Die Prozesskette richtig gestalten – Fachmessen O&S und parts2clean liefern das richtige Know-how

Werkstoffe 08. 05. 2016
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Die großen Themen der O&S 2016 sind Energie-, Material- und Ressourceneffizienz für den gesamten Beschichtungsprozess, eine umweltschonende Vorbehandlung sowie besonders die neuen Beschichtungssysteme, die infolge von REACh auf den Markt gebracht wurden. Die internationale Fachmesse für Oberflächen und Schichten wird vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 wieder das gesamte Spektrum der Oberflächentechnik in Stuttgart abbilden. Die parts2clean ergänzt die Betrachtung der Prozesskette und macht klar, dass industrielle Reinigung als wertschöpfender Faktor in modernen Produktionsbereichen einen festen Platz gefunden hat.

Besucher der alle zwei Jahre stattfindenden Fachmesse für Oberflächen und Schichten erhalten einen fokussierten und variantenreichen Blick auf sämtliche Angebotsbereiche entlang der Prozesskette Oberflächentechnik. Sie zeigt Beschichtungsverfahren für Metall, Kunststoff, Glas und Keramik. Zu den am stärksten vertretenen Themen gehören besonders die Galvanotechnik, aber auch die industrielle Plasma-Oberflächenbehandlung sowie Mikromaterialbearbeitung. Für die Galvanotechnik ist die O&S die stärkste Branchenmesse. Themenparks, Gemeinschaftsstände und das Anwenderforum bieten wertvolles Wissen und die Gelegenheit, neue Kontakte und Geschäftsbeziehungen zu knüpfen.

An allen drei Messetagen wird es für Interessierte erstmals zwei Guided Tours zu den Themen: Oberflächen für die Zukunft – REACh-konforme und multifunktionale Beschichtungen sowie Anlagen und Geräte zur Maximierung von Prozesssicherheit und Qualität geben.

Eine wichtige Anlaufstelle auf der O&S ist das branchenübergreifende Anwenderforum, in dem Fachbeiträge zu zentralen Fragestellungen in der Oberflächentechnik präsentiert werden. Die Vorträge werden simultan übersetzt (deutschenglisch). 2014 hatten rund 1000 Fachbesucher das Forum als Informationsquelle und Ort zum Erfahrungsaustausch genutzt.

Zeitgleich mit der O&S finden auf dem Messegelände Stuttgart weitere Fachmessen statt. So bildet die parts2clean, internationale Leitmesse für die industrielle Bauteil- und Oberflächenreinigung, den vorgelagerten Prozess der Reinigung ab. Die Lasys, internationale Fachmesse für Laser-Materialbearbeitung, zeigt branchen- und materialübergreifend das gesamte Spektrum des Lasers. Zahlreiche Anwender von Oberflächentechnik sind außerdem zur Automotive Expo vor Ort. Diese ist ein Zusammenschluss von fünf verschiedenen Messen aus dem Automotive-Bereich.

Prozesskette Oberflächentechnik – Innovation in Oberfläche

Eine erfolgreiche Oberflächenbearbeitung von Werkstoffen zur Herstellung von hochwertigen Produkten ist stark davon abhängig, die Auswahl des Materials oder dessen Verarbeitungsformen sowie die erforderlichen Eigenschaften des Endprodukt zu kennen. Deshalb muss die Oberflächenbearbeitung als wichtiger Teil der Prozesskette behandelt werden. Die Fachmesse O&S bietet eine ausgezeichnete Plattform, um die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmern der gesamten Prozesskette zu fördern. Dazu stellen Unternehmen auf dem Gemeinschaftsstand (Halle 7, Stand F63) ihre Produkte und Dienstleistungen vor und geben einige Beispiele für Innovationen auf dem Gebiet der Oberflächentechnik.

Biconex

Die Biconex GmbH ist eine Ausgründung­ aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf und entwickelt Verfahren für chemische und galvanische Oberflächen­beschichtungen auf Kunststoffen. Der besondere Schwerpunkt liegt auf der Vorbehandlung der Kunststoffe. In den vergangenen vier Jahren hat das junge Team Verfahren zur chrom(VI)freien Vorbehandlung für ABS-Werkstoffe entwickelt, die sich mittlerweile auch für Bauteile aus ­faserverstärktem Polyetherimid, einem Hochleistungskunststoff einsetzen lassen.

Polyetherimide haben aufgrund ihrer mechanischen und thermischen Eigenschaften in vielen Anwendungen das Potenzial, Metalle ersetzen zu können. Elektrische oder besondere tribologische Eigenschaften können durch metallische Oberflächen­beschichtungen ergänzt werden, wobei die Schichtdicken mindestens mehrere Mikro­meter betragen müssen, um die gewünschten Eigenschaften zu erzeugen. Entscheidend bei der Fertigung der Bauteile ist die Abscheidung von chemischen oder galvanischen Schichten auf diesen Sonderkunststoffen mit hohen Haftfestigkeiten in einfachen Verfahren.

 

Neben der reinen Beschichtung von PEI-Bauteilen bietet die Firma Biconex GmbH in Kooperation mit der Firma Kronowetter GmbH auch bereits fertig beschichtete Kunststoffbauteile an.

Polyetherimid ist ein Hochleistungskunststoff mit hoher thermischer Beständigkeit, der bereits im unverstärkten Zustand eine sehr hohe Festigkeit aufweist und mit Glasfasern und Kohlefasern noch weiter gesteigert werden kann. Durch die Formgebung im Spritzguss können auch komplexe Bauteile in hohen Stückzahlen kostengünstig hergestellt werden. Die hervorragenden mechanischen, elektrischen, thermischen und chemischen Eigenschaften machen Poly­etherimid als günstigen Metallersatz besonders attraktiv.

Einige typisch metallische Eigenschaften können mit Polymeren derzeit nicht erreicht werden. Beispiele sind die thermische und elektrische Leitfähigkeit, aber auch tribologische Eigenschaften. Die metallische Beschichtung ist daher kein reiner optischer Aspekt. Dünne Schichten mit einer Dicke von weniger als einem Mikrometer, wie sie typischerweise durch physikalische Verfahren (PVD, CVD) hergestellt werden, sind daher als Beschichtungsverfahren weniger geeignet. Mit chemischen und vor allem mit galvanischen Verfahren können dagegen metallische Schichten, wie zum Beispiel Nickel, Kupfer oder Zinn in hohen Schichtdicken kostengünstig hergestellt werden.

Vor der metallischen Beschichtung mit chemischen oder galvanischen Verfahren werden die Oberflächen der Kunststoffbauteile so vorbereitet, dass eine homogene Abscheidung an allen Stellen erfolgt und die Schichten haftfest mit dem Bauteil verankert werden. Bisher gab es keinen massentauglichen, rein chemischen oder galvanischen Prozess zur Metallisierung von Polyetherimid. Mit dem Biconex-Verfahren wird erstmals eine rein chemische Vorbehandlung eingesetzt, die zur klassischen Kunststoffgalvanik vollständig kompatibel ist und mit dem sich aus Polyetherimidbauteilen kostengünstiger Metallersatz herstellen lässt. Wie immer ist das Verfahren bei Biconex natürlich chrom(VI)-frei und damit zukunftssicher.

Biconex GmbH, Bautzner Landstraße 45, D-01454 Radeberg

Halle 7, Stand F63

Galvex GmbH

Anodurit® – the next level ist der Slogan, mit dem die Galvex GmbH die schweizerische Technologie Anodurit weltweit vermarktet. Dabei steht Anodurit für Druckanodisieren von Titan und Tantal.

