DGO

Verbände 09. 03. 2014
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Zentralverband Oberflächentechnik e. V. (ZVO)

Basispräsentationen veröffentlicht

Auf Vorschlag des Fachverbandes Galvanisierte Kunststoffe e. V. (FGK) hat das ZVO-Ressort Kommunikation mit Jahresbeginn insgesamt sechs Basispräsentationen zu den Themen

  • Galvanotechnik – Finish follows function (Übersichtsbroschüre)
  • Kunststoffgalvanisierung
  • Edelmetalle
  • Zink und Zinklegierungen
  • Hartchrom
  • Chemisch Nickel

veröffentlicht. Die Präsentationen werden sowohl in einem vollständig neutralen Layout als auch im ZVO-Layout bereitgestellt und verfolgen den Zweck, den Mitgliedern einheitliches Informationsmaterial zur individuellen Nutzung anzubieten. Mit dem ­jetzigen Material können allgemeine Inhalte­ über die Galvanotechnik für unternehmensindividuelle Präsentationen vor Kunden, Schülern oder anderen Zielgruppen erstellt werden. Mit der offenen Bereitstellung der Präsentationen bleibt jedes Mitgliedsunternehmen frei in seinen Entscheidungen, das Material unverändert oder nur Teilinhalte davon zu übernehmen. Die Präsentationen basieren auf den aktuellen, thematisch identischen Broschüren des ZVO, deren flankierender Einsatz möglich ist.

Die Präsentationen sind im Mitglieder­bereich der ZVO-Homepage eingestellt. Dieser Bereich kann nur mit persönlichen Zugangsdaten genutzt werden. Liegen diese noch nicht vor, muss zuvor eine Registrierung erfolgen.

Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)

Verzeichnis der DWA-Publikationen
erschienen

Ab sofort kann das Publikationsverzeichnis 2014 der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. unter info@dwa.de oder 02242-872 333 kostenlos angefordert werden. Außerdem steht es auf der Homepage der DWA zum Download bereit.

Auf 96 Seiten werden das aktuelle DWA-Regelwerk, Fachbücher und digitale Medien vorgestellt. Schulungsunterlagen, Lehrmittel für Ausbilder und Bürgerinformationen zu wichtigen Themen der Wasserwirtschaft ergänzen das Angebot. Außerdem enthält das Verzeichnis eine Vorschau auf die im Lauf des Jahres 2014 zu erwartenden Neuerscheinungen.

Nahezu alle DWA-Publikationen sind auch als E-Book im PDF-Format verfügbar. Das DWA-Regelwerk wurde mit 40 Neuerscheinungen, von denen 24 bereits vorhandene ältere Ausgaben ersetzen, fortgeführt und aktualisiert. Es umfasst derzeit mehr als 300 Arbeits- und Merkblätter. Etwa 80 Publikationen sind auch in Englisch erhältlich.

Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e.V. (DGO)

Bezirksgruppe Thüringen

ZVO-Umwelt- und Brandschutzforum
in Witten-Herdecke – Spezifika
für Galvanikanlagen

Zahlreiche Fachkollegen konnte der Bezirksgruppenleiter Jens Heinze zur ersten DGO-Bezirksgruppenveranstaltung Thüringens 2014 begrüßen, in der er unter anderem das Jahresprogramm 2014 der Bezirksgruppe vorstellte.

Im ersten Vortag berichtete Dr. Michael­ Geitner, Geschäftsführer der Metallvered­lung Neuhaus vom Umwelt- und Brandschutzforum des ZVO in Witten-Herdecke. Als Schwerpunkte des Forums nannte Michael Geitner:

  • Umwelt-und Brandschutzforum mit Gefahrenabwehr in Galvanikbetrieben mit einem Überblick über Gesetze und Verordnungen
  • Aufarbeitung von Galvanikabwässern, Möglichkeiten und Projekte
  • Baurechtliche Fragen zur Standortsicherung von Galvanikbetrieben
  • Neuentwicklung von umweltfreundlichen Schwermetallfällungsmitteln
  • Substitutionsmöglichkeiten von gefährlichen Stoffen.

Er verwies auf die Notwendigkeit der Sichtung des umfangreichen Materials.

Im zweiten Vortag zum Thema Spezifika verschiedener Komponenten für Galvanikanlagen berichtete Dipl.-Ing. (FH) Klaus Schmid, stellvertretender Abteilungsleiter­ im Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Abteilung Galvanotechnik, nach einer kurzen Institutsvorstellung über verschiedene Konzepte für Galvanikanlagen. Er widmete sich dabei dem Warentransport, der Elektrolytbereitstellung, den Vor- und Nachteilen sowie den ungenutzten Potentialen. Speziell­ stellte Schmid den kontinuierlichen und diskontinuierlichen Warentransport sowie die Vor- und Nachteile von Umsetzer­automaten am konkreten Beispiel (Kunststoffgalvanik) vor. Ungenutztes Potential in diesem Beispiel ist die Gleichmäßigkeit (Schichtdickenverteilung bzw. Schichtstreuung über das gesamte Teil). Beeinflusst werden kann dieser Effekt durch Optimierung der Hydrodynamik und Anpassung des elektrischen Feldes. Als hilfreich erweist sich dabei die Anwendung von Simulationstechniken, die der Referent für die Simulation der Elektrolytströmung an Umsetzerautomaten in mehreren Abbildungen an profilierten Teilen vorstellte.

