Fachwörter-Lexikon
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Verschleiß – Begriffe
In der 1997 zurückgezogenen DIN 50320 wird Verschleiß als der fortschreitende Materialverlust aus der Oberfläche eines festen Körpers (Grundkörper), hervorgerufen durch mechanische Ursachen, d. h. Kontakt- und Relativbewegung eines festen, flüssigen oder gasförmigen Gegenkörpers, also den Masseverlust (Oberflächenabtrag) einer Stoffoberfläche durch schleifende, rollende, schlagende, kratzende, chemische und thermische Beanspruchung bezeichnet. Im Arbeitsblatt 7 der Gesellschaft für Tribologie [1] werden innerhalb des Tribosystems (Abb. 1) folgende Größen für die Betrachtung des Themas Verschleiß definiert: Verschleißmechanismen, Verschleißarten, Verschleißerscheinungsformen und Verschleißmessgrößen. Allgemeinsprachlich wird der Begriff Verschleiß für den Vorgang des Verschleißens sowie das Ergebnis verwendet. Zur Unterscheidung können für den Vorgang der Begriff Verschleißvorgang und das Ergebnis die Begriffe Verschleißerscheinungsformen und/oder die Verschleißmessgrößen verwendet werden [1].

Abb. 1: Schema eines tribologischen Systems
Literatur
[1] GfT-Arbeitsblatt 7: Tribologie – Verschleiß, Reibung – Definitionen, Begriffe, Prüfung. Aachen: Gesellschaft für Tribologie e.V., 2002
Nickelschichten – Korrosionsschutz
Mit zu den wichtigsten Aufgaben von Nickelschichten zählt der Korrosionsschutz, für den eine Kombination von Halbglanz- und Glanznickel vorteilhaft ist. Diese beiden Nickelarten unterscheiden sich in ihrer Korrosionsbeständigkeit: Halbglanznickel ist beständiger als Glanznickel. Da Nickelschichten fast ausschließlich mit einer zusätzlichen Chromschicht versehen werden, wird mit dieser Schichtenkombination ein besonderer Korrosionsschutz erreicht. Chrom verhält sich edler als Nickel, so dass im Falle einer oberflächlichen Beschädigung durch den Korrosionsangriff zunächst die darunter liegende Nickelschicht aufgelöst wird und sich unter der Chromschicht eine Kaverne bildet. Sobald die Korrosion soweit fortgeschritten ist, dass das Korrosionsmedium auf die Halbglanznickelschicht trifft, wird der Angriff gestoppt und breitet sich in beschränktem Maße lateral unter der Chromschicht aus. Oftmals führen die entstehenden Korrosionsprodukte zum Verstopfen der Kaverne und reduzieren dadurch die Korrosionsgeschwindigkeit deutlich. Insgesamt stellt das System aus den beiden Nickelschichten und der Deckschicht aus Chrom eines der wirkungsvollsten Korrosionsschutzsysteme dar.
Ultraschallreinigung
Ultraschall wird als Reinigungsverfahren seit knapp einem Jahrhundert genutzt und hat sich bei den unterschiedlichsten Anwendungen in der Fertigung durchgesetzt. Das Verfahren ermöglicht die effiziente, materialschonende und schnelle Entfernung teilchenförmiger Verschmutzungen, zum Beispiel von Partikeln, Spänen und Staub, sowie von filmischen Rückständen, beispielsweise von Bearbeitungsmedien wie Ölen und Emulsionen. Dies gelingt auch bei Teilen mit komplexen Geometrien sowie schwer zugänglichen Bereichen wie Sacklöchern, Ritzen und Hinterschneidungen. Gleichzeitig sorgt die Wirkung der Schallwellen dafür, dass der Einsatz von Reinigungschemie reduziert werden kann.