Fachwörter-Lexikon

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Zinnschichten – Anwendung – Korrosionsschutz

Vor allem für den Einsatz in der Lebensmittelverarbeitung für Konservendosen werden große Mengen an Stahlblech, oftmals bereits im Walzwerk, mit Zinnschichten zwischen 0,5 µm und bis zu 20 µm beschichtet. Die dünnen Schichten werden im Gebrauch zusätzlich mit einer Lackierung versehen; zum Teil finden hierfür Elektrotauchlackierungen Anwendung, die über einen ähnlichen Vorgang wie die galvanischen Schichten aufgebracht werden und zu einer sehr gleichmäßige Lackschicht führen. Dickere Schichten können ohne Lackierung eingesetzt werden, da Zinn gegenüber vielen Lebensmitteln beständig und zudem, falls es in Lösung geht, gesundheitlich unbedenklich ist. 

Titannitridschicht

Titannitrid ist eine der ersten in großem Maßstab eingesetzten Hartstoffschichten auf Oberflächen von Werkzeugen zum Drehen, Fräsen, Biegen oder Umformen (etwa seit 1980). Die Schicht ist aufgrund ihrer goldähnlichen Farbe gut zu erkennen und damit deren Vorhandensein auf Werkzeugoberflächen gut zu kontrollieren. Titannitridschichten besitzen eine hohe Härte von etwa 2500 HV. Die Herstellung erfolgt in der Regel mittels der PVD-Technik durch Verdampfen von Titan (z.B. durch Widerstandsheizen von Titandrähten in Spulenform) im Vakuum und Zugabe von Stickstoff als Reaktionsgas. Auf der Oberfläche der zu beschichtenden Werkzeuge schlägt sich Titannitrid nieder. Die Dichte und Härte der Schicht kann über die Arbeitsbedingungen (angelegte Spannung, Temperatur der Grundwerkstoffe, Art von aufgebrachten Zwischenschichten, Vorbehandlung in der Vakuumkammer) modifiziert werden. Die üblich verwendeten Schichtdicken liegen bei wenigen Mikrometern. Dickere Schichten sind aufgrund der hohen Härte eher von Nachteil, da sie glasartig brechen können und damit von der Oberfläche abplatzen.

Kunststoffe, Elastomere

Elastomere – sind aus Makromolekülen aufgebaut, die verknäult (mechanisch verankert) und zusätzlich an wenigen Stellen weitmaschig vernetzt sind. Durch äußere Krafteinwirkung lassen sich Elastomere um mehrere hundert Prozent elastisch verformen und nehmen nach Wegnahme der Kraft wieder ihre alte Form an (elastisches Rückstellvermögen). Man nennt dieses mechanische Verhalten gummielastisch und Kunststoffe mit dieser Eigenschaft Elastomere. Durch Erwärmung wird das gummielastische Verhalten der Elastomere nur wenig verändert, sie werden lediglich etwas weicher. Bei zu starker Erwärmung zersetzen sie sich. Dadurch sind sie wie die Duroplaste nicht warm umformbar und nicht schweißbar.

Mechanische Eigenschaften von Elastomeren

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