe den neuen Elektrolyten vor.

In vielen elektrischen Geräten werden heute Lithium-Ionen-Batterien und Metallhydrid-Batterien als Energiespeicher eingesetzt. Wissenschaftler weltweit forschen derzeit an Alternativen zu diesen etablierten Batteriesystemen, um zukünftige Geräte sicherer, kostengünstiger, nachhaltiger und leistungsfähiger zu machen. Ziel ist, Lithium durch andere Elemente zu ersetzen. Dafür ist es erforderlich, alle Komponenten der Batterie neu zu entwickeln und ein Verständnis der elektrochemischen Vorgänge zu erarbeiten.

Auf Magnesium basierende Batteriezellen gelten derzeit als attraktive Möglichkeit, Lithium in Batterien zu ersetzen. Mit Magnesium lassen sich grundsätzlich höhere Speicherdichten erreichen als mit Lithium. Weitere Vorteile von Magnesium sind, dass es häufig in der Natur vorkommt, ungiftig ist und sich nicht wie Lithium an der Luft zersetzt. Bisher waren die Fortschritte auf diesem Gebiet allerdings gering. Vor allem fehlte es an geeigneten Elektrolyten für das Magnesium, mit denen sich Batterien mit hoher Speicherkapazität und Leistungsdichte bauen lassen.

Eine Forschungsgruppe um Professor Maximilian Fichtner und Dr. Zhirong Zhao-Karger konnte nun am HIU erstmals einen neuen aussichtsreichen Elektrolyten vorstellen, der die Entwicklung einer völlig neuen Generation von Batterien ermöglichen könnte. Der neue Elektrolyt zeichnet sich durch eine ganze Reihe von vielversprechenden Eigenschaften aus. So weist er eine bisher unerreichte elektrochemische Stabilität und einen sehr hohen Wirkungsgrad auf. Zusätzlich ist es möglich, den Elektrolyten in verschiedenen Lösungsmitteln und in hohen Konzentrationen zu verwenden. Der Elektrolyt ist chemisch kompatibel mit einer Schwefelkathode.

Ein weiterer Vorteil ist die ausgesprochen einfache Herstellung des Elektrolyten. Es werden zwei kommerzielle Standardchemikalien verwendet, die in das gewünschte Lösungsmittel eingerührt werden. Diese einfache Mischung kann danach direkt als Elektrolyt in der Batterie verwendet werden. Kürzlich haben die Wissenschaftler festgestellt, dass eine Variante dieses Elektrolyten auch an Luft stabil ist. Damit kann nun auch mit der Entwicklung neuartiger Magnesium-Luft-Batterien begonnen werden, so der Forschungsgruppenleiter Maximilian Fichtner.

Publikation: Zhirong Zhao-Karger, Xiangyu Zhao, Di Wang, Thomas Diemant, R. Jürgen Behm, Maximilian Fichtner; Advanced Energy Materials; DOI: 10.1002/aenm.201401155

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