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Verbände 10. 02. 2014
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Zentralverband Oberflächentechnik e. V. (ZVO)

Basispräsentationen veröffentlicht

Auf Vorschlag des Fachverbandes Galvanisierte Kunststoffe e. V. (FGK) hat das ZVO-Ressort Kommunikation mit Jahresbeginn insgesamt sechs Basispräsentationen zu den Themen

  • Galvanotechnik – Finish follows function (Übersichtsbroschüre)
  • Kunststoffgalvanisierung
  • Edelmetalle
  • Zink und Zinklegierungen
  • Hartchrom
  • Chemisch Nickel

veröffentlicht. Die Präsentationen werden sowohl in einem vollständig neutralen Layout als auch im ZVO-Layout bereitgestellt und verfolgen den Zweck, den Mitgliedern einheitliches Informationsmaterial zur individuellen Nutzung anzubieten. Mit dem ­jetzigen Material können allgemeine Inhalte­ über die Galvanotechnik für unternehmensindividuelle Präsentationen vor Kunden, Schülern oder anderen Zielgruppen erstellt werden. Mit der offenen Bereitstellung der Präsentationen bleibt jedes Mitgliedsunternehmen frei in seinen Entscheidungen, das Material unverändert oder nur Teilinhalte davon zu übernehmen. Die Präsentationen basieren auf den aktuellen, thematisch identischen Broschüren des ZVO, deren flankierender Einsatz möglich ist.

Die Präsentationen sind im Mitglieder­bereich der ZVO-Homepage eingestellt. Dieser Bereich kann nur mit persönlichen Zugangsdaten genutzt werden. Liegen diese noch nicht vor, muss zuvor eine Registrierung erfolgen.

Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e. V. (DGO)

36. Ulmer Gespräch am 8./9. Mai 2014

Das proklamierte Ziel der EU-Verordnung REACh ist es, den Schutz menschlicher Gesundheit und der Umwelt vor den Risiken, die durch Chemikalien entstehen können, zu verbessern und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in der Europäischen Union zu erhöhen. Hierfür gibt es ohne Zweifel allgemeine Zustimmung. Das Verfahren der Registrierung, Bewertung und Zulassung erweist sich jedoch für die Oberflächentechnik und damit auch für die Galvanotechnik in einigen Bereichen als durchaus problematisch. Es ergeben sich viele Fragen, wie etwa: Verlieren wir durch REACh Innovationskraft und wie ist die Situation im globalen Wettbewerb zu bewerten? Welche Themenbereiche in Forschung und Entwicklung müssen als Folge von REACh intensiviert werden?

Ausgewiesene Fachleute aus Industrie und Behörden diskutieren beim 36. Ulmer Gespräch am 8. und 9. Mai 2014 in Neu-Ulm verschiedene Fragestellungen. Sie nehmen unter anderem Stellung zum Thema Autorisierung. Gibt es Alternativen zu Hartchrom und zur dekorativen Verchromung und welche könnten dies sein? Sind Borsäure und Kadmium ersetzbar und wenn ja, wodurch? Stellen nicht-galvanotechnische Verfahren technisch, ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternativen dar? In einer Podiumsdiskussion werden Fachleute aus allen relevanten Bereichen unter VDA-Leitung zum Thema Kobalt und dessen mögliche Substitution in Passivierungen sowie die sich hierdurch ergebenden Folgen diskutieren.

Im Rahmen des schon traditionellen Treffens mit rustikalem Buffet ist wieder Gelegenheit zur Aufnahme und Vertiefung sowie zur Weiterführung fachlicher Gespräche wie auch persönlicher Kontakte gegeben. Anmeldungen nimmt Beate Lindenthal aus der DGO-Geschäftsstelle Hilden entgegen (E-Mail: b.lindenthal@zvo.org).

Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)

Verzeichnis der DWA-Publikationen erschienen

Ab sofort kann das Publikationsverzeichnis 2014 der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. unter info@dwa.de oder 02242-872 333 kostenlos angefordert werden. Außerdem steht es auf der Homepage der DWA zum Download bereit.

Auf 96 Seiten werden das aktuelle DWA-Regelwerk, Fachbücher und digitale Medien vorgestellt. Schulungsunterlagen, Lehrmittel für Ausbilder und Bürgerinformationen zu wichtigen Themen der Wasserwirtschaft ergänzen das Angebot. Außerdem enthält das Verzeichnis eine Vorschau auf die im Lauf des Jahres 2014 zu erwartenden Neuerscheinungen.

Nahezu alle DWA-Publikationen sind auch als E-Book im PDF-Format verfügbar. Das DWA-Regelwerk wurde mit 40 Neuerscheinungen, von denen 24 bereits vorhandene ältere Ausgaben ersetzen, fortgeführt und aktualisiert. Es umfasst derzeit mehr als 300 Arbeits- und Merkblätter. Etwa 80 Publikationen sind auch in Englisch erhältlich.

