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Neubau für praxisnahe und zukunftsorientierte Lehre am KIT

Entwurf des neuen Lern- und Anwendungszentrums Mechatronik am Campus Süd des KIT (Bild: Birk Heilmeyer und Frenzel Gesellschaft von Architekten mbH)

Grundsteinlegung für das neue Lern- und Anwendungszentrum Mechatronik

Den vollständigen Prozess von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt erleben Studierende und Lehrende aus Maschinenbau sowie Elektrotechnik und Informationstechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) künftig im Lern- und Anwendungszentrum Mechatronik (LAZ). Ab voraussichtlich 2023 wird das LAZ neben neuartigen Lehrkonzepten auch ein verbessertes Raumangebot für studentisches Lernen und Arbeiten sowie eine projektorientierte Infrastruktur, etwa eine studentische Werkstatt, bieten. Am 15. November  hat das KIT gemeinsam mit Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft die Grundsteinlegung gefeiert.

Nach seiner Fertigstellung können die Studierenden im LAZ ihre Ideen in moderner Lern- und Lehrumgebung sowie zeitgemäßer Infrastruktur entwickeln und umsetzen. So können sie beispielsweise ihr Produkt an modernsten digitalisierten Werkzeugmaschinen und mit aktuellster Software konstruieren und erproben.

Der Neubau präsentiert sich nach Aussage von Finanzstaatssekretärin Gisela Splett als wichtiges Bindeglied zwischen dem KIT und der Gesellschaft. Wie der Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Hans J. Reiter, ergänzt ermöglicht der Neubau des Lern- und Anwendungszentrum Mechatronik die Begleitung der Produktentwicklung von der Idee bis zur Nutzung eines neuen Produkts. Dieser projektorientierte und fakultätsübergreifende Ansatz verbindet neue Lehr- und Lernkonzepte, Forschung und Innovation auf vorbildliche Weise und wird einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Studienerfolgs in den technischen und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen leisten. Mit dem LAZ erhalten die Studierenden in der Produktentwicklung die besondere Möglichkeit, an spannenden Forschungsprojekten teilzuhaben und ihr theoretisches Wissen an modernster Technik in die Praxis umzusetzen, so der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka.

Von der Idee bis zum fertigen Produkt

Mit dem LAZ entsteht am KIT ein Zentrum für die Produktentwicklung, in dem Studierende auch die passenden Fertigungstechniken kennenlernen. Ob ein Produkt gut oder schlecht konstruiert wurde, zeigt sich erst bei der Nutzung. Deshalb werden unsere Studierenden im LAZ den vollständigen Prozess – von der Idee hin zum fertigen Produkt – begleiten können, führt Sven Matthiesen aus, Professor für Gerätekonstruktion und Maschinenelemente am IPEK – Institut für Produktentwicklung des KIT, der das Nutzungskonzept im LAZ entwickelt hat. Gut konstruieren kann nur, wer die Konsequenzen seines Handelns bezüglich der Funktion erlebt und versteht. Das ist wichtig, weil Konstruktionskompetenz im Erleben und Reflektieren des eigenen Handelns in der Konstruktion am selbst entwickelten Produkt entsteht.

 

Grundsteinlegung für den Neubau des Lern und Anwendungszentrums Mechatronik im Wilhelm-Nusselt-Weg 4, Karlsruhe; der Neubau findet seinen Platz am Standort des 1960 erbauten Nusselt-Hörsaals an der Kaiserstraße auf dem Campus Süd des KIT; die Abrissarbeiten haben bereits begonnen (Bild: KIT)

 

Neubau: Eckdaten zum Lern- und Anwendungszentrum Mechatronik

Das LAZ ist Teil der Campusentwicklung im Masterplan 2030 des KIT, der auch eine bessere Anbindung des Campus an die Innenstadt vorsieht. Das Baufeld liegt in zentraler Lage unmittelbar an der östlichen Kaiserstraße, zwischen Berliner Platz und Durlacher Tor. Die Planung sieht zwei Gebäude vor – einen flachen, vorgelagerten Werkstattbau und ein Haupthaus mit fünf Obergeschossen. Auf einer Nutzfläche von rund 3000 Quadratmetern finden unter anderem ein Hörsaal mit 274 Plätzen, moderne Lernflächen, eine Prototypenwerkstatt sowie neuartige Kommunikations- und Projekträume Platz. Das Gebäude erhält eine Photovoltaikanlage und wird nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) zertifiziert werden.

Das Land Baden-Württemberg ist Bauherr und investiert rund 20,4 Millionen Euro in den Neubau. Das KIT beteiligt sich mit 1,5 Millionen Euro an den Bauprojektkosten. Darüber hinaus erfolgte eine Spende der SEW-EURODRIVE in Kooperation mit der KIT-Stiftung. Das Unternehmen TRUMPF Werkzeugmaschinen fördert als Sponsor das KIT zugunsten des LAZ, indem es Geld- und Sachmittel bereitstellt. Außerdem tragen mehr als 150 weitere Unterstützerinnen und Unterstützer aus der Gesellschaft, darunter insbesondere Alumni und Alumnae des KIT, aber auch viele Unternehmen und Stiftungen zur Ausstattung des Zentrums bei.

Als Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 23.300 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der deutschen Exzellenzuniversitäten.

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