Eduard Arzt erhält Heyn-Denkmünze der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde

Werkstoffe 05. 11. 2017
  • Autoren dieses Artikels
  • 645x gelesen

Eduard Arzt, wissenschaftlicher Geschäftsführer des INM, Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH, erhält die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM): Mit der Heyn-Denkmünze würdigt die DGM Arzts einflussreiche Beiträge auf den Gebieten der Pulvermetallurgie, Hochtemperaturlegierungen, Nanostrukturen sowie Adhäsion von bio-inspirierten funktionellen Oberflächen und deren industrielle Anwendungen. Die DGM ehrt damit die Kreativität, Tiefe und Breite seiner Forschung sowie das engagierte Wirken des Materialwissenschaftlers für die nächste Generation von Werkstoffwissenschaftlern.

Das weltweite Renommee des ­gebürtigen Österreichers zeigt sich unter anderem in über 400 Publikationen sowie zahlreichen Patenten und Preisen, wie zum Beispiel dem Gottfried Wilhelm Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Wissenschaftspreis des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Für das Forschungsprojekt Engineering of biomimetic surfaces erhielt Arzt den ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Der INM–Geschäftsführer ist Mitglied in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und in vielen wissenschaftlichen Beratungsgremien. Er ist Herausgeber der führenden Review-Zeitschrift Progress in Materials Science und gehört zur auserlesenen Gruppe der ISI Highly Cited Researcher. Mehr als 20 seiner früheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben heute materialwissenschaftliche Professuren im In- und Ausland inne.

Eduard Arzt studierte Physik und Mathematik in Wien und promovierte 1980 eben­dort. Nach einem mehrjährigen Postdoc-Aufenthalt an der Cambridge University war er von 1982 bis 1989 Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Metallforschung, Stuttgart. Es schloss sich eine Gastprofessur an der Stanford University (USA) an. Von 1990 bis 2007 wirkte Arzt als Direktor am Max-Planck-Institut für Metallforschung, Stuttgart, wo er auch eine Professur für Metallphysik innehatte. Seit 2007 ist Arzt wissenschaftlicher Geschäftsführer, Vorsitzender der Geschäftsführung des INM und Professor für Neue Materialien an der Universität des Saarlandes.

Die DGM verleiht die Heyn-Denkmünze für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Materialkunde, durch die wesentliche Fortschritte in wissenschaftlicher, technologischer oder wirtschaftlicher Hinsicht erreicht worden sind. Die Münze wird nach Vorschlag eines Preiskuratoriums und nach Beschluss des Vorstands der Gesellschaft im Rahmen des DGM-Tages verliehen und zwar jährlich höchstens einmal. Das INM, Leibniz-Institut für Neue Materialien, mit Sitz in Saarbrücken ist ein internationales Zentrum für Materialforschung. Es kooperiert wissenschaftlich mit nationalen und internationalen Instituten und entwickelt für Unternehmen in aller Welt. Die Forschung am INM gliedert sich in die drei Felder Nanokomposit-Technologie, Grenzflächenmaterialien und Biogrenzflächen. Das INM ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft und beschäftigt rund 240 Mitarbeiter.

  • www.leibniz-inm.de
 

Relevante Unternehmen

Video(s) zum Thema

Werbepartner

Links zu diesem Artikel

Aus- und Weiterbildung

Top