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Nickelschichten – mechanische Eigenschaften

Glanz- und Halbglanznickel sind deutlich härter als reines Nickel aus zusatzfreien Sulfamatelektrolyten und besitzen zugleich einer geringere Dehnung, was sich insbesondere im Fall von Glanznickel durch die Gefahr der Rissbildung (bei dicken Schichten von z.B. mehr als 50 µm) bemerkbar macht. Die Zugspannungen liegen je nach Anteil der in die Schicht eingebauten Zusätze (Glanzzusätze) zwischen etwa 350 N/mm2 und bis zu 1500 N/mm2 bei Dehnungen von 4 % bis 10 % und Härten zwischen 200 HV und 500 HV. In Kombination mit einer Deckschicht (im Bereich zwischen 0,5 und 2 µm) aus Chrom besitzen Nickelschichten Vorteile im Hinblick auf Verschleiß und Korrosion. Vor allem hochglänzende Nickel-Chrom-Schichten sind außerordentlich dekorativ, korrosionsbeständig, kratzunempfindlich, verschleißbeständig, im Gebrauch gut zu reinigen und kaum anfällig für bakteriellen Befall. Vor alle aufgrund dieser Eigenschaftenkombination stellen sie nach wie vor ein kaum verzichtbares Beschichtungssystem für Sanitäreinrichtungen, Gegenstände im Bereich der Möbelindustrie oder Haushaltseinrichtungen dar. 

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