Fertigungsbetriebe, deren Produktionsprogramm weitestgehend durch kleine Stückzahlen, unterschiedliche Geometrien (vom Fingerhut bis zum Großteil) sowie komplexe Bauteile geprägt ist, haben oft das Problem, die geeignete Reinigungstechnik für ihre unterschiedlichen Aufgaben zu finden. Waschmaschinen können gerade bei großen und komplexen Teilen eine hohe Investition bedeuten, Kaltreiniger und Lösemittel sollen möglichst komplett aus der Fertigung verschwinden und Hochdruckreiniger sind aufgrund ihrer Umgebungsanforderungen beziehungsweise der variierenden Bauteilgröße ungeeignet.
Hier bietet die Firma ph-cleantec aus Fellbach eine geeignete Alternative, die nicht nur universell einsetzbar, sondern auch mobil ist sowie umwelt- und gesundheitsschonend arbeitet. Das Verfahren basiert auf einer Kombination aus niedrigem Druck (3 bar bis 8 bar bzw. 14 bar) und heißem Wasser (95 °C). Es lassen sich somit problemlos ölige/fettige Verschmutzungen – ohne Einsatz von Chemikalien – an Maschinen, Werkzeugen und Werkstücken entfernen. Darüber hinaus kann bei dickschichtigen Kontaminationen ein hochwirksamer, wasserlöslicher und umweltschonender Reinigungsbeschleuniger zudosiert werden, der bei Bedarf auch korrosionsschützende Wirkung hat.
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Das Handling der Technik geschieht ähnlich wie bei einem Hochdruckreiniger mittels Lanze beziehungsweise Sprühpistole. Der wesentliche Unterschied zum Hochdruck ist allerdings, dass die ph-cleantec-Methode für Anwendungen in der Werkstatt konzipiert wurde und ohne viel Wasser auskommt, keine Beschädigungen und auch keine Rückspritzeffekte verursacht. Außerdem verzichtet man auf den Einsatz von Lösungsmitteln oder Kaltreinigern, die sowohl gesundheitsschädigende Wirkungen haben, als auch die Umwelt belasten.
Die Geräte sind mit einer stabilen Teilereinigungsebene mit dreiseitigem Spritzschutz und Gitterrost ausgestattet. Das darin anfallende Schmutzwasser wird gesammelt und über ein spezielles Sedimentationsverfahren gereinigt. Für große Teile kann das System auch mit einer stabilen Wanne kombiniert werden. Die Größe der Schwerlastwanne wird den jeweiligen Anforderungen angepasst und auch hier wird das Wasser über ein spezielles Filtrationssystem im Kreislauf betrieben. Mittels Wechselwerkzeuge erreicht man auch schwer zugängliche Geometrien, wie Sacklöcher, Hinterschnitte oder kann mit einer Edelstahlbürste auch eingebrannte Rückstände säubern.
Ein weiteres Anwendungsfeld ist die Reinigung der eigenen Werkzeugmaschine und der Peripherie. Gegenüber sonstiger konventioneller Verfahren ist die ph-cleantec-Methode sehr schnell und effektiv. Auch an schwer zugänglichen Stellen ist eine Reinigung problemlos möglich. Durch den niedrigen Druck werden weder die Sensorik noch Führungsbahnen oder sonstige sensible Maschinenteile beschädigt und der niedrige Wasserverbrauch bringt eine unwesentliche Verdünnung des Kühlschmiermittels. Bei Bedarf kann auch direkt mit Kühlschmiermittel gereinigt werden.