Durch Anodisieren gefärbte Teile aus Titan

 

Anodische Oxidation wandelt die Oberfläche (Titan, Tantal) in eine Oxidschicht um. Diese schützt das Bauteil noch besser vor Korrosion und Abrasion. Dank der schweizerischen Erfindung Anodurit entsteht durch Druckanodisation erstmals eine vollständig geschlossene Oxidschicht. Die Vorteile dieses Verfahrens sind eine kristalline, dichte Oberflächenschicht bis 10 µm, eine erheblich höhere Biegewechselfestigkeit und ein erhöhter Schutz gegen Kaltverschweißen. Die Oberfläche ist darüber hinaus sauber, ohne Sandstrahlen, und maßhaltig, das heißt, es ist keine Nachbearbeitung erforderlich. Zudem wirkt Anodurit als elektrischer Isolator. Kunden haben die Wahl zwischen Anodurit C für farbige Oberflächen, Anodurit S für glatte Oberflächen und Anodurit A für raue Oberflächen.

Anodische Oxidation wandelt die Oberfläche (Titan, Tantal) in eine Oxidschicht um. Diese schützt das Bauteil noch besser vor Korrosion und Abrasion. Dank der schweizerischen Erfindung Anodurit entsteht durch Druckanodisation erstmals eine vollständig geschlossene Oxidschicht. Die Vorteile dieses Verfahrens sind eine kristalline, dichte Oberflächenschicht bis 10 µm, eine erheblich höhere Biegewechselfestigkeit und ein erhöhter Schutz gegen Kaltverschweißen. Die Oberfläche ist darüber hinaus sauber, ohne Sandstrahlen, und maßhaltig, das heißt, es ist keine Nachbearbeitung erforderlich. Zudem wirkt Anodurit als elektrischer Isolator. Kunden haben die Wahl zwischen Anodurit C für farbige Oberflächen, Anodurit S für glatte Oberflächen und Anodurit A für raue Oberflächen.

Die Technologie ist geeignet für Anwendungen in der Medizintechnik, der Luft- und Raumfahrt, der Automobiltechnik und bei Hochleistungsbauteilen.

 

     

Bei der herkömmlichen Anodisierung bildet sich überschüssiges Oxid (links), das bei Anodurit nicht entsteht und so eine glatte Oberfläche bietet

Galvex GmbH, Sternenweg 17, CH-8617 Mönchaltorf

Halle 7, Stand F63

Stark Eloxal GmbH

Die heutige Produktvielfalt ist stark von Farben geprägt. Dabei spielen Kunststoffe die tragende Rolle, die in allen Farben verfügbar sind; Metalle finden vor allem in der bekannten silberfarbenen Ausführung Anwendung. Bei ihnen spielt neben dem Aussehen auch die Haptik eine Rolle, also das Gefühl, das beim Berühren von Metallen entsteht und vor allem den Eindruck von Stabilität vermittelt. Aluminium nimmt hier eine besondere Position ein. Das Metall ist leicht und besitzt zudem die Eigenschaft, dass in die Oberfläche Farbstoffe eingebaut werden können. Es entsteht eine farbige Oberfläche mit metallischem Eindruck und sehr guter Korrosionsbeständigkeit. Die Stark Eloxal GmbH befasst sich seit mehr als 40 Jahren mit der Herstellung solcher Oberflächen.

Die 1969 in Lottstetten gegründete Stark Eloxal GmbH ist kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Wertsteigerung von Aluminium für technische und dekorative Anwendungen geht. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt in der elektrolytischen Oxidation von Aluminium, kurz Eloxal. Bei diesem Veredelungsvorgang wird die Oberfläche des Aluminiums in Aluminiumoxid umgewandelt. Es entsteht eine Oxidschicht, die das Aluminium­ dauerhaft­ vor Witterungseinflüssen schützt und gleichzeitig das dekorative Aussehen erhöht.­ Neben dem klassischen Natur-Eloxal besteht auch die Möglichkeit der Färbung des Aluminiums, wobei sich die Farbauswahl in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert hat.

     

Anodisierte Aluminiumteile

 

Mit dem Harteloxal-Verfahren bietet Stark mittlerweile den neuesten Stand der Technik an. Mit diesem hochmodernen und anspruchsvollen Veredelungsverfahren können besonders widerstandsfähige und abriebfeste Aluminiumoberflächen erzielt werden. Harteloxierte Teile werden überall dort eingesetzt, wo abreibende Beanspruchungen auftreten. Ebenso weisen diese Schichten eine hohe Korrosionsbeständigkeit und Durchschlagsfestigkeit auf.

Das Angebotsspektrum von Stark ist besonders auf kleine und mittelgroße Aluminiumteile mit einer maximalen Länge­ von 3700 Millimeter ausgelegt. Für diese Ausgangsprodukte werden neben dem Eloxieren weitere moderne Bearbeitungsmethoden angeboten, wie das Glänzen und Strahlen von Aluminium.

Als Komplettanbieter verrichtet die Stark Eloxal GmbH auch Arbeiten, die der eigentlichen Veredelung vor- beziehungsweise nachgeschaltet sind. So müssen die meisten Halbfabrikate vor dem Eloxieren zunächst mechanisch vorbehandelt werden, um Grate zu entfernen oder scharfe Kanten abzurunden. Dazu stehen moderne Gleitschleifanlagen zur Verfügung. Am anderen Ende des Produktionsablaufs steht die Montage der Aluminiumteile in der firmeneigenen Werkstatt. Stark Eloxal hat zudem die Mechanik weiter ausgebaut und ergänzt.

Neben der Automotive-Industrie und dem Maschinenbau gehören die Bereiche Chirurgie, Labortechnik, Elektro- und Möbelindustrie zum Kundenkreis mit den für diese Branchen üblichen Qualitätskriterien.

Stark Eloxal GmbH, Hauptstraße 1, D-79807 Lottstetten

Halle 7, Stand F63

Steinbeis-Transferzentrum Tribologie

Welche physikalischen Wirkzusammenhänge bestehen bei tribologischen Kontakten und was wirkt sich wie auf Reibung und Verschleiß aus? Welche Verbesserungsmaß­nahmen lassen sich daraus ableiten und wie können individuelle Problemstellungen damit gelöst werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Steinbeis-Transferzentrum Tribologie (STZ) an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe.

Der Schwerpunkt des STZ liegt in der Analytik von Bauteilen, unter Verwendung von eigenen Reibungs- und Verschleißmodellen, um die physikalischen Wirkmechanismen zu ermitteln und dadurch nachhaltige Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten.

Aufgrund der modernen und umfassenden Ausstattung ist das STZ in vielen Branchen tätig, wie beispielsweise Maschinenbau, Werkzeugbau, Fahrzeugtechnik und Medizintechnik. Dabei kommen die Messgeräte natürlich nicht nur für tribologische Untersuchungen zum Einsatz, sondern finden vielfältige Anwendung zur Vermessung von Oberflächen aller Art, der Analyse von dünnen Schichten und für die Untersuchung von Materialien.

Für Oberflächenvermessungen stehen mehrere hochauflösende optische Messgeräte zur Verfügung sowie ein Rasterkraftmikroskop. Damit können alle Oberflächenbeschaffenheiten von verschiedenen Werkstoffen bestimmt und Rauheitskenngrößen berechnet werden. Hiermit lassen sich beispielsweise auch Mikrohärteab­drücke geometrisch sehr genau vermessen.

