Fachwörter-Lexikon
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Kunststoffe, Thermoplastische Elastomere (TPE)
Thermoplastische Elastomere (TPE) – Sie vereinen die mechanischen Eigenschaften von vulkanisierten Elastomeren bei Raumtemperatur mit der Verarbeitbarkeit von Thermoplasten. Die thermoplastischen Eigenschaften der TPE liegen im Fehlen der bei den Elastomeren vorliegenden chemischen Vernetzungsstellen. Den Zusammenhalt erhält der Kunststoff durch Copolymerisation von harten und weichen Blöcken (physikalische Vernetzungsstellen) oder durch Blenden (Elastomerlegierungen) einer thermoplastischen Matrix mit einem (teil)vernetzten oder unvernetzten Kautschuk. Die Gebrauchseigenschaften lassen sich über das Verhältnis von Hart- und Weichphase in weiten Grenzen einstellen.
LMD – Laser Metal Deposition
Laser Metal Deposition (LMD, Laserbeschichtung) verwendet einen Laser, um eine dünne Schicht des Werkstücks zu schmelzen und mit einem hinzugefügten Metallpulver zu vermischen. Dadurch wird eine neue Schicht auf dem bestehenden Werkstück geschaffen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die thermisch belastete Zone weitaus kleiner ist als beim Schweißen. Die mittels Laserbeschichten aufgebrachten Lagen sind porenfrei.
In der Praxis wird zwischen koaxialer und lateraler Laserbeschichtung unterschieden; das koaxiale Verfahren wird bevorzugt eingesetzt und ist auf große Flächen ausgelegt, das laterale wird für schwer erreichbare Bereiche genutzt, z.B. für Nuten.
Das Verfahren wird z.B. von der Revamo B.V. (Eintrag in der Unternehmensdatenbank auf womag-online.de) angeboten.
Prinzip der koaxialen Laserbeschichtung (Quelle: Revamo B.V.)

Nickelschichten – dekorativ glänzend
Glänzende Schichten sind die am häufigsten eingesetzt galvanischen Beschichtungen mit Nickel. Aufgrund von Zusätzen zu den verschiedenen Elektrolyten, in der Regel auf Basis von Nickelsulfat und Nickelchlorid, lassen sich Mikrorauheiten der Oberfläche im Bereich von einigen Mikrometern Tiefe und Breite geometrisch einebnen. Dies bedeutet, dass in den Vertiefungen der Oberfläche mehr Nickel abgeschieden wird als an den Spitzen. Dadurch wird die Oberfläche im Laufe der Abscheidung zunehmend glatter und damit auch glänzender. Allerdings ist der Glanz nicht ausschließlich auf die Abnahme der Mikrorauheit zurückzuführen. Dies zeigt sich unter anderem auch daran, dass sogenannte Halbglanznickelschichten ebenfalls zu einer Einebnung der Oberfläche führen, allerdings ein seidig mattes Aussehen haben. Über den Einsatz von Halbglanznickel muss insbesondere dann nachgedacht werden, wenn eine Oberfläche beispielsweise durch Strahlen (meist mit Glasperlen) oder mechanisches Mattieren eine Struktur verliehen wird, die optische oder haptische Eigenschaften erzeugen sollen. Hier wird der reine Einsatz von Glanznickel die Mattierung zerstören oder zumindest beeinträchtigen.