Fachwörter-Lexikon

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Korrosionsschutz durch Lamellenschichten

Vor allem für Bauteile im Fahrzeugbau oder auch für Windkraftanlagen werden Zinklamellenbeschichtungen verwendet. Hierbei handelt es sich um eine organische Basisschicht mit Metallflitter in einer Länge von einigen 10 µm und wenigen Mikrometern Dicke. Die Metallflitter richten sich beim Auftragen parallel zur Oberfläche aus. Die Wirkung der Lamellenbeschichtung beruht auf mehreren Prinzipien:

– dem Schutzmechanismus von Zink, das sich im Falle einer Korrosion zugunsten von Eisen auflöst (kathodischer Korrosionsschutz)

– der Schutzwirkung einer Lackschicht, die gegenüber vielen Korrosionsmedien beständig ist und nicht wie ein Metall elektrochemisch reagieren kann

– der Erzeugung von langen Diffusions-/Migrationswegen von eindringendem Sauerstoff und Wasser durch die parallel zur Oberfläche ausgerichteten Zinklamellen.

Zinklamellenbeschichtungen stellen insbesondere dann eine gute Alternative zu metallischen Beschichtungen dar, wenn dickere Schutzschichten gefordert sind, keine hohen Temperaturen im Gebrauch auftreten oder keine stark abrasiven Angriffe zu erwarten sind.

Schleifen und Polieren in Vibratoren

Für das Schleifen in Vibratoren werden Trägerkörper in zahlreichen unterschiedlichen Formen und Größen verwendet. Das Schleifmittel wird in Suspensionen zugegeben und befindet sich auf den entsprechenden Trägerkörpern. Die Bearbeitungszeiten können je nach Umfang der Abtragsarbeiten, Art des zu bearbeitenden Werkstoffs und Geometrie der Bauteile zwischen 1 und 24 Stunden liegen. Neben den geringen Arbeitskosten machen sich auch die niedrigen Bearbeitungstemperaturen positiv bemerkbar. Während bei der manuellen Schleifbearbeitung an der Oberfläche Temperaturen bis unter den Schmelzpunkt erreicht werden, sind dies beim manuellen Schleifen in Vibratoren kaum mehr als 50 °C bis 70 °C.

Vibrationsanlage / Bildquelle: Trowal

Bauteile und Trägerköper im Vibrationsraum / Bildquelle: Trowal

Nickelschichten – allgemein

Nickel wird aus sauren und neutralen Elektrolyten abgeschieen, wobei vor allem Nickelsulfat und Nickelchlorid als Nickelsalze zum Einsatz kommen. Es sind Elektrolyte für unterschiedlichen Anwendungen (Kontaktschichten, glänzende Schichten, Schichten zur mechanischen Nachbearbeitung, korrosions- und verschleißbeständige Schichten, Schichten mit einstellbaren Eigenspannungen) verfügbar. Nickel und Nickellegierungen zählen sowohl in galvanisch als auch in chemisch abgeschiedener Form zu den wichtigsten Metallen der Galvanotechnik. Sie zeichnen sich insbesondere durch ihre gute Korrosionsbeständigkeit und den breiten Bereich der herstellbaren Härten aus.

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