Mikrohärteeindruck

 

 

Eine neuartige Methode der tribologischen Analytik ist die Phototermie. Hiermit lassen sich unter anderem Gefügeunterschiede (z. B. verursacht durch Materialermüdung), die Haftfestigkeit von dünnen Schichten und der Alterungszustand von Elastomeren untersuchen. Bei dieser Methode wird ein fasergekoppelter Diodenlaser moduliert und nach einer Aufweitung auf die Probenoberfläche fokussiert. Zur Messung der Wärmestrahlemissionen wird ein Infrarotdetektor eingesetzt, der auf -192 °C gekühlt wird. Das Besondere an der photothermischen Messmethode ist, dass durch diese die Eigenschaften zerstörungsfrei und großflächig (z. B. 50 x 50 mm) bis in Tiefen von circa 2 mm erfasst werden können. Dadurch werden über einen viel größeren Bereich beispielsweise Informationen zur Schichthaftfestigkeit zugänglich als es lokale Methoden, wie der Ritztest, ermöglichen.

Abgerundet wird das Angebot des Steinbeis-Transferzentrums Tribologie durch ein dreitägiges Seminar Tribologie, das in diesem Jahr im Zeitraum 11. bis 13. Oktober im Haus der Wirtschaft in Stuttgart durchgeführt wird. In diesem werden unter anderem Kenntnisse darüber vermittelt, wie Reibung funktioniert, welche Verschleißmechanismen es gibt und Empfehlungen zur Auslegung von tribologischen Systemen.

Steinbeis-Transferzentrum Tribologie in Anwendung und Praxis, Erzbergerstraße 121, D-76133 Karlsruhe

Halle 7, Stand F63

VECCO e.V.

Der VECCO e. V. ist ein Zusammenschluss von mehr als 180 Unternehmen der verarbeitenden, galvanotechnischen Industrie in Europa. Die Mitglieder des VECCO sind kleine und mittlere Unternehmen, die mit etwa 4000 Mitarbeitern für Korrosions- und Verschleißbeständigkeit bei Millionen von unsichtbaren sowie teilweise funktions- und sicherheitsrelevanten Teilen, beispielsweise in der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Luft- und Raumfahrt, der Druck- und Stahlindustrie sorgen.

Seit der Aufnahme von Chromtrioxid am 17. April 2013 in den Anhang XIV der EU-REACh-Verordnung stehen die oberflächen­bearbeitenden Betriebe vor einer riesigen Herausforderung. Es wird zwar mit Hochdruck an realisierbaren Ersatzmöglichkeiten gearbeitet, doch bei technischen Hartchromschichten sind Chrom(VI)verfahren alternativlos.

Das Ziel des Zusammenschlusses ist es, die ECHA davon zu überzeugen, dass die Mitglieder des VECCO in der Lage sind, mit dem Stoff Chrom(VI) und seinen Verbindungen sach- und fachgerecht umzugehen und dabei weder ihren Mitarbeitern noch der Umwelt Schaden zugefügt wird.

Chrom(VI) und seine Verbindungen müssen auch zukünftig verwendet werden können.

Halle 7, Stand F63

Aktuelle Verfahren und Entwicklungen

Unternehmen aus allen Bereichen der Oberflächentechnik präsentieren auf der diesjährigen O&S Bewährtes und Neuentwicklungen und bieten so den Besuchern einen umfassenden Überblick über die Branche.

Antech-Gütling Wassertechnologie

Seit 1962 entwickelt und fertigt die Antech-Gütling GmbH Abwasserbehandlungs- und Prozesswasseranlagen sowie nachhaltige Recyclingsysteme. Durch die Fusion der beiden Unternehmen Antech und Gütling 2012 profitieren die Kunden vom langjährigen Know-how aus einer Hand. Gerade in der Galvanotechnik fallen oft Abwässer an, die besonders behandelt, wiederaufbereitet oder entsorgt werden müssen. Deren Behandlung sind das Metier von Antech-Gütling.

Die Retardation ist ein Verfahren, das die Abtrennung der Metalle (Al, Fe, Cu, Ni, Zn) aus Beizen oder aus schwefelsauren Elektrolyten ermöglicht. Mittels eines speziellen Adsorberharzes wird die Beize oder der Elektrolyt unter Ausnutzung des Retardationseffekts in eine säurehaltige, metallarme und in eine säurearme metallreiche Fraktion getrennt. Der erste Teil geht zurück in das Prozessbad und der zweite Teil gelangt als Konzentrat in die Abwasseranlage. Das Regeneriermittel ist Stadt- oder VE-Wasser. Die Anlage von Antech-Gütling arbeitet vollautomatisch im Nebenstrom zu dem Prozessbad. Je nach Metallkonzentration können circa 90 % der freien Säure recycelt werden.

Verfahrenstechnisch mögliche Säure/Metall-Kombinationen sind:

  • Schwefelsäure mit Aluminium, Eisen, Kupfer Nickel, Zink
  • Salzsäure mit Nickel Eisen(II)
  • Salpeter-/Flusssäure – Edelstahl

Das Thema Flockung und Fällung wird von vielen Abwasseranlagenbetreibern etwas vernachlässigt. Das einmal eingesetzte Produkt wird über viele Jahre gefahren und meist nicht an Veränderungen hinsichtlich der Abwasserkonzentration oder der Inhaltsstoffe angepasst. Dies ist nicht ganz ungefählich, handelt es sich doch um den zentralen Prozess zur Abtrennung der Schadstoffe aus dem Wasser. Oft treten Probleme mit Trübungen, Grenzwertüberschreitungen oder der Entwässerung schleichend auf. Die Gründe liegen auf der Hand: In fast jeder Branche ist eine laufende Erhöhung der CSB-Werte (Organik) und der Leitfähigkeit (Konzentration) festzustellen. Klar, man möchte Standzeiten erhöhen, Wasser sparen und optimale Prozessergebnisse bekommen.

Eine Anpassung des Flockungssytems an die veränderten Gegebenheiten ist oft einfacher als gedacht. Meist reicht es aus, das Flockungshilfsmittel in Art und Menge zu optimieren. Moderne Flockungshilfsmittel­ aus der GAF-Serie variieren in der Ladungsstärke und der Molekülkettenlänge und können so den Anforderungen gerecht werden. Die Auswahl der richtigen Type ist schnell gemacht. Der Laborversuch dauert keine 15 Minuten und kann von jedem Anlagenbediener problemlos durchgeführt werden. Ein entsprechendes Versuchs-Kit mit verschiedenen GAF und GCF stellt Antech-Gütling auf der O&S vor.chen Sie uns auf dem Gemeinschaftsstand des ZVO in Halle 9 Stand 28/40.

Antech-Gütling Wassertechnologie GmbH, Merowingerstraße 7, D-70736 Fellbach

Halle 9, Stand B28 (40)

Aquachem

Aquachem ist ein nach DIN EN ISO 9001 zertifizierter Entwickler und Hersteller von Filterpressen. Die Produktpalette des Unternehmens reicht von manuellen kleinen bis zu großen vollautomatisierten Filterpressen für Anlagenbauer und Industrie­betriebe.

Die vollautomatischen Filterpressen werden komplett unbeaufsichtigt und ohne Anwesenheit von Personal betrieben. Die Konzeption der AF Filterautomaten basiert auf einem optimalen Zusammenspiel der einzelnen Baugruppen der Filterpresse, um ohne Anwesenheit von Personal einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten. Die automatisierte Flexibilität des Produkts ermöglicht die selbstständige Anpassung an veränderte Bedingungen, wie Konzentration, oder gar der spezifischen Filtereigenschaften.

