Neue Lösungen für die Sauberkeitskontrolle und im Service

Oberflächen 05. 09. 2021
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CleanControlling präsentiert auf der diesjährigen parts2clean in Stuttgart verschiedene Neuheiten und Weiterentwicklungen. Dazu zählen ein innovatives Kundenportal und eine neue vollautomatisierte Lösung für die trockene, reproduzierbare und effiziente Saugextraktion von Partikeln an großen Bauteilen.

Der Wandel zur Elektromobilität und die steigende Bedeutung der Bauteilreinigung als Qualitätsfaktor in nahezu allen Industriebereichen erfordern auch bei der Kontrolle der technischen Sauberkeit neue und angepasste Lösungen. Diese stellt das auf Analysen der technischen und filmischen Sauberkeit für die Automobil- und Zulieferbranche sowie die allgemeine Industrie spezialisierte Unternehmen CleanControlling vom 5. bis 7. Oktober auf der diesjährigen parts2clean in Stuttgart in Halle 4, Stand B 58 vor.

Neues Kundenportal – ­übersichtlicher, informativer und effizienter

Mit dem neuen Kundenportal hat CleanControlling ein zukunftsorientiertes Tool entwickelt, das einen umfassenden und grafisch optimal aufbereiteten Zugriff auf Analyse­daten bietet. Sämtliche Bauteile, für die Sauberkeitsprüfungen durchgeführt werden, sind als Foto im Kachelformat dargestellt und einzeln abrufbar. Ein Klick auf die Darstellung reicht aus, damit alle Analysen und Auswertungen zum jeweiligen Werkstück standort­übergreifend angezeigt werden – ­inklusive der Historie – wobei einzelne Analysen ein- und ausgeblendet werden können. Die übersichtliche numerische Aufbereitung der Daten und Diagramme sowie Fotos der ermittelten Partikel, sortiert nach Größe und Art (metallisch, nicht metallisch und Fasern) sorgen für einen sehr anschaulichen, verständ­lichen und schnellen Überblick.

Das neue Kundenportal bietet einen optimal aufbereiteten Überblick über alle durchgeführten Analysen (Bildquelle: CleanControlling)

 

Über eine Notizfunktion können Kunden Informationen zu den einzelnen Analysen hinzufügen, beispielsweise in welcher Anlage die Reinigung erfolgte oder nach welchem Reinigungsversuch die Analyse durchgeführt wurde. Darüber hinaus sind Vergleiche über einzelne Standorte hinweg und Verlaufsdarstellungen der Analyse-Informationen bis ins Jahr 2012 zurück möglich. Auf dieser Basis lassen sich auch Rückschlüsse darüber ziehen, wie stabil der Reinigungsprozess läuft. Die wesentlichen Informationen und Darstellungen können ausgedruckt werden. Ein Abruf der Prüfprotokolle wie bisher üblich im PDF-Format ist ebenfalls möglich.

Reproduzierbare ­Partikelsaugextraktion für große Bauteile

Mit der Elektromobilität verändern sich nicht nur Bauteile, sondern auch die Anforderungen an die Partikelextraktion für die Sauberkeitskontrolle. So scheidet bei Komponenten wie Batteriewannen und E-Compartments, bei denen auch Einzelprüfungen von beispielsweise Leiterplatten, Elektronikbauteilen und Kabelbäumen durchzuführen sind, die klassische Nassextraktion aus. Außerdem verlagern sich bei E-Fahrzeugen Sauberkeitskontrollen in Montagebereiche, so dass die Partikelextraktion hier ebenfalls trocken erfolgen muss. Um bei der Analyse vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, ist jedoch auch bei großen Teilen ein reproduzierbarer Ex­traktionsprozess erforderlich.

Für diese Aufgabenstellungen hat CleanControlling eine roboterbasierte Lösung entwickelt, die ein Blickfang auf der diesjäh­rigen parts2clean sein dürfte. Der mit dem bewährten und weiterentwickelten Parti­kelsaugextraktionssystem C|PS2 des Unter­nehmens ausgestattete Roboter ermöglicht die reproduzierbare, ganzflächige oder partielle Probennahme an bis zu 4600 x 2600 mm großen Flächen. Da das Robotersystem über sieben Freiheitsgrade verfügt, können Partikel auch aus dreidimensionalen Bereichen automatisiert extrahiert werden. Um dabei beispielsweise in Vertiefungen, Bohrungen oder Hinterschneidungen zu gelangen, stehen speziell gestaltete Saugdüsen zur Verfügung. Die Programmierung des Roboters erfordert keinerlei spezielle Kenntnisse: Der Bewegungsablauf für die Extraktion wird einfach durch einmaliges manuelles Einlernen erstellt und kann als bauteilspezifisches Programm in der Anlage gespeichert werden. Durch die leichte und schnelle Programmgenerierung lässt sich das Robotersystem auch effizient für die wiederholgenaue Partikelex­traktion an kleineren Bauteilen einsetzen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Partikelsaug­extraktionseinheit vom Roboter abgesteckt und als manuelles System mobil eingesetzt werden kann. So lässt es sich problemlos in weitere Fertigungs- und Montagebereiche transportieren, um Prozesse zu validieren – beispielsweise ob die bei einem Schraubprozess entstehenden Partikel innerhalb der zulässigen Vorgaben liegen.

Zwischen den Analysen ist eine Blindwertmessung erforderlich, die durch eine Weiterentwicklung des Partikelextraktionssystems nicht nur einfacher, sondern auch sicherer wird. Mussten bisher alle für die Prüfung relevanten Komponenten, wie Schläuche, Zyklon und Filtrationseinheit, manuell gereinigt werden, steht dafür ab sofort eine Nass­reinigungslösung zur Verfügung. Das gesamte Partikelextraktionssystem wird mit der Reinigungslösung turbulent durchgespült und anschließend getrocknet.

Text zum Titelbild: Die trockene Partikelsaugextraktion erfolgt mit dem Roboter reproduzierbar (Bildquelle: CleanControlling)

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