Gesamtverband der Aluminiumindustrie e. V. (GDA)

Internationaler Aluminium-Druckguss-Wettbewerb 2014: Preisverleihung auf der Euroguss 2014

Die Preisträger des Internationalen Aluminium-Druckguss-Wettbewerb 2014 stehen fest. Im Rahmen der Euroguss 2014 in Nürnberg wurden insgesamt drei Gussstücke mit Preisen ausgezeichnet, drei weitere Gussbauteile erhielten besondere Anerkennungen. Der zum sechsten Mal ausgeschriebene Wettbewerb wird vom Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA), Düsseldorf, veranstaltet. Partner bei der Durchführung des Wettbewerbs ist der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG).

Der Aluminium-Druckguss-Wettbewerb ist seit vielen Jahren eine bewährte Plattform, um den hohen Qualitätsstand von Aluminium-Druckguss zu zeigen. Ziel des Wettbewerbs ist es, das Interesse am vielseitigen Werkstoff Aluminium zu verstärken und weitere Anwendungsbereiche aufzuzeigen.­ Die Gussstücke sollen aus einer gängigen Aluminiumgusslegierung hergestellt sein. Kriterien für die Bewertung sind: Qualität, Aktualität, Innovation und technischer Fortschritt.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 17 Gussstücke für diesen Wettbewerb eingereicht, davon elf aus Deutschland, drei aus Österreich, zwei aus Italien und eines aus der Schweiz. Die Experten-Jury prämierte sechs Einreichungen. Die Preisträger sind:

1. Preis: BMW-Hinterachsträger Guss­seitenteil i3; Legierung: Al Si10MnMg; BMW AG, Werk Landshut, Deutschland
Das Gussteil hat sich im harten Wettbewerb gegen eine Schweißkonstruktion durch­gesetzt. Dabei wurden innovative Entwicklungsmethoden – Topologieoptimierung – angewendet. Das Gussteil ist zehn Prozent leichter als die beste Schweißkonstruktion, dabei zehn Prozent preiswerter. Im Übrigen erreichte das Schweißteil nur 70 Prozent der angestrebten Integrationstiefe. Die weiteren Herausforderungen, wie Schweißbarkeit und Lackierbarbeit (KTL), wurden voll erfüllt.

2. Preis: Ölwannenoberteil für W12-FSI-Motoren im Audi A8
Legierung: Al Si9Cu3(Fe)
Hengst GmbH & Co. KG, Münster, Deutschland
Die Konstruktion des Gussteils greift die besonderen Vorteile der Druckgießtechnik­ auf. So unterstützt die hochwertige Oberflächenqualität die Anforderungen an die Lebensdauer. Konstruktiv wurde eine ­beeindruckende Funktionsintegration verwirklicht. Diese wurde mit Hilfe einer komplexen Werkzeugtechnik realisiert. Bemerkenswert ist auch der hohe Grad an fertig gegossenen Oberflächen mit geringen maßlichen Toleranzen, die sich in einem geringen Bearbeitungsaufwand auswirken.

3. Preis: BMW-Motorrad Kurbelgehäuse für die neue Generation von wassergekühlten Boxer-Motoren K5x
Legierung: Al Si9Cu3
BMW AG, Werk Landshut, Deutschland
Für die Zylinderlaufflächen kommt eine LDS-Beschichtung zum Einsatz. Diese kombiniert optimale Verschleißeigenschaften mit einer sehr guten Wärmeübertragung in das Kurbelgehäuse. Im Vergleich zum Kokillenguss-Vorgänger des Kurbelgehäuses wurden sechs Einbauteile durch ein integratives Druckgussbauteil ersetzt. Die aufwendige Bearbeitung stellt hohe Anforderungen an die Gefügehomogenität des Druckgussteiles.

Drei weitere Gussbauteile erhielten Besondere Anerkennungen:

Schaltelektronik-Gehäuse für Industriejoysticks;
Legierung: Al Si9MnMg
Georg Frank & Co. GmbH, Heilbronn, Deutschland
Dieses Teil stellt hohe Anforderungen sowohl an den Werkzeugbau als auch an die Gießtechnik. Die Tatsache, 74 Bohrungen verteilt auf sechs Flächen zu gießen, reduziert die mechanische Nachbearbeitung erheblich. Die gewählte Legierung garantiert selbst im maritimen Bereich höchste Korrosionsbeständigkeit.

Rahmen für Kollektor eines Solaranlagenherstellers
Legierung: Al Si9MgMn
DGS Druckguss Systeme AG, St. Gallen, Schweiz
Dieses Teil sprengt im wahrsten Sinne des Wortes den Rahmen: Die Jury anerkennt den erfolgreichen Versuch, die Grenzen des Druckgießens zu erweitern. In dieser Gussteilklasse können viele neue Anwendungsbereiche erschlossen werden.

Schaltdome – Innovativer Anguss
G. A. Röders GmbH & Co. KG, Soltau, Deutschland
Mit Hilfe einer besonders innovativen Methodik zur Entwicklung eines Angusses mit optimiertem Volumen und Strömungsverlauf sind drastische Einsparungen an Rohstoff und Energie realisiert worden. Die Jury anerkennt die Methodik im Sinne ­einer nachhaltigen Rohstoff- und Energieeffizienz. In diesem Projekt wurden Ergebnisse aus dem geförderten FuE-Vorhaben ProgRess konsequent in die Praxis umgesetzt.

 

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