Aquachem präsentiert auf der O&S eine vollautomatische Filterpresse; mittels Video- und Bildmaterial wird die Technik dem Kunden näher gebracht.

Aquachem GmbH, Benzstraße 2, D-89250 Senden

Halle 9, Stand B49

Aqua plus Wasser- und Recyclingsysteme

Zu den neuesten Entwicklungen der Galva­notechnik zählt der Einsatz von Verchromungsverfahren auf Basis der als unkritisch eingestuften dreiwertigen Chromverbindungen. Im Vergleich zu den bisher üblichen Chromsäureelektrolyten (mit Chrom(VI)-Verbindungen) erfordert der sichere Betrieb eine noch bessere Beseitigung von störenden Fremdmetallionen. Diese gelangen durch Auflösung der Grundwerkstoffe in der Startphase der Abscheidung, durch zu langsame Bedeckung von stark strukturierten Oberflächen oder durch Verschleppung aus der vorhergehenden Prozessstufe in den Elektrolyten.

Abhilfe bietet hier eine trichrom-Anlage der aqua plus GmbH, mit der die Störionen (z. B. Eisen, Nickel, Kupfer, Zink) aus dem Elektrolyten entfernt werden. Die Menge der täglich eingetragenen Fremdmetalle bestimmt die Größe der Anlage. Die Regeneration der beladenen Harze kann manuell­ oder automatisch erfolgen. Die Eluate werden in einer bauseits vorhandenen Abwasseranlage aufgearbeitet. Bei sehr geringem Fremdmetalleintrag kann die Regeneration der erschöpften Harze auch extern erfolgen.

Anlage zur Entfernung von Aluminium aus Anodisierelektrolyten

Anlage zur Entfernung von Fremdmetallionen aus Chrom(III)elektrolyten

 

Ein weiterer Stoff, der für den sicheren Betrieb von Chromelektrolyten erforderlich ist, sind Fluortenside, die erfolgreich zur Schaumbildung in galvanischen Elektrolyten angewandt werden. Selbst die stark oxidierende Wirkung von Chromelektrolyten beziehungsweise von Chromschwefelsäurebeizen bei der Kunststoffgalvanisierung kann dem Netzmittel nicht zusetzen. Eben diese hohe Oxidationsbeständigkeit bewirkt aber auch eine sehr schlechte biologische Abbaubarkeit in den kommunalen Kläranlagen. PFOS-haltige Netzmittel sind seit 27. Januar 2008 verboten, für die galvanotechnische Industrie gelten aber Ausnahmen (Hartverchromung). Kurzfristig ist kein Substitut mit vergleichbaren Eigenschaften verfügbar. Die Praxis zeigen aber, dass mit bestimmten Filtermedien PFOS nahezu vollständig aus den Prozesswässern entfernbar ist (Ablaufwerte < 2 μg/l). Dafür bietet aqua plus Lösungen und Einrichtungen an.

Für das Anodisieren von Aluminium wird zunehmend an Stelle von Chromsäurelösungen ein Elektrolyt auf Basis von Weinsäure angeboten. Hier besteht die Aufgabe darin, Aluminium aus der Lösung zu entfernen und so die Arbeitsparameter des Elektrolyten im optimalen Bereich zu halten. Mit speziellen Einrichtungen der aqua plus GmbH kann Aluminium parallel zum Prozess aus dem Anodisierelektrolyten abgetrennt und eine optimale Funktion des Systems gewährt werden.

Halle 9, Stand C12

Balver Zinn

Balver Zinn ist am Markt einer der führenden Anbieter für Zinkanoden; aber auch Anoden aus Reinzinn oder Zinn-Blei sowie Spezialdrähte aus Zink, Zinn und Blei gehören zum Produktsortiment. Das Unternehmen liefert seine Produkte in Märkte wie Automotive, Schiffsbau, Korrosionsschutz und viele mehr.

Im Bereich des galvanischen Korrosions­schutzes werden seit über 20 Jahren Feinzinkanoden mit mindestens 99,99 % Reinheit eingesetzt. Wegen der zunehmenden Bedeutung umweltschonender Prozessen und Nebenverfahren (Abwassertechnologien) sind die Anforderungen an die Reinheit der eingesetzten Metalle inzwischen deutlich gewachsen. Balver Zinn setzt daher ausschließlich Feinzink Zn 99,995 % ein.

Um Prozessparameter zu optimieren, kann hier mit Aluminium legiertes Zink zur Stabilisierung der Anoden eingesetzt werden. Eine weitere Besonderheit des Balver Zinn-Programms ist die Formatvielfalt: Pellets, Halbkugeln, Vollkugeln, Knüppel, Platten, gegossen oder gewalzt, sowie Sonderformate nach Kundenspezifikation.

Zinnanode

 

Legierungen für Druckgießen und Feuerverzinken werden individuell auf Anfrage und immer auf dem neuesten Stand der Technik gefertigt. Für den Schiffbau werden Opferanoden mit eingegossenen Eisenbändern zur direkten Befestigung am Schiffskörper angeboten. Auch Sonderformate können kundenspezifisch gefertigt werden.

Bleifreie Produkte für die Elektronikindustrie sowie das patentierte bleifreie Lot SN100C® sowie weitere Lote und Lotpasten der SN-Reihe als auch Spezialdrähte produziert Balver Zinn für alle Standardeinsatz­gebiete, vom Wellen- bis zum Handlöten.

Halle 9, Stand B28 (39)

BMF GmbH

Mit der Strahlanlage Twister der BMF GmbH werden gleichmäßige und reproduzierbare Oberflächenstrukturen bei minimalem technischem und energetischem Aufwand erzielt.

Das zentrale Schleuderrad mit der patentierten Schaufelgeometrie wirft das Strahlmittel gegen die auf einer Satellitenaufnahme befindlichen Teile. Die Werkstücke werden auf einer kegelförmigen Umlaufbahn um das rotierende Schleuderrad bewegt. Die neuartige Anordnung der Funktionselemente und deren Kinematik (Überlagerung von Dreh- und Schwenkbewegungen) führen dazu, dass die Oberfläche der zu bearbeitenden Teile einschließlich deren Unterseiten gleichmäßig gestrahlt wird und damit eine optimale Oberfläche erzielt wird. Ein Werkstückschnellwechselsystem ermöglicht zeitsparendes Aufstecken der zu bearbeitenden Teile.

Die Anlage verfügt über zehn Werkstückträger, die in der Regel mit je 1 bis zehn Teilen bestückt werden können. Dadurch können je Strahlzyklus bis zu 100 Teile gleichzeitig bearbeitet werden. Das sichert eine Energieeinsparung bis zu 90 % gegenüber dem konventionellen Druckstrahle­n bei gesicherter gleichmäßiger Oberflächen­qualität. Mit diesem Prinzip lässt sich das Strahlmittel wesentlich länger und effektiver als in bekannten Anlagen einsetzen.

Twister arbeitet im Vakuum, dadurch wird ein wesentlich sauberer Strahlvorgang realisiert und die Staubbelastung für das Personal und die Umgebung werden stark reduziert. Feine Partikel werden über eine angeschlossene Absaugung aus der Strahlkammer entfernt.

