Gewichtseinsparungen im Automobilbau

Werkstoffe 10. 09. 2014
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Um Gewichtseinsparungen im Automobilbau geht es bei der Tagung Massiver Leichtbau im Automobil – Werkstoffe & Bauteile, Potentiale & Lösungen, die am 18./19. November 2014 im Mövenpick Hotel Stuttgart Airport & Messe stattfindet. Auf die Teilnehmer warten mehr als 20 Vorträge von hochkarätigen Referenten.

Die Veranstaltung ist in drei Sessions unterteilt. Session 1 am ersten Veranstaltungstag bietet eine Einführung in die Branche. Höhepunkt ist sicher die Vorstellung der Kernergebnisse der Potentialstudie Massiver Leichtbau, die aktuell von der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen (fka) erstellt wurde. Im Fokus dieser Studie stehen Gewichteinsparungen im Antriebsstrang und Fahrwerk.

Die beiden weiteren Sessions behandeln die Bereiche Werkstoffe und Prozesse. Im Themenbereich Werkstoffe werden unter anderem Entwicklungstrends bei hochfesten Werkstoffen dargestellt sowie die Entwicklung neuer Werkstoffe mit Leichtbaupotential für optimierte Prozessketten. Prozessketten – vom Stahl zur Leichtbaukomponente mit Beispielen aus dem Antriebsstrang ist ein Thema, das im Bereich Prozesse beleuchtet wird.

Der zweite Tag ist ganz dem Thema Massivumformung gewidmet. Die Vorträge zeigen, wie die Forschungsergebnisse­ in enger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Unternehmen in die Praxis umgesetzt werden. Zusätzlich zu den Vorträgen bietet die Tagung informative Gespräche mit Experten und eine Ausstellung, in der Leichtbau-Know-how in Antriebs- und Fahrwerktechnik präsentiert wird. Das genaue Programm der Veranstaltung sowie weitere Informationen sind auf der Website www.massiverleichtbau.de/­kundentagung/veröffentlicht.

Die Initiative Massiver Leichtbau

In der Initiative Massiver Leichtbau haben sich Anfang 2013 15 Firmen der Massiv­umformung und neun Stahlhersteller unter dem Dach des Industrieverbandes ­Massivumformung e. V. und des Stahlinsti­tuts VDEh zusammengeschlossen. Ziel der Initiative ist es, durch eine konzertierte Aktion von Unternehmen der Massivumformung und Stahlherstellern die Potentiale massivumgeformter Bauteile für den Leichtbau im Fahrzeug öffentlichkeitswirksam aufzuzeigen. Der Nutzen für die Unternehmen und die Branche liegt in der Kommunikation des Leichtbaupotenzials­ massivumgeformter Bauteile als auch im Aufzeigen der Wettbewerbsvorteile zu konkurrierenden Fertigungsverfahren und Werkstoffen.

Die vielfältigen vorhandenen firmen- und produktspezifischen Einzelaktivitäten­ werden durch einen gemeinsamen koordinierten Auftritt von Unternehmen der Branche gebündelt und damit öffentlichkeitswirksam verstärkt. Die intensive­ Zusammenarbeit verschiedener Kompetenzen von der Vormaterialherstellung über die Umformung bis hin zur Bearbeitung von Bauteilen ist ein weiterer Nutzen. Es werden Forschungsprojekte zur Entwicklung von neuen Prozessen mit modernen Stählen angestoßen.

In der Studie Leichtbaupotenziale massivumgeformter Bauteile im Pkw, welche die fka durchführt, wird untersucht, welche massivumgeformten Bauteile aus Stahl heute im Pkw verbaut werden und wie sich diese hinsichtlich des Leichtbaus optimieren lassen. Ziel sind Gewichtseinsparungen im Automobil mit innovativen Komponenten aus Stahl. Hierzu wurde ein modernes Mittelklassefahrzeug eines deutschen Herstellers demontiert und jedes der circa 2800 Bauteile in Antriebsstrang und Fahrwerk bezüglich des Gewichtseinsparpotenzials unter integraler Berücksichtigung von Alternativen in Werkstoffwahl, Fertigungstechnik und Bauteildesign bewertet. Es handelt sich hierbei um das bisher mit Abstand größte vorwettbewerbliche Gemeinschaftsprojekt dieser beiden Branchen.

 

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