Fachwörter-Lexikon

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Sinterteile, Verwendung

Die Verwendung der Sinterteile hängt vom Pulverwerkstoff und von der Größe des Porenraumes ab. Die Eigenschaften der Sinterteile lassen sich außerdem durch den Pressdruck und die Sintertemperatur beeinflussen. Pochporöse Sinterwerkstoffe mit ca. 27 % Porenraum werden z. B. als Filter, poröse Sinterwerkstoffe mit 6 bis 12 % Porenraum, die vor dem Einbau mit Öl getränkt werden, als Lagerwerkstoffe mit guten Gleit- und Notlaufeigenschaften verwendet. Sinterteile aus Stahl können wärmebehandelt, also z. B. gehärtet werden. Die Pulvermetallurgie ermöglicht die Herstellung von Legierungen aus Metallen mit stark unterschiedlichen Schmelzpunkten. Allerdings ist die Größe der Bauteile durch die hohen Presskräfte und die geringe Verdichtung im Werkstückinnern begrenzt.

Teile aus Sinterwerkstoffen, hergestellt mittels 3D-Druck / Bildquelle: Bauer GmbH/Hillscheid

Kupfer-Zink-Legierungen (Messing)

Sie sind nach DIN EN 12163 in Knetlegierungen und nach DIN EN 1982 in Gusslegierungen genormt Die gebräuchlichsten Legierungen enthalten außer Kupfer etwa 5 % bis 45 % Zink. Zur Verbesserung der Zerspanbarkeit wird mitunter noch bis zu 3,5 % Blei zulegiert. Den Kupfer-Zink-Legierungen können weitere Legierungselemente wie Aluminium, Eisen, Mangan, Nickel, Silizium oder Zinn zur Verbesserung der Festigkeit, der Gleiteigenschaften oder der Korrosionsbeständigkeit zugegeben werden. Diese Sorten wurden früher als Sondermessing bezeichnet. Kennzeichnende Eigenschaften dieser Legierungen sind ihre gute Kaltumformbarkeit, Zerspanbarkeit, Polierbarkeit, Gießbarkeit und Korrosionsbeständigkeit.

Zink, chemisches Verhalten

Chemisch zählt Zink zu den unedlen Metallen mit einem Redoxpotential von −0,763 Volt. Dadurch lassen sich edlere Metalle aus ihren Salzen durch Reduktion elementar abscheiden An der Luft bildet es eine witterungsbeständige Schutzschicht aus Zinkoxid und -carbonat (Passivschicht). Daher verwendet man es trotz seines unedlen Charakters als Korrosionsschutz (Verzinken von Eisen). Zink löst sich in Säuren und in Laugen auf. Eine Ausnahme ist Zink mit sehr hoher Reinheit (99,999 %), welches nicht mit Säuren reagiert. Zink liegt in seinen Verbindungen fast ausnahmslos in der Oxidationsstufe +II vor.

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