Halle 7, Stand D22

Coventya GmbH

Exzellenter Service, technische Kompetenz in der Anwendung und eine starke Vernetzung zur Automobilindustrie zeichnet die Coventya GmbH als Lieferant für Spezialchemikalien aus. Einen klaren Fokus setzt das Unternehmen neben der Produktqualität auf Serviceaspekte wie Lieferfähigkeit und Beratung im Produktumfeld (z. B. zum Thema REACh). Anwender profitieren zudem von den bei OEMs und Tier1 freigegebenen Verfahren im Bereich Automotive.

Im Bereich des kathodischen Korrosionsschutzes folgt die Coventya GmbH dem aktuellen Trend der Industrie und stellt auf der diesjährigen O&S ihre neuen Top Coats und Versiegelungen zur Erfüllung tribologischer Anforderungen in den Mittelpunkt. Darüber hinaus werden Hochleistungsverfahren im Bereich Zink und Zinklegierung mit zugehöriger Nachbehandlung (Passivierung) vorgestellt. Die ENOVA RI-Serie zeigt beispielhaft die aktuellen Entwicklungen im Bereich chemisch Nickel.

Neben dem traditionellen Schwerpunkt im Bereich kathodischer Korrosionsschutz wird das Unternehmen in diesem Jahr mit besonderem Fokus seine neuesten Entwicklungen im Bereich dekorative Galvanotechnik und dekorativer Korrosionsschutz präsentieren. Dazu zählt vor allem die Vorstellung der überarbeiteten und neu aufgestellten Produktpalette im Bereich Kupfer, Nickel und Chrom, sowie der aktuelle Stand chromfreier Behandlung von Kunstoffen mit Silken Bond.

Halle 9, Stand B28 (25)

Härterei Gerster AG

Die Härterei Gerster ist der Spezialist für innovative Oberflächen durch Diffusion. Da es sich bei dieser Art der Oberflächentechnik nicht um eine klassische Beschichtung handelt, ist auch keine Gefahr durch Abblättern oder Abplatzen zu befürchten. Eines der neuartigen Verfahren erzeugt auf Automatenstahl die innovative Gerster­ Gleitoberfläche. Dadurch verbessern sich sowohl die Korrosionsbeständigkeit als auch die Gleiteigenschaften der behandelten Teile. Die extrem gute Haftung zwischen dem integrierten Trockenschmierstoff und dem Bauteil erhöht zudem die Lebensdauer und Verschleißbeständigkeit. Die Gerster Gleitoberfläche bietet sich auch als Alternative zum Verchromen an. Das weitere, neuartige Verfahren HARD-INOX-S eignet sich für Edelstahl. Die behandelten Teile werden hart und verschleißfest, ohne an Korrosionsbeständigkeit einzubüßen.

Die Härterei Gerster beschäftigt derzeit 100 Mitarbeiter und verfügt über 100 Anlagen. Das Unternehmen sieht seine Stärken in der breiten Palette an Verfahren und innovativen Lösungen, einer umfassenden Beratung bei der Auswahl von Werkstoff, Behandlungsverfahren und wärmebehandlungskompatiblem Design, den umfangreichen Labordienstleistungen und Unterstützung bei Schadensanalysen, dem Aufbau und Betrieb von innerbetrieblichen Wärmebehandlungen (Contracting) sowie dem Angebot zur Entwicklung von Lösungen für Maschinen-, Automobil-, Lebensmittel-, Nuklearindustrie, Medizintechnik und Luftfahrt.

Härterei Gerster AG, Gütestrasse 3, CH-Egerkingen

Halle 7, Stand E25

Heimerle + Meule GmbH

Auf der Basis von konsequenter und innovativer Werkstoffentwicklung, zusammen mit modernsten Analyseverfahren, bietet Heimerle + Meule qualitativ hochwertige Edelmetallhalbzeuge und Kontaktwerkstoffe an. Das Produktportfolio reicht von Bändern und Drähten über Rohre und Stangen sowie Anoden und EM-Salzen bis hin zu individuellen Targets für die Sputtertechnologie in den verschiedensten Ausführungen. Das Angebot im Bereich Targets und Verdampfermaterialien umfasst kundenspezifische Kleintargets für Forschung und Entwicklung, aber auch Großtargets für industrielle Beschichtungen.

Dank individueller Fertigungsverfahren mit Silber, Kupfer und Nickel lassen sich in der Bandgalvanik von Heimerle + Meule­ vorgestanzte Endlosbänder in massiver oder planer Ausführung bis zu einer Breite von 100 Millimeter erfolgreich veredeln. Bei Versilberungen können mehrere Streifen ein- und beidseitig aufgebracht werden. Weitere Vorteile und Leistungen, wie zum Beispiel individuelle Produktlösungen, kurze Abwicklungszeiten und die Beratung durch erfahrene Galvaniseurmeister machen das Unternehmen zu einem starken Partner in der Oberflächenbeschichtung.

 

Mit dem Physical Vapor Deposition (PVD)-Verfahren hat das Pforzheimer Traditionsunternehmen eine optimale Ergänzung zur Oberflächenbeschichtung in sein Leistungsportfolio aufgenommen. Die PVD-Technologie ermöglicht die Beschichtung von Werkstücken mit Edelmetalllegierungen fast jeder Zusammensetzung. Ein wesentlicher Vorteil ist hierbei, dass die Grund­materialien der Werkstücke auch aus unedlen Metallen wie Aluminium, Titan, Niob etc. bestehen können, die galvanisch in der Regel nicht zu beschichten sind.

Auch nicht-leitende Grundmaterialien wie Keramik, Glas, Kunststoff und Titan(-legierungen) können mittels PVD beschichtet­ werden. Eine hervorragende Haftfestigkeit und Schichtdicken ab 0,05 Mikrometer­ zeichnen dieses schonende Verfahren zudem aus. Die Kombination von PVD-Beschichtungen mit einer anschließenden galvanischen Beschichtung ergänzen das Oberflächenspektrum von Heimerle + Meule hervorragend.

Auf Grundlage der über 170-jährigen Erfahrung und der eigenen Entwicklungen bietet das Unternehmen eine breite Palette universell einsetzbarer Galvanochemikalien. Das Sortiment umfasst unter anderem Chemikalien für Vor- und Nachbehandlungen sowie Gold-, Rhodium-, Silber-, Palladium- und Schwarzrutheniumelektrolyte wie auch Elektrolyte für die Stiftgalvanik und Sonderverfahren. Im Online-Shop der haben Kunden die Möglichkeit, Galvanochemikalien und -geräte für die Bearbeitung von Einzel- und Musterteilen bis hin zur Serienproduktion zu bestellen.

Halle 9, Stand E02

Heinrich Kreeb GmbH & Co. KG

Die Firma Heinrich Kreeb GmbH & Co. KG ist Hersteller von Schleif- und Polierwerkzeugen für die mechanische Oberflächenbearbeitung. Diese werden eingesetzt für das Entgraten, Schleifen, Mattieren, Bürsten und Polieren der unterschiedlichsten Werkstoffe.

Zum Produktionsprogramm des Unternehmens gehören Abrasivbürsten aus Nylonfasern, die mit Schleifkorn durchsetzt sind und als Rund-, Teller- oder Pinselbürste eingesetzt werden. Diese Bürsten werden zum Entfernen leichter bis mittlerer Grate (z. B. Sekundärgrate nach Stanzoperationen) verwendet.