Simulation und Berechnung des Geometrieaufbaus zur Optimierung des elektrischen Feldes sind ebenfalls wichtige Elemente zur Beeinflussung der Schichtdickenverteilung und wurden anhand von einigen Grafiken im Vortag anschaulich vorgestellt. Ähnliche Betrachtungen sind auch an den einfachen und robusten Galvanikanlagen vom Typ Starrtakter möglich, die vor allem noch in Asien eingesetzt werden. Die Frage, ob immer die Flexibilität eines Umsetzers erforderlich ist, sollte jeder Galvanikbetrieb selbst beantworten.

In seinen weiteren Ausführungen informierte Schmid über Reaktor- und Durch-
zugsanlagen. Reaktoranlagen sind speziell für Hartchrombeschichtungen im Einsatz, wobei die Anodentechnik entscheidend ist. Bei Durchzugsanlagen für Draht, Band, Rohr oder Stangen erfolgt eine kontinuier­liche Beschichtung mit hoher Abscheidungs­rate, aber zum Teil mit Bauteilebegrenzung durch oftmals modulartigen Aufbau. Für dieses Beschichtungsverfahren lassen sich auch gekapselte Module einsetzen.

Eine weitere Möglichkeit für Galvanikanlagen stellt die Tampontechnik/Brushplating zur partiellen Beschichtung von Materialien, zum Teil vor Ort, dar. Die Beschichtung kann kontinuierlich (partielle Beschichtung von Trägerstreifen) oder manuell (Reparaturbeschichtung) mit relativ einfachen Anlagen erfolgen. Der Elektrolyt befindet sich bei diesem Prozess im saugfähigen Material. Die Vor- und Nachteile stehen dabei in Korrelation zum Anwendungsbereich und Nutzen. Das selektive Beschichten können auch Roboter übernehmen, wie die Abbildung einer Technikanlage zeigte.

Zum Schluss des Vortrags verwies Schmid auf den Einsatz von gekapselten Anlagen, die äußerlich kontaminierungsfrei arbeiten. In ihnen können herkömmliche Elektrolyte, ionische Flüssigkeiten oder brennbare Elektrolyte zur Abscheidung spezieller Metalle sowie von organischen Kohlenstoffschichten eingesetzt werden.

Nach einer kurzen Diskussion dankte Jens Heinze den beiden Referenten und wünschte allen Teilnehmern einen guten Start ins Jahr 2014.Dr. P. Kutzschbach, M. Fritz

Bezirksgruppe Stuttgart

Exkursion zu IMO-Oberflächentechnik

Am 6. Februar 2014 konnten IMO-Vertriebsleiter Thomas Frey und Betriebsleiter Wolfgang Westphal eine Delegation der DGO-Bezirksgruppe Stuttgart in Empfang nehmen. Insgesamt 20 Galvanoexperten aus den unterschiedlichsten Branchen, Unternehmen sowie Schüler der Technikerschule Schwäbisch Gmünd informierten sich ausführlich über die Technikvielfalt im Hause IMO.

Nach einer kurzen Begrüßung gaben Thomas Frey und Wolfgang Westphal zunächst eine Einführung ins Unternehmen und berichteten dann dem Fachpublikum über Trends und Marktentwicklungen sowie die erfolgreich eingesetzten Selektivbeschichtungen bei IMO. Auf großes Interesse stießen der hohe Automatisierungsgrad bei IMO und die Einsparung von Edelmetallen durch den Einsatz von Selektivwerkzeugen in der Bandgalvanik. Zusätzlich war für die Teilnehmer die selektive Beschichtung von Einzelteilen interessant, die das Unternehmen in den letzten Jahren weiterentwickelt hat; IMO kann damit nicht nur Edelmetalle, sondern auch unedle Metalle selektiv beschichten. Dies ermöglicht die Bearbeitung von Mustern schon im frühen Entwicklungsstadium der zukünftigen Produkte.

Während der ausführlichen Werksbesichtigung konnten sich die Gäste anschließend vom Leistungsspektrum überzeugen. Das Lob eines Teilnehmers, selbst Geschäftsführer eines Galvanikunternehmens, dass er an diesem Tag einen Musterbetrieb gesehen habe, erfreute die Mitarbeiter bei IMO besonders. Mit einem Imbiss, bei dem die noch offenen Themen diskutiert wurden, fand ein interessanter Nachmittag einen geselligen Ausklang.

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