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Versiegelung

Versiegelungen werden insbesondere seit Einführung der Passivierungen, die kein sechswertiges Chrom mehr enthalten (siehe Passivierungen), eingesetzt. Sie erhöhen die Beständigkeit der insbesondere auf Zinkoberflächen eingesetzten Passivierungen. Versiegelungen sind sehr dünne Filme aus anorganisch-organischen Verbindungen. Hierfür kommen vor allem hochvernetzende Siliziumoxidverbindungen zusammen mit organischen Verbindungen (wie Polyethylen) zum Einsatz. Versiegelungen werden durch Tauchen in wässrigen Lösungen der anorganisch-organischen Verbindungen aufgebracht und durch anschließendes Trocknen bei Temperarturen über beispielsweise 50 °C ausgehärtet. Sie sind in zahlreichen Zusammensetzungen erhältlich, die auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt sind. Beispielsweise können mittels Versiegelungen die Reibwerte von Verbindungsteilen (Schrauben) eingestellt oder durch Zusatz von speziellen Nanopartikeln eine Selbstheilwirkung erzeugt werden. Eine der vorrangigen Eigenschaften ist die Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit der Passivierung und damit auch der passivierten metallischen Korrosionsschutzschicht (meist für Zink oder Zinklegierungen verwendet).

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