Neben Schleiflamellenscheiben für das flächige Bearbeiten von Metallen fertigt Kreeb flexible Schleifsterne für das Schleifen von konturreichen Werkstücken. Zum Entgraten, Feinschleifen und Mattieren verarbeitet man Nylonfaservlies mit eingelagertem Schleifkorn. Aus diesem Rohmaterial stellt Kreeb beispielsweise Lamellenscheiben, Ronden sowie Tellerscheiben für Bürstmaschinen mit allen gängigen Bearbeitungsaggregaten (Planetenkopf, lineare Bearbeitungseinheiten) her.

 

Bürsten aus Fibre, Sisal und Draht, Polierscheiben aus Baumwollgewebe, Filzprodukte zum Erzielen von glänzenden Oberflächen sowie Polierpasten und Kontaktscheiben für Bandschleifmaschinen runden das umfangreiche Produktspektrum ab.

Generell sieht sich die Göppinger Firma als Problemlöser, der neben standardisierten Produkten auch speziell auf die individuellen Kundenbedürfnisse abgestimmte Werkzeuge entwickelt und fertigt. Neben dem Stammsitz in Göppingen produziert die Firma Kreeb noch in Haan bei ihrem Zweigbetrieb bi-flex Birkenstock GmbH & Co. KG.

Halle 9, Stand E77/1

Mazurczak GmbH

Mazurczak Thermoprozesse, einer der führenden Hersteller für das Heizen, Kühlen und Regeln von aggressiven Flüssigkeiten im Bereich der Leiterplatten- und Oberflächentechnik, präsentiert auf der diesjährigen O&S neben den bekannten Sicherheitsbadwärmern Rotkappe mit integriertem Antibrandsystem folgende Schwerpunkte aus dem umfangreichen Sortiment.

Das Kontinuierliche Niveaumesssystem KNS erfasst den Füllstand aggressiver Flüssigkeiten, Reinigungslösungen und Wässer und wandelt diesen in ein 4 ... 20-mA-Signal um. Dadurch können Füllstände in einem Behälter kontinuierlich gemessen und über eine SPS verarbeitet und ausgewertet werden. Ein Vorteil des schnellen TDR-Messverfahrens ist, dass das Messergebnis kaum durch die Eigenschaften der zu messenden Flüssigkeit oder durch die Umgebungsbedingungen beeinflusst wird. Verschmutzungen in der Flüssigkeit, Verkrustungen oder Schaumbildung haben keinen negativen Einfluss auf die Füllstandserfassung.

Die metallischen Plattenwärmetauscher Synotherm sind als indirekte Beheizung und Kühlung für den Einsatz in Anlagen und Behältern konzipiert, bei denen geringe Einbaumaße und gute Beständigkeit gegenüber Prozessflüssigkeiten gefordert werden. Insbesondere die Platzersparnis­ (1/3 gegenüber Rohrschlangenwärmetau­schern) bei gleichen Leistungsdaten sprechen für den Einsatz von Plattenwärmetauschern. Die von dem Heiz- oder Kühlmedium (z. B. Wasser, Thermoöl, Dampf) durchströmten Wärmetauscherplatten aus Edelstahl oder Titan geben beim Heizen die Energie über die ­gesamte front- und rückseitige Oberfläche gleichmäßig ab oder nehmen diese beim Kühlen auf.

Jeder elektrisch beheizte Behälter ist nach EN 60519-1/2 mit einer Temperaturregelung und Füllstandsüberwachung auszurüsten. Die Kompakte Heizungssteuerung KHS beinhaltet alle notwendigen Komponenten (u. a. auch FI-Schutzschalter, Siche­rungen für die Leitungsabsicherung, Not-Aus-Schalter mit allpoliger Trennung). Die Heizungssteuerung KHS kann in unmittelbarer Nähe des Behälters fest an einer Wand verschraubt werden.

 

Die Handmessgeräte für Temperatur (TM250) und pH-Wert (PH100) werden in einem robusten Koffer ausgeliefert und sind für den Einsatz in der Galvanik konzipiert. Dabei wird besonders Wert gelegt auf eine einfache Bedienung, Robustheit und praxisgerechte Genauigkeit.

Halle 9, Stand B28 (47)

MTV Metallveredelung GmbH & Co. KG

Hartchrom wird aufgrund der kanzerogenen und mutagenen Wirkung von Chromtrioxid ab dem 21. September 2017 verboten, wenn nicht eine Autorisierung vorliegt, welche die Verwendung abdeckt. Viele Unternehmen suchen daher derzeit mit Hochdruck nach alternativen Beschichtungsverfahren für ihre jeweiligen Anwendungen. Die MTV Metallveredlung geht allerdings davon aus, dass es nicht nur einen Ersatz für alle Hartchromanwendungen geben wird. Vielmehr entwickelt das Unternehmen spezielle funktionelle Schichten und Schichtkombinationen, die den jeweiligen Anwendungen individuell angepasst sind. So hat es für den Offshorebereich mit NiL35 eine Hochleistungsschicht entwickelt, die konsequent auf absolute Seewasserbeständigkeit getrimmt wurde.

Labor bei MTV

 

Viele Hartchromanwendungen aus dem Maschinen- und Anlagenbau ersetzt MTV derzeit durch Bronze­beschichtungen; wobei das Unternehmen je nach Umgebungsbedingungen die Admirals-, Hart- oder auch Weiß-Bronze einsetzt. Im Bereich der Druckmaschinen- und Pressenhersteller hat es bereits in den vergangenen Jahren die Beschichtung der Zylinder und Walzen auf die deutlich verschleißbeständigere NICABOR-Dispersionsbeschichtung umgestellt. Dem Unternehmensziel folgend, individuelle Lösungen entsprechend den Marktanforderungen und Kundenbedürfnissen zu entwickeln, hat die MTV Metallverdlung in den letzten Monaten ihre F&E-Kapazitäten am Standort in Solingen räumlich, technisch und auch personell weiter ausgebaut.

Auf der O&S informiert das Unternehmen über den aktuellen Stand der neuesten Entwicklungsarbeiten. Hierzu zählt auch ein innovatives Beschichtungsverfahren für Hochtemperaturanwendungen, wo starke Abzehrung oder auch Aufkohlung bisher ein großes Problem darstellte. Des Weiteren werden markante Anwendungsbeispiele von XXL-Bauteilen präsentiert, die durch eine galvanische Beschichtung effektiv gegen Korrosion und Verschleiß geschützt werden.

Halle 9, Stand B28 (29)

OSK-Kiefer GmbH

Die OSK-Kiefer GmbH – Oberflächen- und Strahltechnik hat sich auf die Ausführung von Verfestigungsstrahlarbeiten (Shot Peening) im Lohnauftrag unter reproduzierbaren Bedingungen sowie auf alle weiteren Anwendungen in der Strahltechnik spezialisiert.

 

Das Unternehmen bietet darüber hinaus Eigenspannungsmessungen im hauseigenen Röntgenlabor an. Mithilfe der röntgeno­grafischen Eigenspannungsanalyse von metallischen Bauteilen ist es möglich, die vorhandenen Eigenspannungswerte an der Oberfläche und dem oberflächennahen Volumen zu ermitteln. Durch das direkt an die Produktion angeschlossene Röntgenlabor ist eine hochpräzise, produktionsbegleitende Qualitätskontrolle der verfestigungs­gestrahlten Bauteile hinsichtlich der geforderten Druckeigenspannungswerte möglich.

Ein Nachweis der Eigenspannungen ermöglicht neben dynamischen Produktionsoptimierungen, produktionsbegleitenden Analysen und Qualitätskontrollen auch den Eigenspannungsnachweis im Lohnauftrag.

Halle 9, Stand A32

Sager+Mack

Ergänzend zum umfassenden Pumpen- und Filtersortiment für die galvanotechnische Industrie, präsentiert Sager+Mack auf der O&S sein neu entwickeltes Plattenfiltersystem. Der Plattenfilter bietet dem Anwender zwei wesentliche Vorteile: eine große Filterfläche mit einer hohen Schmutzaufnahmekapazität, kombiniert mit einfacher Handhabung und preisgünstigem Filtermedium. Die Filterplatten unterscheiden sich aufgrund des eigens entwickelten optimierten Strömungsentwurfs, sodass der Druckverlust verringert und die Strömungsverhältnisse optimiert werden. Dieser geniale Entwurf der Filtersysteme generiert relativ niedrige Drücke, was für längere Standzeiten und eine bessere Filtration sorgt. Die Systeme werden bereits von namhaften Kunden erfolgreich eingesetzt.

Plattenfilter mit Anschwemmbehälter

 

Kombiniert werden kann das variable System mit einem Anschwemmbehälter für Filterhilfsmittel wie beispielsweise Kieselgur oder Aktivkohle, außerdem stehen drei magnetgekoppelte Kreiselpumpen (20 m3/h, 30 m3/h oder 40 m3/h) für ein modulares System zur Auswahl. Bei Bedarf kann das Filtergehäuse auch mit 20“-Filterkerzen bestückt werden.

Sager+Mack GmbH, Max-Eyth-Straße 13/17, D-74532 Ilshofen-Eckartshausen

Halle 9, Stand B28(08)

Sigrist Metallveredelung GmbH

Die Sigrist Metallveredelung ist eine reine Lohngalvanik und bietet ihren Kunden ein seit vielen Jahren nahezu gleichbleibendes Spektrum an verschiedenen Verfahren. Entsprechend der Art und Form der zu galvanisierenden Teile wendet Sigrist das jeweils geeignete Verfahren an:

  • Trommelverfahren zur Beschichtung von Schüttgutteilen unterschiedlicher Größen, zum Beispiel von elektronischen Kontakten
  • Vibrobotverfahren zur optimalen Veredelung hochempfindlicher Schüttgutteile; dieses Verfahren eignet sich vor allem für extrem dünne, spitze oder feine Teile.
  • Gestellverfahren für Teile, die als Hängeware beziehungsweise Einzelteile bearbeitet werden müssen. Dabei werden unterschiedlichste Gestelle verwendet oder bei Bedarf sogar spezielle Vorrichtungen entwickelt und hergestellt.

Dabei können vom Unternehmen folgende Werkstoffe beschichtet werden: Aluminium, Edelstahl und hochfeste Stähle, Kupfer-Beryllium, Kupfer-Tellur, Kupfer- und Kupferlegierungen, NiFe-Werkstoffe, Ni-Basislegierungen (z. B. Nickel-Kupfer- oder Nickel-Eisenverbindungen), Silber- und Silberlegierungen.

Eines der Sigrist-Spezialgebiete ist die Vakuumtechnik. In diesem Bereich sind Arbeiten mit hochreinen Oberflächen und empfindlichen Materialien gefordert. Das Unternehmen führt dabei selektive Gold- und Silberbeschichtungen durch, teilweise im Vakuum und teilweise außerhalb.

Halle 9, Stand B35

SurTec International GmbH

Das Oberflächentechnik-Unternehmen SurTec entwickelt, produziert und vertreibt spezielle chemische Produkte und Verfahren für die industrielle Reinigung, Metallvorbehandlung, Veredelung und Nachbehandlung von metallischen Oberflächen sowie Kunststoffgalvanisierung und Eloxal. Das nach ISO 14001 zertifizierte Unternehmen arbeitet in allen Unternehmensbereichen entsprechend dem Grundsatz Ressourcenschonung und Rücksicht auf die Umwelt. Das Qualitätsmanagement ist nach ISO/TS 16949 zertifiziert und unterstreicht damit die SurTec-Produktkompetenz für die Automobilindustrie.

In den Mittelpunkt der Schau auf der diesjährigen O&S stellt SurTec eine Auswahl seiner innovativen Verfahren aus den Anwendungsbereichen industrielle Teilereinigung und Galvanotechnik: Neutralaktivatoren mit breitem Anwendungsspektrum und das Produktsortiment für Chrom(III)-Beschichtungstechnik: In der Vergangenheit wurden Zunder und Rost, zum Beispiel nach Entgratungsprozessen, ausschließlich mit Mineralsäurebeizen entfernt. Heute können hierzu pH-neutrale Hochleistungsreiniger genauso wirkungsvoll eingesetzt werden. Zusätzlich bieten diese sogenannten Neutralaktivatoren, wie SurTec 414, noch weitere vielfältige Vorteile für den Anwender: Das Produkt ist kennzeichnungsfrei, das erleichtert den Umgang und erhöht die Arbeitssicherheit. Durch den Wegfall eines Neutralisationsschrittes wird die Prozessführung einfacher und kostenoptimiert, gleichzeitig wird Schlammanfall verhindert. Der neutrale pH-Wert ermöglicht zudem den Einsatz in handelsüblichen Teile­reinigungsanlagen. Dies wird beispielsweise zur Wiederaufbereitung von Bauteilen wie Motorkomponenten genutzt: Ölkohle und Korrosionsrückstände lassen sich kombiniert mit Ultraschall vom Bauteil entfernen, ohne den Materialmix (Eisen, Aluminium, Buntmetalle, Kunststoff etc.) anzugreifen.

Fehlstellen in der galvanischen Beschichtung treten häufig an Schweißstellen auf, wo Zunderrückstände in der Vorbehandlung nur unzureichend entfernt werden können – auch hier hat sich der Einsatz von SurTec 414 bewährt: Die Prozesse werden stabiler, die Ausschussraten und damit die Kosten minimiert.

Auf der Messe zeigt SurTec auch seine umfangreiche Palette an dreiwertigen Verchromungsverfahren: Sie reicht von der Glanzverchromung SurTec 881 in sehr heller Farbe bis hin zu der sehr dunklen, fast schwarzen Abscheidung SurTec 887. Alle Produkte sind umweltfreundlich und sehr beständig gegen Korrosion.

Speziell SurTec 881 genügt höchsten Korrosionsansprüchen und eignet sich bestens zur Außenanwendung bei Automobilen. Ein besonderes Highlight ist das Beschichtungsverfahren für weiße Farbtöne, SurTec 883: Als bestes Verfahren in seiner Klasse erzeugt es ein stabiles Farbergebnis, vergleichbar mit einem chrom(VI)-
haltigen Überzug. Mit Chrom(III)-Verfahren zur Verchromung und Konversionsbeschichtung hat SurTec seit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung und verfügt über Referenzen in nahezu allen Industriebereichen.

Die SurTec International GmbH mit Sitz in Bensheim gehört zur Freudenberg Chemical Specialities SE & Co. KG und verfügt über Niederlassungen in 24 Ländern auf allen fünf Kontinenten.

