Bauteilreinigung – Fehlerquellen erkennen und ausschalten

Werkstoffe 10. 04. 2014
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Grundlagenseminar Prozess- und Qualitätssicherung in der Bauteilreinigung

Die Bauteilreinigung hat die Aufgabe, die aus nachfolgenden Prozessen resultierenden Sauberkeitsanforderungen stabil und wirtschaftlich zu erfüllen. Voraussetzung dafür ist die Qualitätslenkung durch eine systematische Prozessführung. Wege dafür zeigt das Grundlagenseminar Prozess- und Qualitätssicherung in der Bauteilreinigung auf, das der Fachverband industrielle Teilereinigung am 21. und 22. Juni 2014 in Frankenthal veranstaltet.

Fertigungsprozesse wie Beschichten, Verkleben, Schweißen und Montage erfordern hinreichend saubere Bauteile. Diese Sauberkeit stabil zu sichern, ist Aufgabe der industriellen Teilereinigung. Dabei stellen die in allen Branchen steigenden Anforderungen an die Qualität der Oberflächen ­Unternehmen ebenso vor neue Herausforderungen wie der zunehmende Kostendruck. Um sie zu meistern, ist die sichere Beherrschung des Fertigungsprozesses ­Reinigung unverzichtbar – dies wiederum verlangt die Qualitätslenkung durch eine auf systematischem Vorgehen basierende Prozessführung.

Chemie, Verfahren, Sauberkeitskontrolle und technisches Know-how

Grundlegendes Wissen, Richtlinien und Erfahrungsberichte dazu bietet das vom FiT durchgeführte Seminar. Die zweitägige Veranstaltung unter der fachlichen Leitung von Professor Dr. Lothar Schulze, Vorsitzender des Fachausschusses Reinigen im FiT, beginnt mit einem Vortrag zu den Spezifika der Qualitätssicherung in der Teile­reinigung. Der Themenbereich Grundlagen Reinigen beschäftigt sich einerseits mit der Auswahl des Reinigungsmediums und dessen Wirkweise. Andererseits liegt der Fokus auf verschiedenen industriellen Reinigungsverfahren und deren Applikationen.

Die Vortragsreihe Qualitätssicherung bietet Referate zur Überwachung der Reinigerkonzentration in der Reinigungslösung, zum Messen und Prüfen von filmischen Teileverunreinigungen, zur Prozess- und Teilekontrolle auf Partikelschmutz, zur Sauberkeits- und Schmutzkontrolle mit Fluoreszenzmesstechnik sowie zu Beschich-
tungsfehlern durch mangelhafte Reinigung und der Fehleranalyse.

Am zweiten Tag geht es zunächst um Technische Grundlagen. Dieser Vortragsblock thematisiert die Reinigungsgerechte Bauteilgestaltung, veranschaulicht Technik und Verfahren der verschiedenen Reinigungsmaschinen und -anlagen und informiert über den Einsatz von Ultraschall in der Reinigungstechnik. Der Programmbereich Praxisberichte stellt Lösungen zu den Themen Technische Sauberkeit in der Automobilindustrie und zur Teilesauberkeit in der Montage vor.

Live-Demonstrationen und Versuche

Begleitend zum Seminar findet eine Ausstellung von Analyse-, Mess- und Prüftechnik statt. Die Teilnehmer erhalten dabei die Möglichkeit, in der Praxis bewährte Geräte­ bei Demonstrationen und dem Untersuchen mitgebrachter Proben kennenzulernen und zu testen.

Das Grundlagenseminar des FiT richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus der Entwicklung und Konstruktion, der Technologie und Arbeitsvorbereitung sowie der Fertigung und dem Qualitätswesen. Zu den angesprochenen Branchen zählen die ­Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Elektrotechnik und Elektronik, die Fein­mechanik, Optik sowie die Oberflächen- und Beschichtungstechnik.

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 40 Personen begrenzt. Dies fördert sowohl eine optimale Wissensvermittlung als auch die Diskussion, den Erfahrungsaustausch und das Knüpfen neuer Kontakte.D. Schulz

Der Fachverband industrielle Teilereinigung e. V. repräsentiert Lieferfirmen, Anwender, Beratungs-, Planungs-, Engineering- und Serviceunternehmen, wissenschaftliche Institute und Fachverbände für diesen Industriebereich. Sein Ziel ist die Wahrnehmung und Förderung der allgemeinen, ideellen und wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder. Zu den unterschiedlichen Themen bilden Mitglieder des FiT Fachausschüsse, um Lösungswege für die Problemstellungen in der Branche zu erarbeiten. Der Verband arbeitet mit zahlreichen institutionellen und staatlichen Stellen kooperativ zusammen, zum Beispiel mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Von besonderem Interesse sind innovative neue Techniken im Bereich der Reinigungschemie, Anlagentechnik, Badpflegeeinrichtungen, Umweltschutz, Abfallverwertung, Abfallentsorgung und der praxisorientierten Bad- und Oberflächenanalytik. Gewonnene Erkenntnisse werden durch Seminare, Lehrgänge, Messen, Tagungen, Vorträge sowie in Veröffentlichungen der Branche zur Verfügung gestellt. Der FiT bietet, teilweise zusammen mit dem ZVO (Zentralverband Oberflächentechnik e. V.) und seinen Organen, ein Forum für die Behandlung von branchenspezifischen Fragestellungen.

Fachverband industrielle Teilereinigung e. V. (FiT)

 

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