Informieren und motivieren – Labor anstatt Chemiesaal

Karriere 05. 04. 2025
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Umicore Galvanotechnik GmbH begrüßte Schüler der Gymnasien in Schwäbisch Gmünd und verstärkt damit die Bemühungen zur Gewinnung der dringend benötigten Fachkräfte für Oberflächentechnik

Mit zu den größten Herausforderungen zählt aktuell der Fachkräftemangel. Dies betrifft in besonderem Maße nahezu alle Bereiche des Handwerks sowie einen sehr großen Teil der technischen Fachbereiche, die sich nicht primär mit IT-Technik befassen. Der Mangel an Fachkräften besteht nicht nur in den verschiedenen Fertigungstechniken der Metall­bearbeitung oder der Beschichtung, sondern in beunruhigendem Umfang auch bei höher qualifizierten Fachkräften in der Leitungs­ebene. Dies führt sowohl zur Unterbesetzung in der Produktion als auch zu erheblichen Problemen im Hinblick auf die Fortführung von Unternehmen: Stichwort Unternehmensnachfolge und Generationenwechsel. Nach Informationen des DIHK aus dem vergangenen Jahr, befürchten mehr als ein Viertel aller Unternehmen in Deutschland, aufgrund fehlender Eigentümer und Führungskräfte in den nächsten Jahren schließen zu müssen.

Ein Ansatz, um wieder mehr, vor allem junge, Menschen für die sehr interessante Oberflächentechnik – und alles, was damit an Technologien verbunden ist – zu begeistern, könnte die direkte Ansprache der Unternehmen von potenziellen Arbeitskräften der Zukunft sein – den Schülerinnen und Schülern in der näheren Umgebung. Diesen Weg beschreitet die Umicore Galvanotechnik in Schwäbisch Gmünd. Dazu konnte das Unternehmen zwei komplette Schulklassen davon überzeugen, sich mit Galvano- und Oberflächentechnik durch einen Besuch zu informieren

Leistungskurs Chemie

Ein spannendes Zusammentreffen von Industrie und Schule war der Besuch des Leistungskurses Chemie der Jahrgangsstufe 1 des Franziskus-Gymnasiums Mutlangen bei der Umicore Galvanotechnik GmbH. Personalleiter Steffen Barth und Standortleiter Karl Hieber begrüßten die Schülerinnen und Schüler, die von ihrem Fachlehrer Dr. Jörg Bauchert begleitet wurden, herzlich. Sie erhielten spannende Einblicke in das Unternehmen.

Nach einer Führung durch die Produktionshallen und Labors hatten die Besucher die einmalige Möglichkeit, den Prozess der Vorvergoldung hautnah zu erleben und sich erklären zu lassen. Auf diese Weise konnten sie die faszinierende Welt der Galvanotechnik in direkter Nähe erleben und – in Form von vergoldeten Flaschenöffnern – auch gleich mit nach Hause nehmen. Zum Abschluss des offiziellen Teils informierte Prof. Dr. Timo Sörgel (Studiendekan des Bereichs Materialien für Nachhaltigkeit und Studiengangkoordinator Oberflächentechnik) von der Hochschule Aalen und Umicore-Ausbilder über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in Oberflächentechnik und Chemie.

Raum für Austausch und Diskussion bot abschließend das gemeinsame Mittagessen in der unternehmenseigenen Kantine. Das Ziel ist es, eine Plattform für talentierte Jugend­liche bereitzustellen, damit sie ihre Leidenschaft für Chemie und Technologie entdecken und ausbauen können. Mittelfristig geht es natürlich auch darum, den Kompetenzraum Oberflächentechnik in der Region Gmünd/Aalen weiter zu stärken. Die Region und wir brauchen qualifizierten Nachwuchs, um diese Zukunftsbranche hier zu halten und auszubauen, erläutert Barth die Beweggründe der Veranstaltungsreihe.

Chemieunterricht in der Praxis

Im Rahmen der Umicore-Reihe Begegnungen zwischen Industrie und Schule hatten die Chemiekurse sowie der Leistungskurs Physik der Abiturklasse des Parler-Gymnasiums vor kurzem die Gelegenheit, bei der Umicore Galvanotechnik GmbH einen Teil des Gelernten in der Praxis zu erleben. Geschäftsführer Michael Herkommer und Personalleiter Steffen Barth begrüßten die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte zu einem exklusiven Einblick in das weltweit agierende Traditionsunternehmen in Schwäbisch Gmünd.

Nach einer Führung durch die Labore und Produktionshallen konnten die ­Schülerinnen und Schüler den gesamten Prozess von der Produktentwicklung bis hin zur Produkt­beschichtung miterleben und sich ­erklären lassen. Schnell wurde dem Leistungskurs klar, dass die Galvanotechnik als ­Wegbereiter für einen Querschnitt von Technologien dient - moderne Kommunikationsgeräte, Wearables, Elektromobilität oder auch in der Wasserstoffproduktion sind hier nur einige Beispiele, die durch gezielte Beschichtung neue Qualitäts- und Effizienzniveaus erreichen können. Weniger technologisch, dafür aber sehr praktisch war der selbst vergoldete Flaschenöffner, den die Schüler als Souvenir mit nach Hause nehmen durften.

Im Anschluss an die Führung informierte Suvetha Logeswaran als Vertreterin der Hochschule Aalen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Oberflächentechnik und Chemie. Lehrer, Ausbilder und auch ­Schüler waren sich nach dem Besuch einig, dass es praxisnahe Veranstaltungen wie diese in der Region für qualifizierten Nachwuchs braucht, um diese Zukunftsbranche hier zu halten und auszubauen.

 

Umicore Galvanotechnik GmbH informierte Schüler zweier Gymnasien aus Schwäbisch Gmünd über die hochinteressante und zukunftsträchtige Galvano- und Oberflächentechnik (Bild: Umicore Galvanotechnik)

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