Halle 9, Stand B28 (55)

Umicore Galvanotechnik GmbH

Ein neuer Anlauf- und Korrosionsschutz speziell für funktionelle Schichten ist eines­ der Highlight-Produkte von Umicore auf der diesjährigen O&S in Stuttgart. Das Produkt Umicore Sealing 691 konserviert Oberflächen, zum Beispiel von Steckverbindern, Smartcards, Leiterplatten und anderen elektronischen Komponenten. Es ist für die kurzen Kontaktzeiten in Durchlaufanlagen bestens geeignet. Elektrische Eigenschaften, wie der Kontaktwiderstand, sind nicht beeinträchtigt. Mechanische Merkmale, wie der Reibkoeffizient, verbessern sich sogar deutlich.

Anwendung für Sealing 691 auf Bandmaterial

 

Umicore-Spezialisten informieren unter anderem auch zu den Vorteilen elektrolytisch aufgebrachter Nickel-Phosphor-Schichten als Alternative zu chemisch abgeschiedenem Nickel. Weitere Themen sind Bronze-Zink-Legierungen für Gebrauchsgegenstände sowie Rhodium-, Palladium- und Silberschichten auf elektronischen Komponenten. Für dekorative Schichten präsentiert das Unternehmen unter anderem seine jüngste Kreation: RHODUNA® 470 Black ist ein grundlegend neu konzipierter Schwarz-Rhodium-Elektrolyt. Der L-Wert im CIE-L*a*b-Farbraum liegt bei 40. Bislang marktübliche Schwarz-Rhodium-Elektrolyte erreichten allenfalls Farbtöne im Bereich 55 bis 60 und waren damit nur unwesentlich dunkler als Anthrazit.

Prozesskosten, Stillstandszeiten und Umweltbelastung können durch den Einsatz von platinierten Titan- und Mischmetalloxidanoden gesenkt werden. Auch hierfür bieten die Spezialisten der Umicore auf der Messe Lösungsansätze. Zahlreiche Inge­nieure und Verfahrensexperten des Unternehmens beraten zu deren funktionellen und dekorativen Prozessen sowie dimensionsstabilen Anoden.

Die Umicore Galvanotechnik GmbH in Schwäbisch Gmünd ist mit rund 190 Mitarbeitern Schaltzentrale für alle Galvanoaktivitäten des Materialtechnologieunternehmens Umicore (www.umicore.com). Weltweit sind im Konzern über 10 000 Mitarbeiter beschäftigt. Das Gmünder Unternehmen bietet seinen Kunden technologisch hochwertige Produkte zur Oberflächenveredelung mit Edelmetallen und ausgewählten Legierungen. Zum Kundenkreis zählen international führende Hersteller, etwa aus den Branchen Elektronik, Automobil, Schmuck und Lifestyle. Umicore Galvanotechnik legt großen Wert auf gesellschaftliches Engagement und Umweltschutz. Es besitzt unter anderem die RJC-Zertifizierung Soziale Verantwortung und fördert daher sozial ausgerichtete sowie umweltfreundliche Verfahrenstechniken. 2014 zählte das Unternehmen zu den Top-Arbeitgebern.

Halle 9, Stand B28 (42)

Walter Werner GmbH – Metallveredelung

Die Walter Werner GmbH ist als Spezialist für Metallveredelung zum ersten Mal auf derinternationalen Fachmesse für Oberflächen und Schichten O&S in Stuttgart vertreten. Auf der Messe stellt das Unternehmen für fachmännische Oberflächenveredelung seine drei Kompetenzbereiche vor: Galvanisieren, Lackieren und Haftmittel-Beschichten.

Als Lohnbeschichter ist die Walter Werner GmbH mit derzeit circa 200 Mitarbeitern Anbieter für Metall- und Kunststoffver­edelungen durch galvanische, chemische und organische Beschichtungen aus einer Hand. Selbst nicht alltägliche, logistische Leistungen können entsprechend den jeweiligen Kundenanforderungen erbracht werden. So veredelt das Unternehmen zum Beispiel auch Komponenten aus Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Polen, Tschechien, Slowakei, Taiwan, Indien und China. Zertifiziert nach ISO/TS 16949 und registriert nach EMAS, garantiert die Walter Werner GmbH geprüfte Produktqualität bei gleichzeitig umweltschonender Produktion.

Walter Werner GmbH Metallveredelung, Dambacher Weg 2, D-55765 Birkenfeld/N.

Halle 9, Stand B98 (15)

Weber Ultrasonics GmbH

In der Bauteilreinigung wird Ultraschall häufig mit unterschiedlichen Frequenzen eingesetzt. Innovative Multifrequenzsysteme von Weber Ultrasonics ermöglichen dabei, Ultraschall platz- und kostensparend in Reinigungssysteme zu integrieren. Mit dem Sonopush Mono Twin hat das Unternehmen nun auch den ersten Stabschwinger für Multifrequenz-Ultraschall entwickelt. Er steht für die häufig in der Teilereinigung eingesetzten Frequenzen 25 kHz und 40 kHz zur Verfügung. Mit der Ultraschallreinigung lassen sich definierte partikuläre und filmische Sauber­keitswerte zuverlässig, reproduzierbar, schnell und Material schonend erfüllen.

 

Maßgebend für die Reinigungswirkung ist die Frequenz der vom Ultraschallgenerator erzeugten Schallwellen. Sie werden vom Schwingsystem in mechanische Schwingungen gleicher Frequenz umgesetzt und ins flüssige Reinigungsmedium abgegeben. Dort kommt es zum physikalischen Effekt der Kavitation. Je niedriger die Frequenz ist, desto größer sind die Kavitationsblasen­ und die von ihnen freigesetzte Energie. Dies bedeutet, eine niedrige Frequenz führt einerseits zu großen Reinigungskräften an der Teileoberfläche, andererseits ist die Tiefenwirkung, die nötig ist, um in Grenzflächen wie Poren, Bohrungen und Strukturen einzudringen, gering. Daher ist für eine anforderungsgerechte Reinigung häufig Ultraschall in mehreren Frequenzen erforderlich. Weber Ultrasonics, Hersteller von Ultraschallkomponenten, hat dafür bereits vor Jahren entsprechende Ultraschallgeneratoren und Tauchschwinger entwickelt.

Mit dem neuen Schwingersystem bietet das Unternehmen nun auch den ersten Stabschwinger für Multifrequenz-Ultraschall. Damit wird es möglich, Ein- und Mehrkammer-Reinigungsanlagen platz- und kostensparend mit Mehrfrequenz-Ultraschall auszustatten. Der aus einer speziellen Titanlegierung gefertigte, massive Stabschwinger eignet sich optimal für Verfahren unter Über- und Unterdruck. Er kann daher auch in Reinigungssystemen eingesetzt werden, die unter Vollvakuum arbeiten, wie zum Beispiel geschlossene Lösemittelanlagen.

Der Sonopush Mono Twin ist für die häufig in der industriellen Teilereinigung eingesetzten Frequenzen 25 kHz und 40 kHz ausgelegt. So können beispielsweise zunächst grobe Verunreinigungen mit 25 kHz entfernt werden, anschließend kann eine Feinreinigung mit 40 kHz erfolgen. Durch die Rundumstrahlung entsteht ein sehr homogenes Schallfeld ohne ausgeprägte Schallminima. Dies gewährleistet eine gleichmäßige und effektive Reinigungs­wirkung. Einen Beitrag dazu leistet auch der sehr hohe Wirkungsgrad des Schwingers. Gleichzeitig wirkt die durchgehend glatte Oberfläche Schmutzablagerungen entgegen. Der innovative Stabschwinger bietet bei 300 mm Länge 900 Watt Leistung. Die Erzeugung der Schallwellen erfolgt durch einen abgestimmten Ultraschallgenerator.

Halle 5, Stand D45

 
 

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