Die Batterietechnik gehört zweifelsohne zu den großen Zukunftsfeldern. Die Entwicklung etwa der Elektromobilität hängt maßgeblich davon ab, ob es gelingen wird, Akkus mit Leistungen und Kapazitäten zu entwickeln, die eine echte Alternative zu konventionellen, auf fossilen Brennstoffen basierenden Antrieben darstellen. Das Forschungsinstitut Edelmetalle und Metallchemie (fem) in Schwäbisch Gmünd verstärkt im Frühjahr 2014 seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich Batterieforschung mit einer vom Land Baden-Württemberg und dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Geräteinvestition in Höhe von 130 000 Euro sowie mit einem neuen Forschungsprojekt unter der Leitung von Dr. Seniz Sörgel.
In Zusammenarbeit mit der Hochschule Aalen wird im Rahmen eines von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen mit 250 000 Euro finanzierten Projekts der Aufbau neuer dreidimensionaler Kathoden für Lithium-Schwefel-Batterien mit gesteigerter Kapazität, Energieeffizienz und Zyklenfestigkeit erforscht.
Lithium-Schwefel-Batterien weisen in der Theorie eine hohe gravimetrische Energiedichte und Kapazität auf und könnten der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen, zumal Schwefel ein vergleichsweise günstiger, gut verfügbarer und umweltfreundlicher Rohstoff ist. Ziel des in der Abteilung Elektrochemie angesiedelten Forschungsprojekts ist es, die bestehenden Probleme dieses Batterietyps durch einen völlig neuartigen Kathodenaufbau zu überwinden.
Weitere Informationen zu EFRE sind im Internet zu finden unter: