Fachwörter-Lexikon
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Zinkdruckguss
Die Zinklegierungsschmelze wird unter hohem Druck (80 bis 120 bar) und extrem schnell in eine Druckgussform gedrückt. Der Gießvorgang ist innerhalb von wenigen Millisekunden (ca. 20 bis 30 ms) abgeschlossen, so dass Gussteile von hoher Präzision (enge Toleranzen), Härte und Festigkeit erzeugt werden. Der niedere Schmelzpunkt und die engen Erstarrungsintervalle führen zur Erzeugung hochwertigen und anspruchsvollen Oberflächen.
Plasmakeramische Konversionsschicht
Der plasmakeramische Prozess ist eine Weiterentwicklung der Anodisation. Er unterscheidet sich jedoch grundsätzlich in seinem Ablauf. Anders als bei der Anodisation, bei der mit Hilfe elektrischer Energie in einem Gleichgewichtsprozess durch Erzeugen und Rücklösen aus einem amorphen Oxidhydrat eine mikroskopische Struktur in Form von regelmäßigen hexagonalen Röhren gebildet wird, ist der plasmakeramische Konversionsprozess chaotisch und findet bei viel höheren Energiedichten statt. Die Schicht besteht aus einer Keramikmatrix von sehr kleinen Kristalliten, der härtesten Kristallisationsform des Aluminiumoxids, dem alpha-Al2O3 oder Korund. Die Größe der Kristallite und die Strukur der oxidischen Matrix führen zu den hervorragenden Eigenschaften in Bezug auf Korrosions- und Verschleißwiderstand, die so den bestmöglichen Schutz für Leichtmetalloberflächen bietet.

Ceranod Nanokeramik / Bildquelle: ELB

Keramikschicht mit Poren (links) sowie Rissen und Spalten (rechts), hergestellt nach den bisher verfügbaren Techologien / Bildquelle: ELB
Nickelschichten – chemisch abgeschieden
Eine weitere wichtige Nickelbeschichtung ist das stromlos abgeschiedene Nickel, das vorwiegend (systembedingt) mit Phosphor legiert ist. Daneben wird (relativ selten) auch Nickel mit Bor als Legierungselement angeboten. Die chemische Abscheidung arbeitet ohne äußeren Strom (daher auch die zweite Bezeichnung außenstromlose Abscheidung). Der Ladungsaustausch erfolgt direkt an der zu beschichtenden Oberfläche des Grundwerkstoffes durch Übergang von elektrischen Ladungen von einem Reduktionsmittel (z.B. Natriumhypophosphid) auf das gelöste Nickelion. Das entstehende Nickelmetall bildet auf der Oberfläche den Metallfilm wobei Phosphor aus dem Reduktionsmittel mit in die Schicht eingebaut wird. Dieser Reduktionsvorgang läuft an allen Bereiche des zu beschichtenden Grundmaterials in gleichem Umfang ab (solange der Elektrolyt überall die selbe Zusammensetzung hat, die durch eine Umwälzung im Elektrolyten gewährleistet ist) und in der Folge ist die Geschwindigkeit des Schichtaufbaus auf der gesamten Oberfläche gleich.

Chemisch vernickelter Formeinsatz mit Hochglanzpolitur / Bildquelle: NovoPlan